Fussball

Verbands-Fußballausschuss kombiniert Aufstiegskriterien

Fußball-Landesligist Borussia Dröschede spielt so gut wie sicher künftig in der Westfalenliga.

Fußball-Landesligist Borussia Dröschede spielt so gut wie sicher künftig in der Westfalenliga.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Nach neuestem Stand kann Borussia Dröschede für die Westfalenliga planen.

Der Verbands-Fußball-Ausschuss hat dem Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen die endgültige Empfehlung für die Wertung der aktuellen Saison vorgelegt. Das Gremium spricht sich für einen Saisonabbruch ohne Absteiger, aber mit Aufsteigern aus. Laut Empfehlung soll der aktuelle Tabellenerste aufsteigen. Sollte diese Mannschaft nicht mit dem Tabellenersten der Hinrunde übereinstimmen, dann steigt zusätzlich auch dieser auf. Bei einer unterschiedlichen Anzahl absolvierter Spiele wird die Quotientenregelung (Punkte geteilt durch absolvierte Spiele) angewendet.

Sollte nach dem Präsidium auch die Ständige Konferenz des Verbandes am 11. Mai der Empfehlung folgen, wird ein außerordentlicher Verbandstag im Juni über den endgültigen Saisonabbruch mit der vorgeschlagenen Wertung abstimmen.

Sollte der Vorschlag des VFA zum Tragen kommen, würde das für die überkreislichen Spielklassen der Männer folgende Situation für die Spielzeit 2020/2021 darstellen:

Oberliga (20 Vereine statt bisher 18): Aufsteigen in die Regionalliga würden der SC Wiedenbrück (Erster beim Abbruch und nach der Hinrunde) sowie RW Ahlen (gemäß Quotientenregelung besser als der RSV Meinerzhagen). Aufsteigen in die Oberliga würden die SG Finnentrop/Bamenohl (Erster der Staffel 2) und aus der Staffel 1 Victoria Clarholz (Erster beim Abbruch nach Quotientenregelung) sowie SpVgg Vreden (Erster nach der Hinrunde). Hinzu kommt die SG Wattenscheid als Rückzieher aus der Regionalliga.

Westfalenliga (33 statt 32 Vereine): Aufsteiger aus der Landesliga wären Preußen Espelkamp (Staffel 1), Wacker Obercastrop (Staffel 3) und Westfalia Kinderhaus (Staffel 4) - jeweils Tabellenerste beim Abbruch und nach der Hinrunde. Aus der Staffel 2 würde Borussia Dröschede aufsteigen - als Hinrundenspitzenreiter und beim Abbruch Tabellenerster nach Quotientenregelung gegenüber Hagen 11.

Landesliga (76 statt 64 Vereine, künftig fünf statt vier Staffeln): Aus der Bezirksliga 6, in der auch die Kreisvereine spielen, würde neben RW Lüdenscheid (Erster beim Abbruch) auch der SC Berchum/Garenfeld (Erster nach der Hinrunde) aufsteigen.

Bezirksliga (223 statt 193 Vereine, künftig 14 statt zwölf Staffeln): Aus der Kreisliga A Iserlohn würde der SV Deilinghofen/Sundwig aufsteigen, der nach der ersten Serie wie beim Abbruch vorn lag.

Frauen-Landesliga: Aufsteiger zur Westfalenliga wäre die SpVg. Berghofen II als Erster bei Abbruch und nach der Hinrunde. Borussia Dröschede käme nach Quotientenregelung nur noch auf Platz zwei der Abschlusstabelle.

Eine zusätzliche Wildcard-Regelung soll es nicht geben. Dazu heißt es: „Der FLVW möchte im Sinne einer größtmöglichen Transparenz auf jeden Fall ausschließen, dass einzelne Mannschaften von Personen, Gremien oder aufgrund sonstiger Umstände bevorzugt oder benachteiligt werden.“

Folge des vermehrten Aufstiegs wird jedoch ein vermehrten Abstieg in der darauffolgenden Saison oder aber auch in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten sein, um die gewünschte Anzahl an Mannschaften in den jeweiligen Klassen wieder zu erreichen.

Und wie handhaben es die Kreise? Der FLVW hatte eine für das gesamte Verbandsgebiet einheitliche Lösung als Ziel ausgegeben, was die Kreisvorsitzenden nach den zahlreichen Videokonferenzen auch unterstützen. Die Empfehlung des VFA ist für alle Spielklassen auf Kreisebene anwendbar. Das Gremium rät den spielleitenden Stellen, dem vorgeschlagenen Modell zu folgen, auch das wird Thema der Ständigen Konferenz in der nächsten Woche sein.

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