Fußball

Wie lange sind Spielausfälle im Kreis noch beherrschbar?

Horst Reimann möchte auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Horst Reimann möchte auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Foto: Markus WASSMUTH

Iserlohn.  Vorsitzender Horst Reimann stellt sich auch auf eine kollektive Pause ein.

Der lokale Lockdown für die Schwerter Vereine bringt den Terminplan im Fußballkreis mehr als bisher durcheinander. Weil der Kreis Unna Kontaktsport bis zum 25. Oktober untersagt hat, sind weder Spiele noch Training möglich. Am Sonntag gab es demzufolge erste Spielausfälle, weitere werden folgen. Betroffen sind die Kreisvereine Geisecker SV, Eintracht Ergste, Holzpfosten Schwerte und TuS Wandhofen, dazu die in der Bezirksliga 8 spielenden VfL Schwerte und ETuS Schwerte, die dem Fußballkreis Dortmund angehören. Auswärtsspiele sind theoretisch möglich, und gegen einen Heimrechttausch gäbe es in diesen Zeiten wohl auch keine Einwände. Aber wer ist schon geneigt, ohne geregeltes Mannschaftstraining ein Pflichtspiel zu bestreiten?

In der B- und C-Liga gibt es noch genügend Spielraum

„Theoretisch kann diese Anordnung zwar schon vor dem 25. Oktober enden, aber wir müssen uns auch auf den Fall einstellen, dass sie über das letzte Oktoberwochenende hinaus gilt“, sagt der Kreisvorsitzende Horst Reimann, der seine Planungen derzeit so gestaltet, dass zumindest drei Nachholtermine für die betroffenen Vereine ab November gefunden werden müssen. In den B-und C-Ligen gibt es wegen der kleinen Staffeln genügend Spielraum, in der A-Liga drohen schon eher Engpässe. „Und Holzpfosten Schwerte spielt ebenso wie ETuS im EWG-Sportpark. Bei zwei Vereinen kann es schwierig werden, später alle noch auszutragenden Heimspiele auf dem angestammten Platz zu terminieren.“

Reimann stellt sich darauf ein, dass es bei den schon feststehenden Spielabsagen nicht bleiben wird und fürchtet sogar eine Situation, die eine Spielpause für alle Klubs des Kreises erforderlich macht. „Heute weiß doch niemand, ob nicht auch der Märkische Kreis irgendwann dem Beispiel von Unna folgen wird.“ Er befürchtet, dass in dieser Saison ein schiefes Tabellenbild Normalität sind wird und gibt zu bedenken, dass im Winterhalbjahr auch witterungsbedingte Spielausfälle hinzukommen können.

Wegen der jüngsten Entwicklung hält er es daher für möglich, dass man in der Saison 20/21 nur eine Hinrunde austragen kann, die dann gewertet wird. Eine Teilung der Spielklasse nach der ersten Serie in Auf- und Abstiegsrunde, um mit einer geringeren Anzahl von Partien die Entscheidungen herbeizuführen, ist nicht möglich. Eine solche Variante hätte beim Start in der Spielordnung stehen müssen.

Bald Maskenpflicht für Zuschauer wie in Dortmund?

Reimann betont die Notwendigkeit, eine Regelung wie nach der Abbruchsaison 19/20 zu vermeiden. „Aufsteiger nach Quotientenregelung zu ermitteln, aber niemanden absteigen zu lassen, ist in den überkreislichen Klassen nicht machbar. Die Staffeln würden einfach zu groß.“ Der Kreisvorsitzende bereitet sich mittlerweile auf viele Szenarien vor, und es ärgert ihn, dass etliche Vereine und ihre Anhängerschaft zu sorglos mit der Pandemie umgehen. „Muss denn erste eine saftige Strafe vom Ordnungsamt verhängt werden, weil die Zuschauer auf Sportplätzen keine Abstandsregeln einhalten?“ Seine Appelle zeigen bisher keine Wirkung, so dass es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der Fußballkreis Iserlohn dem Dortmunder Beispiel folgt. Dort gilt seit Wochenbeginn für alle Besucher eines Fußballspiels die Maskenpflicht.

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