Fußball-Westfalenliga

1:2 beim SV Sodingen: SG Finnentrop/Bamenohl stolpert

Gestolpert: Die SG Finnentrop Bamenohl (links Hasan Dogrusöz) in Sodingen.

Gestolpert: Die SG Finnentrop Bamenohl (links Hasan Dogrusöz) in Sodingen.

Foto: Lothar Linke

Herne.  189 Tage liegt die letzte Westfalenliga-Niederlage der SG Finnentrop/Bamenohl zurück.

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Sie datiert vom 12. Mai und war ein 1:2 beim SV Horst-Emscher.

Wieder mitten im Ruhrgebiet, wieder mit einem 1:2 (1:0), unterlag die SG und das verdient. Denn die abstiegsbedrohten Gastgeber warfen einen derart hohen kämpferischen Einsatz in die Partie, dass es schien, als wollten sie ihren Acker umpflügen. Trotz ihrer fraglos großen Qualität kamen die Finnentrop/Bamenohler über weite Strecken der Partie damit nicht klar. Sicher: Der an Magen-Darm erkrankte Kapitän und Torjäger Phillip Hennes war gar nicht erst mitgefahren, Tobias Kleppel, der gegen Wanne mit Knieproblemen raus gemusst hatte, stand, wie Christopher Hennes, ebenfalls nicht in der Anfangself.

Das aber war nicht der Hauptgrund für die Niederlage. Die war eher in den Köpfen der Spieler entstanden. So sah es Trainer Ralf Behle, der die ersten 15 Minuten noch völlig in Ordnung gefunden hatte: „Aber wir sind keine Mannschaft, die sich erlauben kann, mal zwanzig Minuten rauszunehmen. Schon gar nicht in der Westfalenliga. So stabil sind wir nicht. Und wenn wir das vom Kopf her nicht annehmen und schon ein bisschen leger in das Spiel reingehen, dann machst du Sodingen stark.“

Es ließ sich optimal an für den Spitzenreiter. Mike Schrage hatte in der 6. Minute eine Freistoß-Hereingabe von Robin Entrup mit langem Bein zur Führung ins Tor verlängert. Aber beflügeln konnte dieses 1:0 die SG nicht, und weil auch die Gastgeber bis zur Pause keine echte Torannäherung hatten, wurde es ein intensives, aber kein sehenswertes Spiel.

Stimmung kam zur zweiten Halbzeit auf, zumindest auf Sodinger Seite, die sich nach Lukas Wilczynskis Ausgleich vier Minuten nach der Pause berechtigte Hoffnungen auf die Wende machte. Die lag in der Luft, als Torwart Armend Shaqiri, dem Behle diesmal den Vorzug vor Ingmar Klose gegeben hatte, Chahin Abdallah von den Beinen holte. Der Elfer-Pfiff von Schiedsrichter Lars Brakamp ertönte zu Recht, aber Shaqiri bügelte seinen Fehler aus, wehrte den Schuss von Sebastian Freyni ab. Chancenlos war er beim 1:2 in der 63. Minute, als Dennis Konarski aus fünf Metern frei stehend zum 2:1 einköpfte.

Dass die erste Niederlage mal kommen musste, war klar. Aber - zumal nach dem 3:2 gegen den Liga-Zweiten Wanne-Eickel - beim bis dahin Zweitletzten Sodingen? „Rechnen muss man damit immer,“ antwortete Behle, „wir sind weit davon entfernt zu sagen, wir sind die absoluten Cracks.“

SG: Shaqiri, Tuncdemir, Tim Schrage, Mike Schrage, Gräwe, Heiko Entrup (57. Kleppel), Strotmann (57. Christopher Hennes), Kümhof, Dogrusöz, Robin Entrup, Herrmann (77. Fischer).

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