Basketball-Regionalliga

Trainerwechsel bei NOMA Iserlohn: Andreas Klippert löst Ljubisa Anicic ab

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Iserlohn. Das Kapitel Ljubisa Anicic ist beim heimischen Basketball-Regionalligisten NOMA Iserlohn beendet. Zwei Tage nach der Niederlage gegen Wulfen hat sich die Vereinsführung von ihrem serbischen Trainer getrennt.

Dieser Schritt des Vereins kam nicht mehr überraschend, da die Mannschaft bei ihrem teilweise desolaten Auftritt gegen Spitzenreiter Wulfen erste Zerfallserscheinungen zeigte. „Die Chemie hat nicht gestimmt, aber ich möchte nicht ins Detail gehen”, sagte Iserlohns Manager Michael Dahmen zur Trennung. Offenkundig war, dass es dem Coach nicht gelungen ist, aus einer Mannschaft mit vielen verschiedenen Charakteren ein homogen agierendes Team zu formen.

„Seine Art der Führung passte einfach nicht zu unserem Verein”, beendet Dahmen zudem die Diskussion über den zeitweise harschen Umgangston des Mannes vom Balkan, dem es im Gegensatz zu seinem Vorgänger Dragan Torbica nicht gelang, sich mit den Gegebenheiten vor Ort zu arrangieren. Den nun erfolgte Schnitt will Michael Dahmen allerdings auch als Wink in Richtung Mannschaft verstanden wissen. „Die Spieler müssen nun zeigen, dass es auch anders geht.”

Ab sofort übernimmt die sportliche Leitung der Mannschaft mit Andreas Klippert ein alter Bekannter in der Waldstadt. Der 43-jährige B-Lizenz-Inhaber hat für den SSV Hagen in der ersten Liga gespielt und war fast zehn Jahre als Center der Kangaroos tätig. In der vergangenen Saison betreute Klippert Oberliga-Neuling TV Hohenlimburg und verpasste nur knapp den Durchmarsch in die zweite Regionalliga. Seit Saisonbeginn ist der 2,05-m-Mann als Co-Trainer zusammen mit Matthias Grothe für die U16-Bundesliga-Mannschaft von Phoenix Hagen und die 96er WBV-Auswahl zuständig.

„Andreas Klippert ist einer, der den Verein und die heimi-sche Szene kennt. Er benötigt keine Eingewöhnungsphase”, erklärt Michael Dahmen. Zunächst ist ein Engagement bis Saisonende vereinbart, „aber”, so der Manager, „eine Ausweitung ist denkbar.”

„Ich möchte dafür sorgen, dass in der Mannschaft wieder Ruhe einkehrt und die Jungs wieder Spaß am Basketball haben”, äußerte sich Klippert. Er sieht die Aufgabe als große Herausforderung an und ist sich darüber im Klaren, dass er angesichts des Doppel-Spieltages am Wochenende (Freitag in Salzkotten, Sonntag gegen Mönchengladbach) nicht viel Zeit hat, „die Mannschaft wieder in die Spur zu bekommen”.

„Aus eigener Kraft haben wir natürlich keine Chance mehr auf den Aufstieg, aber wir wollen möglichst weit vorne landen, um zumindest dann als Erster gefragt zu werden, wenn andere Mannschaften verzichten”, nennt Michael Dahmen die veränderte Zielsetzung nach der vierten Saisonniederlage von NOMA Iserlohn. Außerdem erwartet er vom neuen Trainer, dass der die Förderung der jungen Spieler nach der Stagnation der letzten Wochen wieder forciert.

Zeit zum Luftholen bleibt den Kangaroos indes kaum, denn das eigentlich spielfreie Wochenende am 21./22. November bleibt zwar bestehen, doch für den 20. November (Freitag, 20 Uhr) ist nun das Nachholspiel gegen Schalke 04 terminiert worden. Ursprünglich sollte hier das Pokalspiel bei der BG Biggesee stattfinden, doch dies wurde in die folgende Woche verlegt.

Früher als geplant wird zudem Neuzugang Kassim Mbamba zum Iserlohner Aufgebot stoßen. Der Flügelspieler kehrt Ende November von seinem Praktikum aus den USA zurück. Ab wann der Akteur zum Zwölfer-Kader zählen wird, entscheidet Trainer Andreas Klippert.

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