Fußball

Viele Ansichten zum neuen Termin

Zur Sache ging es Halbfinale zwischen dem FCI und Borussia Dröschede.

Foto: Michael May

Zur Sache ging es Halbfinale zwischen dem FCI und Borussia Dröschede. Foto: Michael May

Iserlohn.   Positive Bilanz beim Ausrichter Borussia Dröschede nach der Stadtmeisterschaft.

Es sollte der Versuch sein, neuen Schwung in die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft zu bringen. Erstmals seit langer Zeit fanden die Titelkämpfe wieder zwischen Weihnachten und Silvester statt. In der Bewertung dieser Maßnahme gehen die Meinungen auseinander.

„Wir würden das nach den aktuellen Erfahrungen wohl nicht so machen“, sagte Arlindo Henriquez, sportlicher Leiter beim Überraschungssieger SSV Kalthof. Christian Hampel, Trainer beim entthronten Titelverteidiger FC Iserlohn, sah es vor allem als Vorteil, dass das Finale bereits am Samstag gespielt wurde. „Da konnte man sich nach dem Turnier endlich mal zusammensetzen und musste nicht darüber nachdenken, dass man tags darauf schon wieder bei der Arbeit sein muss.“

Gemütliche Teamabende nach dem Finaltag

Den bisherigen Termin am ersten Wochenende im neuen Jahr hält Dragan Petkovic, Trainer bei Borussia Dröschede, für sinnvoll. „Wir haben nur noch 13 Mannschaften, da brauchen wir keine drei Tage, um den Meister zu ermitteln. Früher waren 20 Mannschaften am Start, da war das okay.“ Uwe Ginsberg, der Vorsitzende der Dröscheder hatte dazu allerdings eine andere Meinung: „Aus meiner Sicht ist das sehr positiv gelaufen, und auch die Umsätze bestätigen das. Entscheidend war wohl, dass die Mannschaften am Samstagabend noch gemütlich beieinander sein konnten. Davon haben zahlreiche Teams Gebrauch gemacht.“

Somit dürfte man auch bei der nächsten Auflage darüber nachdenken, die Veranstaltung zu diesem Termin zu wiederholen. Als Ausrichter ist der VfK Iserlohn im Gespräch. Der Klub vom Seilersee richtet am 20./21. Januar in der alten Hemberghalle die Kreismeisterschaft aus. Fraglich bleibt allerdings, ob eine Austragung an drei Tagen bei nur noch 13 Mannschaften sinnvoll ist.

Sportlich war die 36. Auflage des Iserlohner Budenzaubers vor allem für den SSV Kalthof eine runde Sache. Auch FCI-Coach Hampel bekannte im Nachgang: Das war die beste Mannschaft.“ Beim Bezirksligisten war die Freude natürlich riesengroß. „Es hat mich vor allem für jene Spieler gefreut, die jetzt schon acht oder neun Mal in der Halle dabei waren. Jetzt sind sie für ihre Leistungen belohnt worden“, befand Arlindo Henriques. Bis die Hemberghalle zugesperrt wurde, feierten die Kalthofer und wollen am Wochenende noch eine Zusammenkunft im Vereinsheim an der SSV-Arena ausrichten.

Borussia Dröschede war ein guter Gastgeber

„Wir waren zumindest gute Gastgeber“, bewertete Uwe Ginsberg die nach einem 3:0 unerwartete Finalpleite der Borussia am Ende. Doch abgesehen von dem hergeschenkten Sieg äußerte sich der Vorsitzende sehr positiv über die große Helferschar seines Vereins. „Alle haben einen guten Job gemacht. Und dieser Termin hat auch dazu geführt, dass es diesmal viele Helfer entspannter angehen konnten.“

„Grundsätzlich gut“ findet auch Marco Vorländer, Fußball-Vorstand beim SC Hennen, den neuen Termin, zumal er bei seinem Klub, der auch in Schwerte um den Titel spielt, die personelle Situation entzerrt. Positiv wirkte sich bei den Zebras aus, dass am Samstag noch drei gestandene Akteure zum Team stießen. Das hob die Qualität beträchtlich und katapultierte den Klub auf Platz vier, wenngleich man beim 2:3 gegen Kalthof bis kurz vor Schluss das Finale vor Augen hatte. „Die Priorität liegt bei uns aber definitiv auf dem Feld. Wir wollen nicht absteigen, da können wir keine Spieler gebrauchen, die sich in der Halle verletzt haben.“

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