Basketball

Vier intensive Tage, um sich zu verbessern

Täglich stehen das Warm-Up sowie Konditions- und Balltraining für die Nachwuchssportler auf dem Trainingsplan.

Täglich stehen das Warm-Up sowie Konditions- und Balltraining für die Nachwuchssportler auf dem Trainingsplan.

Foto: Carolin Meffert

Iserlohn.  Im Herbstcamp der Iserlohn Kangaroos trainieren 50 Kinder unter Anleitung von Chefcoach und Profispielern.

Vier Tage Intensivtraining steht derzeit bei 50 jungen Basketballern aus der Region an. Zum zwölften Mal bieten die Iserlohn Kangaroos das Herbstcamp an, um den Nachwuchs zu fordern und zu fördern. Trainiert werden die Jugendlichen von Chefcoach Milos Stankovic und den Profis der ersten Mannschaft.

„Die Spieler der 1. Mannschaft haben sich dazu verpflichtet, sich durch solche Aktionen in die Nachwuchsarbeit einzubringen“, so Martin Miethling, Jugendkoordinator der Kangaroos. Das fördere den Zusammenhalt innerhalb des Vereins, denn einerseits können die Spieler den Nachwuchs näher kennenlernen und anleiten, andererseits kommen die Jugendlichen auch zu den Heimspielen, um ihre Trainer von der Tribüne aus anzufeuern.

Wettkampfcharakter motiviertdie Kinder beim Training

Täglich gegen 9 Uhr beginnt das Trainingscamp in der Matthias-Grote-Halle. Zunächst steht ein kleines Warm-Up auf dem Programm. Am Dienstagmorgen hatte sich Malte Schwarz ein ganz besonderes Training für die jungen Sportler überlegt. Yoga-Stretching hieß es für die Jungen und Mädchen. Mit Begeisterung nahmen die jungen Basketballer das ungewöhnliche Aufwärmtraining an. Mit Hampelmännern, Ausfallschritten und verschiedenen Laufübungen folgen dann Konditions- und Kraftübungen, bevor mit ersten Ballübungen das Dribbeln und die Arm-Bein-Koordination trainiert und das Gefühl für den Ball entwickelt wird.

„Von Wenigsportlern bis zu Talenten, die in der U12 spielen, haben wir alles dabei. Das erkennt man dann auch bei den einzelnen Übungen“, berichtet Martin Miethling. Doch egal, ob mehr oder weniger trainiert, alle Jugendlichen kämpfen. Ansporn sind vor allem auch die Wettkämpfe, bei denen sie in kleinen Teams oder einzeln gegeneinander antreten. Am Dienstagvormittag besteht einer der Wettkämpfe aus einem kleinen Parcours: Slalom dribbeln, über eine Bank laufen, den Ball unter einem Stuhl durchspielen und eine Wasserflasche umwerfen. Dabei wird nicht nur der Kampfgeist in den Mannschaften geweckt, sondern auch bei Viktor Ziring, Malte Schwarz, Chris Frazier und Milos Stankovic, die jeweils ihre eigene Mannschaft anspornen, um zu gewinnen.

„Am Ende des Trainingscamps gibt es eine Siegerehrung, bei der man Preise bekommt, wenn man bei einem dieser Wettkämpfe als Gewinner hervorgeht“, erklärt Julius (12). Er spielt seit drei Jahren Basketball und nimmt bereits zum zweiten Mal am Herbstcamp teil. „Mir gefällt es einfach sehr gut, die Trainer sind super freundlich.“ Viele der Übungen kennt der Nachwuchsspieler bereits aus seinem normalen Training. „Das heißt aber natürlich nicht, dass man nichts Neues lernt. Die Trainer geben uns Tipps, wie wir noch besser dribbeln und werfen können“, erzählt er begeistert.

Neues dazu gelernt hat auch Manja (12), die direkt eine Übung aus dem Aufwärmtraining präsentiert: Zweimal neben dem Körper dribbeln, durch die Beine hindurch, den Ball einmal auf den Boden aufticken lassen und hinter dem Rücken wieder in die Startposition bringen. „Durch Übungen wie diese habe ich gelernt, den Ball besser zu kontrollieren“ erklärt sie.

Bei so einem intensiven Training kommen die Nachwuchsspieler auch mal an ihre körperlichen Grenzen, da sind sich Julius, Manja und Justus (11) einig. „Die Planks, also Armstützen finde ich besonders anstrengend, denn die müssen wir so lange aushalten, wie wir können“, berichtet Justus. „Da motiviert es schon, dass man einen Preis bekommt, wenn man am längsten durchhält.“

Noch bis Donnerstag trainieren die Nachwuchsbasketballer Passen, Dribbeln und Werfen. In kleinen Matches können sie versuchen, das Erlernte im Spiel umzusetzen.

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