Eishockey

Trainingslager: Die Roosters und ihr Ausgleichssport

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Beim Paintball hatten die Roosters-Akteure großen Spaß.

Beim Paintball hatten die Roosters-Akteure großen Spaß.

Foto: Andre Günther

Kitzbühel.  Das Roosters-Trainingslager in Kitzbühel: Trainer Kurt Kleinendorst zieht im Training die Zügel an und gewährt Freiheiten

Sonne, strahlend blauer Himmel und sommerliche 29 Grad: Da wünscht man sich eigentlich einen Liegestuhl am Meer und dazu einen kühlen Cocktail. Die Spieler der Iserlohn Roosters brauchen sich derartige Gedanken nicht zu machen. Bei der Hitze zwängten sich die Profis in lange Hosen, streiften dicke Jacken über und zogen sich dann noch eine Maske auf: Paintball stand auf dem Programm.

Einige Akteure bestritten das Duell mit den Farbkugeln das erste Mal, andere sind bereits alte Hasen, so wie Betreuer Thorsten Weber, der die Freizeitbeschäftigung fast schon halbprofessionell betreibt. Aber nachdem auch er am Dienstagnachmittag einige Male getroffen wurde, konnte sich Torhüter Hannibal Weitzmann einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. „Also so imposant war seine Leistung nicht. Das war in etwa so, als wenn wir gegen eine Mannschaft 1:0 gewinnen würden, die zum ersten Mal auf dem Eis steht. Dafür kann ich mich dann nicht wirklich feiern lassen“, scherzte der Goalie.

Sein Spruch gibt ganz gut die Stimmung wieder, die rund um das Sauerländer Team zu spüren ist. Die Spieler haben sichtlich Spaß, genießen ihre freie Zeit und sind auf der anderen Seite auch bereit, in den Einheiten konzentriert und hart zu arbeiten. Dies forderte Kurt Kleinendorst auch beim Training am Mittwochvormittag wieder ein. Bis auf die angeschlagenen Tim Bender und Kris Foucault, die vorerst ihre Trainingseinheiten individuell bestreiten, waren alle Spieler mit auf dem Eis. Diesmal lagen die Schwerpunkte insbesondere beim Spiel Fünf gegen Fünf und dabei im Spielaufbau. Auffällig war, dass im Vergleich zum Dienstag die Intensität noch einmal höher war. So gab es häufig knackige Zweikämpfe mit viel Körperkontakt. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Chefcoach. „Es war eine Steigerung zur ersten Einheit zu erkennen.“

Ankert sieht Daugavins und Brown in Führungsrollen

Während Kleinendorst auf dem Eis die Zügel deutlicher anzieht als einige seiner Vorgänger, lässt er in der Freizeit den Spielern viel Freiraum. Dabei verlässt er sich insbesondere auf seine Führungsspieler wie Torsten Ankert und Ryan O’Connor. In diesem Jahr scheinen noch zwei weitere dazu zu kommen, meint Ankert. „Chris Brown ist definitiv ein Leader, und ich glaube auch, dass Kaspars Daugavins eine wichtige Rolle übernehmen wird. Er hat sich super in unser Team integriert.“

Dem Thema Führungsspieler und damit verbunden der Hierarchie im Team, misst Manager Christian Hommel große Bedeutung zu. „Das ist ganz wichtig, aber dabei gibt es Unterschiede. Du hast die 18- bis 24-Jährigen, die 24- bis 30-Jährigen und die darüber. Von einem John Broda erwarte ich, dass er auf eine gewisse Weise auch Führung übernimmt. Eric Cornel ist sicherlich kein Lautsprecher, aber durch das, was er auf dem Eis zeigt, ist er definitiv ein Führungsspieler. Dazu haben wir auch einige Spieler, die in der Kabine mal den Mund aufmachen. Das ist, glaube ich, eine gute Mischung.“ Hommel nennt ein Beispiel aus seiner aktiven Zeit. „Robert Hock war als Kapitän mehr der Repräsentant unseres Klubs. Die Führungsspieler waren Leute wie Ryan Ready oder Jimmy Roy.“ Wie auch immer – das Trainingslager scheint dazu beizutragen, dass der Zusammenhalt innerhalb des Teams noch größer wird.

Der Mittwochnachmittag stand den Spielern zur freien Verfügung. Einige sind erneut Golf spielen gegangen, andere haben sich Fahrräder ausgeliehen, um Kitzbühel und Umgebung zu erkunden und wieder andere haben eine der zahlreichen Bergbahnen genutzt, um bei einem Kaffee die atemberaubende Aussicht zu genießen. Am Abend war die Mannschaft dann gemeinsam Essen, ehe an diesem Donnerstag die nächste Trainingseinheit im Sportpark Kitzbühel auf dem Programm steht.

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