Nach Finalkrimi gefeiert

WB Hemer Deutscher Meister der Tennis-Herren 55

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Berlin/Hemer. Damit hatte Günter Ocker, Teammanager der Tennis-Herren 55 von WB Hemer, nicht gerechnet. Nach einer spannenden, mehr als sechsstündigen Finalschlacht, gewannen die Weiß-Blauen auf der Anlage von GW Nikolassee in Berlin gegen den TC Herrsching die Deutsche Meisterschaft.

In diesem Viererturnier traf die Mannschaft zunächst auf den TC Kriftel. Das Team von der Mosel galt als Geheimfavorit, doch Ockers Pokerpartie bei der Aufstellung ging auf. So bot er den verletzten Ernesto Vasquez an Position eins auf, damit die Erfolgsformation nicht gesprengt werden musste. Somit gab der frisch an der Schulter operierte Vasquez seine Partie gegen Camina, die Nummer eins der 55er Weltrangliste, zwar kampflos ab, doch dafür hatten Thomas Emmrich (6:4, 6:0 gegen Valesco), Paul Torre (6:2, 6:0 gegen Essel) und Rainer Friemel (6:1, 6:1 gegen Stingel) alles im Griff. Da ließ sich auch die Niederlage des angeschlagenen Levai (3:6, 3:6 gegen Deutsch) verkraften, zumal sich Djerdj Simic beim 6:1, 6:3 gegen Barthel schadlos hielt.

Mit einem 4:2-Vorsprung ging es in die Doppel, und dort machten die Hemeraner alles klar. Emmrich/Levai (6:1, 6:3 gegen Camina/Valesco) ließen ihren Gegnern dabei ebenso wenig eine Chance wie Torre/Darenberg (6:0, 6:0 gegen Deutsch/Barthel) und Friemel/Simic (6:1, 6:2 gegen Stingel/Hahn-Klimoth).

Nachdem sich im anderen Halbfinale der TC Herrsching 5:4 gegen GW Nikolassee (die Berliner verloren auch das Spiel um Platz drei gegen Kriftel mit 4:5) durchgesetzt hatte, traf Hemer am Sonntag im Endspiel auf die favorisierten Bayern. Deren Nummer zwei, der Franzose Ranoult, trat wegen Verletzung gegen Torre nicht an. Derweil besiegte Emmrich, diesmal an Nummer eins, den Bulgaren Petrov 6:4, 6:4. Und da auch Metzner beim 0:3 gegen Friemel aufgab, hatten die Weiß-Blauen schon drei Punkte in der Tasche. Doch es sollte noch richtig spannend werden. Der Tscheche Valis erwies sich beim 6:1, 6:0 als eine Nummer zu groß für Simic. Günter Darenberg zog trotz einer 5:2-Führung im ersten Satz gegen Markstorfer den Kürzeren. Nicht besser erging es Heiner Möller, der im dritten Satz ebenfalls schon 5:2 gegen Kubeng führte, am Ende aber 3:6, 7:6, 5:7 verlor.

So war vor den Doppeln beim 3:3 noch alles drin, und ein Krimi deutete sich trotz des kampflosen Erfolges von Emmrich/Levai an. Somit fehlte noch ein Punkt zum DM-Titel. Und den sicherten Torre/Darenberg. Wie schon tags zuvor gegen Kriftel agierte dieses Duo überragend und ließ Petrov/Valis beim 6:2, 6:3 keine Chance. Spätestens jetzt gab es beim Hemeraner Tross kein Halten mehr, die bangen Blicke hinüber zum Spiel von Friemel/Simic hatten ein Ende. Bei dieser Formation hieß es gegen Markstorfer/Müller zu diesem Zeitpunkt 2:6, 5:4. Als jedoch die Feierlichkeiten begannen, gaben die beiden auf und stimmten mit ein.

„Wir haben spannende Spiele erlebt und in taktischer Hinsicht tolles Tennis gesehen”, freute sich Günter Ocker über diesen ersten Deutschen Meistertitel in dieser Altersklasse, der aber nicht der letzte bleiben soll.

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