Skaterhockey

„Wir wollten jetzt noch keinen Urlaub haben“

Waldemar Banaszak auf der Samurai-Bank in Aktion.

Waldemar Banaszak auf der Samurai-Bank in Aktion.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Samurai-Trainer Waldemar Banaszak zieht im Interview Saisonbilanz und sieht positive Aspekte

Waldemar Banaszak ist seit Jahresbeginn Trainer beim heimischen Skaterhockey-Bundesligisten IH Samurai. Mit der 10:15-Niederlage im zweiten Play-off-Viertelfinale gegen die Rockets aus Essen ist für den Klub die Serie seit Sonntagabend beendet. Wir sprachen mit dem 48-Jährigen, der als Lehrer an der Gesamtschule in Hemer arbeitet, über seine erste Saison mit den Iserlohnern

Wie fällt Ihre Saisonbilanz aus?

Meine Bilanz fällt gut aus. Es war doch vor Saisonbeginn klar, dass die Mannschaft einen Umbruch vollzieht. Deshalb war ich zunächst auch skeptisch. Viele Experten haben auch gedacht, dass wir mit Lüdenscheid gegen den Abstieg kämpfen werden. Aber dann ist es doch ganz gut gelaufen. Beim Europapokal in Essen haben wir den dritten Platz belegt. Danach hatten wir noch ein Tief, haben uns dann aber den Pokalsieg geholt und die Play-offs erreicht. Damit kann man zufrieden sein. Zudem können wir festhalten, dass wir zumindest in eigener Halle in der Lage sind, jeden zu schlagen.

Was überwiegt in Ihrem Rückblick: Die Freude über den Pokalsieg oder die Enttäuschung über das Play-off-Aus?

Natürlich aktuell die Enttäuschung. Wir wollten noch keinen Urlaub haben. Ein drittes Spiel, in das wir dann noch einmal alles hineingelegt hätten, war auch möglich für uns. Wir hatten gegen Essen einen guten Start, doch eine unglaubliche Schiedsrichterentscheidung hat dann für die Wende gesorgt. Das gefällt mir nicht am Skaterhockey, dieses scheinbar freundschaftliche Verhältnis vieler Vereine zu den Referees. Außerdem sind die unterschiedlichen Größen der Spielflächen ein Problem. Da kommt man sich bei den Größen teilweise vor wie auf dem Flughafen. Aber jeder ist wahrscheinlich froh, dass er überhaupt eine Halle hat.

In den letzten Jahren hatten die Samurai einen kleinen Abwärtstrend zu verzeichnen. Muss man dauerhaft kleinere Brötchen backen?

Das glaube ich nicht. Vor der Saison sind einige Leute weggegangen und neue, junge Leute vom Eishockey hinzugekommen. Wir müssen uns erst finden und werden uns dann wieder steigern. Die Plätze eins bis acht, also die Play-offs, sind immer das Ziel.

Bleibt die Mannschaft inklusive Trainer so zusammen?

Ja, ich werde bleiben. Unser zweiter Vorsitzender Heiko Bongard musste mich erst überreden, beim Skaterhockey einzusteigen, aber jetzt habe ich Spaß daran gefunden. Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft zusammen bleibt. Wir werden beim Abschluss in einigen Tagen darüber reden.

Wie steht es um Talente aus dem eigenen Nachwuchs?

Auch da gibt es talentierte Akteure. Gianluca Otte ist beispielsweise Nationalspieler im Jugendbereich. Auch in der zweiten Mannschaft gibt es einige Kandidaten, die auch schon bei uns mitgespielt haben. Im Augenblick verteilen sich diese Spieler auf unsere erste und zweite Mannschaft.

Vor einem Jahr hat sich eines der beiden Teams aus Lüdenscheid zurückgezogen. Jetzt ist das andere Team aus Lüdenscheid abgestiegen. Menden spielt zudem schon lange in der 2. Liga. Wäre es nicht sinnvoll, in der Region die Kräfte zu bündeln?

Das ist sicher eine gut Idee, die ich einmal mit unserem Vorstand besprechen werde. Wir haben Lüdenscheid sportlich hinter uns gelassen. Mit Menden ist die sportliche Rivalität wohl sehr groß. Dennoch werden wir einige Spieler ansprechen. Es ist schon eine spezielle Konstellation in dieser Region, mit so vielen Vereinen.

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