Eishockey

Roosters lauern in München auf die Überraschung

Fokussiert wie hier Alexej Dmitriev müssen die Roosters laut O’Leary in München auftreten.

Fokussiert wie hier Alexej Dmitriev müssen die Roosters laut O’Leary in München auftreten.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Am Sonntag treten die Roosters bei Tabellenführer Red Bull München an. O’Leary fürchtet um den Rhythmus

7:2 in Mannheim, 3:2 gegen die DEG, 2:1 beim Fünften Bremerhaven – der EHC Red Bull München steht nicht souverän an der Tabellenspitze der Deutschen Eishockeyliga, weil die bisherigen Gegner nur Fallobst waren. Nein, sie haben – so der Stand am Freitagnachmittag – bis auf Straubing, gegen die noch nicht gespielt wurde, sämtliche ihrer schärfsten Verfolger geschlagen.

Am Sonntag nehmen es die Roosters mit der Übermannschaft der aktuellen Saison auf. Die Partie im Rahmen des elften Hauptrundenspieltages steigt in der bayrischen Landeshauptstadt, aus der Iserlohns Trainer Jason O’Leary gerne etwas Zählbares mitnehmen würde.

Beim Vizemeister erkennt O’Leary keine Schwächen

„München ist keine ,Wow-Mannschaft’, aber sie machen sehr viele kleine Sachen richtig gut. Sie spielen konsequent, jeder kämpft für den anderen und sie machen nur wenige Fehler. Sie spielen ein starkes Powerplay und ein aggressives Boxplay.“ Eher beiläufig ließ O’Leary die Bemerkung fallen, dass Überraschungen ja nunmal zum Sport gehören. Diszipliniert, fokussiert und intensiv müssten seine Spieler aufs Eis gehen, um die Chance auf etwas Zählbares zu haben.

Die Verteidigung sowie das Unter- und Überzahlspiel bildeten die Schwerpunkte der Trainingsarbeit unter der Woche aus, die trotz des spielfreien Freitags vergleichsweise kurz war. Nach dem 5:3-Heimsieg über die Augsburger Panther erhielt das Team zwei freie Tage. Die wurden für einen Besuch auf dem Cannstatter Wasen genutzt, und auch Jason O’Leary nahm sich eine Auszeit – er war am Mittwoch im Signal-Iduna-Park und sah das 2:2 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Argentijnien. Auf den erneuten Weg Richtung Süden machen sich die Roosters dann morgen Vormittag. Nach der Trainingseinheit geht es mit dem Bus nach München.

Dann dürfte auch feststehen, wer den Platz im Tor erhält. Am Freitag war noch nicht darüber entschieden, ob Andreas Jenike oder erneut Anthony Peters den Vorzug erhält. Auch was das weitere Personal anging, legte O’Leary nicht alle Karten auf den Tisch. Einige seiner Schützlinge schlagen sich zwar mit Blessuren herum, die jedoch nicht zwingend im Widerspruch zu einem Einsatz stehen. Soviel verriet er dann doch: Daniel Weiß fällt definitiv weiterhin aus, während Erik Buschmann wieder zur Verfügung steht.

Trotzdem ist er nicht besonders glücklich über den spielfreien Freitagabend. Die Sorge ist groß, dass die Mannschaft aus dem Rhythmus geraten könnte. Immerhin wurde in den zurückliegenden fünf Partien immer mindestens ein Punkt geholt. „Aber insgesamt hätten wir fünf mehr haben können“, so die Rechnung des Trainers. Angenommen die Roosters hätten sie geholt, wären auch sie in der Spitzengruppe platziert. Sie wollen aber auch so alles daran setzten, nach dem Spiel in München nicht in einem Atemzug mit Mannheim, Düsseldorf und Bremerhaven genannt zu werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben