Eishockey

Zufrieden ist O’Leary noch nicht

Gegen Augsburg holten die Roosters die Punkte fünf bis sieben des Wochenendes.

Gegen Augsburg holten die Roosters die Punkte fünf bis sieben des Wochenendes.

Foto: Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Coach sieht gute Entwicklung, aber auch Defizite. Besonderes Spiel für Jamie Bartman.

Nach drei Spielen in fünf Tagen, in denen sieben Punkte verbucht wurden, fiel es Jason O’Leary nicht sonderlich schwer, die Regenerationsphase seiner Spieler zu verlängern. „Ich habe ihnen zwei Tage frei gegeben“, stellte der Roosters-Trainer nach dem 5:3 gegen Augsburg klar. Er selbst hat mit Tagen ohne Eishockey nicht viel im Sinn und schaute sich deshalb die jüngsten Auftritte seiner Mannschaft noch einmal im Video an.

„Ein paar Sachen waren gut, aber einiges müssen wir unbedingt verbessern“, lautete seine Erkenntnis, und er griff zwei Aspekte heraus. Zum einen müsse der Fokus auf mehr Konstanz liegen, zum anderen müsse jeder Spieler begreifen, dass man nie zurückstecken darf. Das Augsburg-Spiel mit einem 3:0 im ersten und einem 0:3 im zweiten Drittel lieferte dem Coach in dieser Hinsicht eine gute Argumentationshilfe. O’Leary beklagte die nachlassende Disziplin sowie dumme Strafzeiten. „Dabei haben alle gewusst, dass Augsburg mehr Druck machen würde.“ Aber die Reaktion im letzten Drittel gefiel ihm wiederum sehr.

Tim Fleischer soll in Bietigheim Spielpraxis sammeln

Angesichts der etwas längeren Pause - es geht erst am Sonntag in München weiter - sah der Trainer kein Problem darin, vorwiegend mit drei Reihen zu agieren. „Es war ein kompliziertes Spiel für die jungen Spieler. Aber sie werden wieder mehr Eiszeit bekommen.“ Tim Fleischer lässt er derzeit ganz bewusst in Bietigheim, damit er dort möglichst viel spielen kann. „Das bringt ihm mehr.“ Wie die Karten für das kommende Wochenende gemischt werden, will der Coach noch nicht sagen. Dass Daniel Weiß (Schulterverletzung) wieder mitwirken kann, hält er aber für unwahrscheinlich.

Vor der Partie am Sonntag wurde der Augsburger Co-Trainer mit freundlichem Applaus begrüßt. Das ist Jamie Bartman, der fast sechs Jahre in Diensten der Roosters stand. Dass dessen neue Mannschaft ausgerechnet an alter Wirkungsstätte die erste Auswärtsniederlage kassierte, passte ihm natürlich gar nicht. Aber in seiner Rolle fühlt er sich nach eigenem Bekunden ausgesprochen wohl. „Diese neue Herausforderung gefällt mir, und ich bin näher bei meiner Familie“, sagt der 56-Jährige. Die lebt im Allgäu, und man trifft sich nun sehr häufig in Augsburg - nicht nur zu den Spielen.

Kein Problem hat Bartman mit dem Wechsel ins zweite Glied. „Co-Trainer und Headcoach sind zwei paar Schuhe, aber in einem Trainerstab arbeitet man eng zusammen. Unser Job ist es, Erfolg zu haben.“

Die Rückkehr an den Seilersee war für Bartmann jedoch ein besonderes Spiel. „Erst habe ich es ausgeblendet, aber als wir in die Stadt fuhren, war alles wieder da. Es war ja eine schöne Zeit.“ Und in der Halle habe er aufpassen müssen, die richtige Kabine und vor dem Spiel auch die richtige Bank anzusteuern. Es hat geklappt, und die Stimmung bei Roosters Siegen war ihm ja auch nicht fremd.

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