Eishockey

Traum vom Halbfinale platzt an der Brehmstraße

Für den IEC (Szene gegen Kaufbeuren) ist die DNL-Saison beendet.

Foto: Stefanie Albedyhl

Für den IEC (Szene gegen Kaufbeuren) ist die DNL-Saison beendet. Foto: Stefanie Albedyhl

Düsseldorf.   Young Roosters verlieren zweites Viertelfinale erst in der Overtime. Strafzeitenflut im dritten Spiel.

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Die Youngs Roosters des Iserlohner EC haben es nicht geschafft. Die Teilnahme an der in Bad Tölz ausgetragenen Endrunde zur Deutschen Meisterschaft bleibt für das DNL1-Team nur ein Traum. Im zweiten Viertelfinalspiel waren die Iserlohner am Samstagabend nah dran, das Saisonende für die Düsseldorfer einzuläuten, ehe sie in der Overtime doch noch bezwungen wurden. Im dritten Spiel am Sonntag konnte der Westrivale erst mit einem Empty-net-goal die letzten Zweifel beseitigen.


DNL1-Viertelfinale, Spiel 2: Düsseldorfer EG – Iserlohner EC 3:2 n. V. (2:2, 0:0, 0:0). Gegen die optisch überlegenen Düsseldorfer boten die Iserlohn kämpferisch eine starke Leistung. Otte und T. Fleischer glichen im ersten Drittel die Führungstreffer der Rheinländer postwendend aus. Danach rückten die Torleute im Blickpunkt, wobei Marc Fleischer zweifelsfrei öfter geprüft wurde als auf der Gegenseite Jugend-Nationalkeeper Hendrik Hane. Erst in der Overtime musste dann Fleischer zum dritten Mal die Scheibe passieren lassen.

Tore: 0:1 (2:42) Otte (Volkmann, Felicetti), 1:1 (4:09) Schmidt, 2:1 (6:10) Lorer, 2:2 (7:52) T. Fleischer, 3:2 (62:19) Schmidt. – SM: 4 – 10. – Zuschauer: 667.

Spiel 3: Düsseldorfer EG – Iserlohner EC 4:2 (1:0, 1:1, 2:1). Die Partie endete mit einer wüsten Box-Einlage auf dem Eis, an deren Ende insgesamt sieben Spieldauerdisziplinarstrafen standen, vier davon gegen Iserlohn. Da war jede Menge Frustabbau bei den Iserlohnern dabei, die auch mit der Leistung der Schiedsrichter haderten. „Die waren nicht in Play-off-Form. Einige sollten sich überlegen, ob sie nicht mehr Stunden in ihrem Hauptjob arbeiten sollen“, echauffierte sich IEC-Trainer Christian Hommel: „Viele Dinge wurden so gehandelt, dass sie nicht vorteilhaft für uns waren.“

„Wir waren in allen drei Spielen auf Augenhöhe“

Doch die Zebras seien nicht der Grund für das Ausscheiden gewesen. „Das bessere Team hat gewonnen“, gestand Hommel, lobte aber auch seine Mannschaft: „Es war toll, was sie geleistet hat. Wir waren in allen drei Spielen auf Augenhöhe.“ Er machte auch seinem Düsseldorf Trainer-Kollegen Georg Holzmann ein Kompliment, auch wenn dieser ihm nach Spielende den Handschlag verweigerte. „Er hat die Mannschaft sehr gut gecoacht.“ Holzmann reagierte indes nur auf das Verhalten einiger IEC-Akteure, die nach der Schlusssirene nichts mehr auf dem Eis hielt. „Das gehört sich nicht, man muss immer Respekt vor dem Gegner zeigen, egal, wie das Spiel ausgegangen ist“, entschuldigte sich Hommel für diesen Abgang.

Mehrfach hielt IEC-Keeper Marc Fleischer seine Farben im Spiel und verhinderte kurz nach Düsseldorfs Treffer zum 3:1 mit einem abgewehrten Penalty die vorzeitige Entscheidung. So durften die Young Roosters weiter hoffen. Brune leitete mit dem Anschlusstor ein spannendes Schlussfinish ein, doch als Christian Hommel alles auf eine Karte setzte und Marc Fleischer zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis holte, machte die DEG an der legendären Brehmstraße alles klar.

Tore: 1:0 (1:38) Fern (5-4), 1:1 (32:43) Brune, 2:1 (34:26), 3:1 (43:21) Gerharz (5-4), 3:2 (56:33) Alexandrov (Lichnovsky), 4:2 (59:40) Schmidt (5-6). – SM: 22 + 3 x 5 + 20 – 16 + 5 + 20 (Otte, Alexandrov, Sinnecker, Lichnovsky). – Zuschauer: 425.

IEC: M. Fleischer – Wirt, Otte, Behrens, Rennert, Defrancesco, Budzynski – Volkmann, Brune, Felicetti, Lichnovsky, Sinnecker, Zürcher, Busch, T. Fleischer, Zeitler, Alexandrov, Reuß, Brüggemann.

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