Fußball

Westfalenliga-Rückkehr schwierige Mission

Mit diesem Kader starten die Fußballerinnen von Borussia Dröschede in die Saison 2019/20.

Mit diesem Kader starten die Fußballerinnen von Borussia Dröschede in die Saison 2019/20.

Foto: Privat

Dröschede.  Die Dröscheder Fußball-Frauen wollen unglücklichen Abstieg vergessen machen. Ladehemmung ist das Hauptproblem

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Auch nach dem Abstieg aus der Westfalenliga hält Boris Decker auf dem Trainerposten der Fußball-Frauen von Borussia Dröschede die Fäden in der Hand. Zusammen mit Co-Trainer Carsten Glänzel, der mit gleich drei Spielerinnen vom Liga-Neuling LTV Lüdenscheid kam, will er dafür sorgen, dass dieser mehr als unglücklich Sturz in die tiefere Klasse korrigiert werden kann.

„Unser Kader ist qualitativ hervorragend besetzt. An der Quantität könnte es allerdings hapern, wenn wir es nicht schaffen, uns ganz auf den Fußball zu konzentrieren und andere Termine wichtiger sind“, äußert sich Coach Decker. So ist es gelungen, den Kern der Mannschaft nach der sportlichen Enttäuschung der letzten Saison zusammen zu halten. Doch der Übungsleiter weiß auch, dass es in aller Regel leichter ist, eine Klasse zu halten als die sofortige Rückkehr zu schaffen.

„So, wie wir abgestiegen sind, müssten wir eigentlich zurückkehren. Aber das wird harte Arbeit“, sagt Boris Decker, der sehr zornig wird, wenn er darüber nachdenkt, dass die Westfalenliga aufgrund eines Teamrückzuges in der Sommerpause nun mit einer Mannschaft weniger spielt. „Das ist eigentlich unser Platz“, erinnert er daran, dass es zuletzt einen völlig unsinnigen vermehrten Abstieg gab.

Den wird es in neuer Umgebung nicht mehr geben, denn auch hier haben sich mit Lütgendortmund und Niederaden im Vorfeld gleich zwei Vereine zum Rückzug entschlossen, so dass alle Teams, die nicht oben mitmischen, von Anfang an um die „goldene Ananas“ spielen. Decker warnt aber gleichzeitig davor, die neue Liga zu unterschätzen. Mit dem zum Auftakt spielfreien FC Iserlohn, Finnentrop, Hohenlimburg und Dröschedes Auftaktgegner SV Oesbern ist reichlich Konkurrenz vorhanden, die ebenfalls angreifen möchte.

Prunkstück der eigenen Mannschaft ist auch weiterhin die Defensive, und auch im Mittelfeld sind die Dröschederinnen gut aufgestellt. Einmal mehr kristallisierte sich in der Vorbereitung die Offensive als Problem heraus. Chancen erspielt sich das Team reichlich, aber mit der Verwertung hapert es seit längerem. Neu auf der Emst sind vom künftigen Mitkonkurrenten LTV Lüdenscheid Fabienne Buschinski, Zülal Yigit und Nadine Schiefelbein. Vom Rückzieher Lütgendortmund ist Lena Visarius gekommen, vom TuS Sundern Alice Tolle. Als Torhüterin hat sich zudem Lucy Krause aus Breckerfeld der Borussia angeschlossen, und aus der zweiten Mannschaft wollen es Torjägerin Sina Schäfer und Justina Kaminski noch einmal wissen. Aus dem aktuellen 22er Kader fehlt vorerst Torfrau Kathrin Bothor, weil sie sechs Monate in den USA weilt, außerdem sieht Teresa Brand Mutterfreuden entgegen.

Mannschaft und Trainer freuen sich auf den Start

„Wir sind froh, dass die Testspielphase endlich vorbei ist, doch gerade die Pokalpartie gegen Rhade hat gezeigt, dass wir noch ein wenig Zeit brauchen, bis die Zugänge ins System integriert sind“, machte Trainer Boris Decker deutlich. Für ihn steht und fällt die Mission Westfalenliga-Rückkehr mit der Bereitschaft seiner Spielerinnen, möglichst immer komplett anzutreten. „Das war in der vergangenen Serie nicht so, und das hat uns das Genick gebrochen.“

Borussen-Kader - Tor: Melissa Luckhardt, Lucy Krause, Kathrin Bothor. - Abwehr: Saskia Korreck, Lena Visarius, Charlotte Hahn, Annika Schmidt, Hannah Schulte, Lale Senyildiz, Aylin Senel. - Mittelfeld: Christina Groß, Alice Tolle, Zülal Yigit, Vanessa Maggio, Justina Kaminski, Nadine Schiefelbein, Teresa Brand. - Angriff: Waltraut Zöpke, Sina Schäfer, Svenja Habedank, Pauline Stolz, Fabienne Buschinski.

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