Fußball-Westfalenliga

FC Lennestadt gibt Westfalia Wickede einen Sechserpack mit

Torjäger Florian Friedrichs (Mitte) ist beim 6:1-Kantersieg des FC Lennestadt gegen Westfalia Wickede mal wieder nicht zu stoppen.

Torjäger Florian Friedrichs (Mitte) ist beim 6:1-Kantersieg des FC Lennestadt gegen Westfalia Wickede mal wieder nicht zu stoppen.

Foto: martin droste

Lennestadt.  Florian Friedrichs ist der Mann des Tages beim 6:1 (1:0) des Fußball-Westfalenligisten FC Lennestadt gegen Westfalia Wickede.

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Alexander Gocke weiß, dass Florian Friedrichs noch ganz andere Qualitäten hat, als (nur) Tore zu schießen. „Der Karnevalsprinz hat uns heute abgeschossen“, griff der Trainer von Westfalia Wickede nach der 1:6 (0:1)-Schlappe beim FC Lennestadt im Vereinsheim noch einmal zum Mikrofon.

Zuvor hatte sich Vorstandsmitglied Jürgen Hasenau bei den Gästen bedankt, dass sie dem FCL im Februar die Karnevalsfeier mit dem neuen Meggener Dreigestirn um Prinz Florian I. terminlich gerettet hatten. Auch Bauer Kevin I. (Schulte), fußballerisch als Torhüter im Einsatz, hatte beim Kantersieg seine Hände im Spiel.

Typisches Friedrichs-Tor

Dem Heimspiel des neuen Tabellendritten drückte aber wieder Florian Friedrichs seinen Stempel auf, der drei Mal erfolgreich war und seine Quote auf 15 Treffer schraubte. Das 1:0 in der 34. Minute war ein typisches Friedrichs-Tor. Nach einem langen Einwurf stand der Kapitän goldrichtig und traf zur Lennestädter Führung. Keiner der FCL-Anhänger unter den 200 Zuschauern hätte zu diesem Zeitpunkt wohl darauf gewettet, dass fünf weitere Tore folgen sollten.

„Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, freute sich FCL-Trainer Jürgen Winkel über die fast optimale Chancenverwertung. Dass „Flo“ Friedrichs sich den Ball vor dem 2:0 (47.) mit der Hand vorgelegt haben soll, war Alexander Gocke fast egal. Wickedes Coach ärgerte sich stattdessen über die „hochgradig dämliche“ Defensivleistung seines Teams in dieser Szene.

Mit dem 3:0 (58.) durch einen schönen Schrägschuss von Christian Schmidt schien die Begegnung im Hensel-Stadion vorzeitig entschieden. Die Gäste schöpften nach dem 1:3-Anschlusstreffer des eingewechselten Mehmet Erdogan in der 62. Minute aber noch einmal Hoffnung. Doch erneut der spielfreudige Friedrichs (67.) und Marvin Gouranis per Doppelschlag (67./76.) machten für die Platzherren alles klar.

„Viel mehr Tore können wir nicht machen“, war Jürgen Winkel mit der Vorstellung seiner zunächst „etwas kompakter“ stehenden Elf natürlich sehr zufrieden. Damit ist die 2:6-Klatsche von Hordel erst einmal abgehakt. Jetzt hofft der Halberbrachter, dass die treuen Lennestädter Zuschauer nach dem spielfreien Totensonntag auch mal auswärts eine gute Leistung ihres Teams sehen können. „Wir wissen, wo wir herkommen“, wollte Winkel den klaren Heimsieg nicht überbewerten. Der zum Saisonende scheidende Übungsleiter nutzte in der Schlussphase den Spielstand und wechselte junge Spieler ein.

Für Alexander Gocke war es ein gebrauchter Nachmittag. „Wir haben die Lennestädter Tore leichtfertig zugelassen. Die ersten drei habt nicht ihr, die haben wir gemacht“, sagte Wickedes Trainer bei der Pressekonferenz im Vereinsheim in Richtung der Gastgeber. „Wir haben es dem Gegner viel zu leicht gemacht. Beim Einwurf vor dem 1:0 unterhalten wir uns mit dem Linienrichter“, schüttete der Westfalia-Coach den Kopf. Da war Florian Friedrichs, der Prinz Karneval mit der Torgarantie, gedanklich schon einen großen Schritt weiter.

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