Schach

Toller Abschluss nach acht Jahren gemeinsamer Arbeit

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Mit einer Bronzemedaille für Linda Becker und einem fünften Platz für Valerija Naumenko endeten die Deutschen Schach-Jugendmeisterschaften.

Mit einer Bronzemedaille für Linda Becker und einem fünften Platz für Valerija Naumenko endeten die Deutschen Schach-Jugendmeisterschaften.

Foto: Privat

Willingen/Hemer.  Linda Becker und Valerija Naumenko holen sich bei den Deutschen Schach-Jugendmeisterschaften die Plätze drei und fünf.

Mit einer Bronzemedaille für Linda Becker und einem fünften Platz für Valerija Naumenko endeten in Willingen die Deutschen Schach-Jugendmeisterschaften der Altersklassen U14 bis U18. Normalerweise finden diese immer in der Pfingstwoche statt, aber coronabedingt war das in diesem Jahr nicht möglich.

Letztlich entschied sich die Deutsche Schachjugend, die Turniere in zwei Veranstaltungen, einmal für die älteren und in der kommenden Woche für die jüngeren Jahrgänge aufzuteilen und dabei auf alle Nebenturniere, Zuschauer sowie weite Teile des Rahmenprogramms zu verzichten und die Turniere von neun auf sieben Runden zu verkürzen. Die Teilnehmer und Begleitpersonen mussten zudem negative Coronatests vorweisen.

Vom Schachverein Hemer starteten Linda Becker in der U14w und Valerija Naumenko in der U18w. Trainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky bereitete die Spielerinnen per Skype auf die Partien vor. Für Naumenko war es die letzte Möglichkeit, an einer Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft teilzunehmen. Die 18-jährige Abiturientin hatte bei Voicu-Jagodzinsky in der fünften Klasse die Schachregeln erlernt und sich nach starker Entwicklung 2018 in der U16 für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. Dann stagnierte sie in den letzten beiden Jahren und konnte erst mit einem starken Resultat in der 2. Bundesliga wieder auf sich aufmerksam machen.

Sie war in Willingen unter 21 Spielerinnen an Position neun gesetzt. Nach einem erwarteten Auftakterfolg besiegte sie in Runde zwei die Deutsche Vizemeisterin des Vorjahres. Einer Niederlage gegen die spätere Turnierzweite folgte ein weiterer Sieg, so dass Naumenko auf Platz zwei lag. Gegen die deutsche Nationalspielerin Jana Schneider hatte sie in Runde fünf auch Chancen, unterlag letztlich aber der neuen Deutschen Meisterin. Nach einem Remis in der Vorschlussrunde hätte die Hemeranerin mit einem Sieg in der Schlussrunde sogar die Bronzemedaille gewinnen können. Die Chancen waren da, doch am Ende gab es ein weiteres Unentschieden und damit einen hervorragenden Platz fünf.

Die Ehrung nahm Hemers Vereinsvorsitzender Andreas Jagodzinsky in seiner Funktion als Leistungssportreferent des Deutschen Schachbundes vor. Das Ergebnis ist ein toller Abschluss der achtjährigen gemeinsamen Arbeit von Voicu-Jagodzinsky und Naumenko in der Schach-AG des Hemeraner Woeste-Gymnasiums.

Noch besser machte es Linda Becker. Die 14-jährige Plettenbergerin, die seit einem guten Jahr für den SV Hemer spielt, nahm bereits zum fünften Mal an Deutschen Meisterschaften teil. Sie war an Position sechs von 27 Spielerinnen gesetzt. Mit einem Remis und einer Niederlage ging ihr der Start völlig daneben. Doch gemeinsam mit ihrer Trainerin schaffte sie die Trendwende und kämpfte sich mit drei Siegen in Folge wieder in Schlagdistanz zu den Medaillenplätzen.

In der Vorschlussrunde konnte Nationalspielerin Magarete Wagner knapp ein Unentschieden halten, aber in der letzten Runde besiegte Becker die spätere Vizemeisterin souverän. Weil die unmittelbaren Konkurrentinnen nicht über Unentschieden hinauskamen, reichte es am Ende für Becker für die Bronzemedaille. Damit hat sie bereits das Startrecht für die kommenden Deutschen Meisterschaften in der U16w sicher und nimmt zudem noch an Ausscheidungsspielen für die Onlineweltmeisterschaften teil.

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