Segwaypolo

Team Barbados jubelt nach packendem Finale

Team Barbados durfte am Ende die Titelverteidigung bejubeln.

Team Barbados durfte am Ende die Titelverteidigung bejubeln.

Foto: Max Winkler

Hemer.   Segwaypolo-WM in Hemer endet mit Sieg des Titelverteidigers gegen Balve und lockt 600 Zuschauer an.

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Mit dem erwarteten Finale der beiden aktuell weltbesten Teams aus Barbados und Balve erlebte die Segwaypolo-Weltmeisterschaft in der Overhoff-Arena einen würdigen Abschluss. Der verdiente 3:1-Sieg und ein entsprechend abgeklärter Auftritt der Mannschaft aus der Karibik war ein echter Höhepunkt der viertägigen Veranstaltung.

An der Berechtigung des Sieges mochten letztlich auch die unterlegenen Lokalmatadoren aus dem Hönnetal nicht zweifeln. Barbados hatte mit Torjäger Daniel Hatch den überragenden Mann in seinen Reihen. Der Akteur mit dem ungemein präzisen Schuss markierte alle drei Treffer in diesem Finale und blieb eiskalt, als der Kontrahent nach einem verwandelten Penalty von Kai von Lehn auf 2:1 verkürzen konnte. Im letzten Chukka machte Hatchet dann aber alles klar.

Die Mannschaften sind enger zusammengerückt

Damit gingen spannende Tage zu Ende, an denen klar wurde, dass die kleine Segwaypolo-Gemeinde auch leistungsmäßig näher zusammengerückt ist. Die Ergebnisse nach den Gruppenspielen waren überwiegend knapp, was von einer guten Leistungsdichte zeugt. Dennoch fielen einige Teams etwas ab, was aber auch daran lag, dass diese nicht komplett angereist waren und zum Teil auf Gastspieler setzen mussten, um überhaupt spielfähig zu sein. Besonders betroffen waren davon die beiden Mannschaften aus den USA, die letztlich die Partie um Rang 17 bestritten.

Der guten Stimmung beim Turnier tat das aber keinen Abbruch. Bei aller Rivalität auf dem Feld ging abseits davon ausgesprochen freundschaftlich zu.

Viel Lob gab es aber insbesondere für den Ausrichter. Die Hemer Butterflies, die letztlich einen für sie etwas enttäuschenden elften Platz belegten, standen somit dennoch auf der mehr als einstündigen Siegerehrung häufig im Mittelpunkt, denn Worte der Anerkennung fanden fast alle, die etwas zu sagen hatten. Den meisten Jubel heimste dann aber doch das Team Barbados ein, das seinen Titel von 2015 verteidigen konnte und den Ansturm des frisch gekürten Europameisters aus Balve abwehrte.

Der Weg der Balver ins Finale war deutlich souveräner

Der war bis dahin deutlich souveräner als der Endspielgegner durch das Turnier marschiert. Sowohl gegen die Blade Dragons im Viertelfinale als auch gegen die Stockholm Saints in der Vorschlussrunde benötigte Barbados die Verlängerung, in der jeweils kleine Geniestreiche gelangen. Balve wirkte dagegen beim 5:1 gegen die Vineyard Devils souverän und ließ auch im Halbfinale gegen die Blade Pirates aus Solingen (1:0) auch nichts anbrennen.

Dass auf den ersten drei Plätzen gegenüber der letzten WM keine Veränderung eintrat, dafür sorgten die Sockholm Saints, die sich im kleinen Finale mit 2:0 gegen die Blade Pirates durchsetzten. Die torhungrigen Funky Move Turtles und die am Ende sicher etwas unter Wert geschlagenen Blade Dragons (ebenfalls aus Solingen) komplettierten die ersten sechs Plätze an einem Finaltag, den eine stattliche Kulisse von 600 Zuschauern verfolgte. Das war die bislang beste Resonanz bei einer Weltmeisterschaft überhaupt und ein weiterer Beleg dafür, dass es absolut richtig war, die Titelkämpfe in die Felsenmeerstadt zu vergeben.

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