Westfalenliga

Finnentrop/Bamenohl will beim Gipfel anderes Gesicht zeigen

Tobias Kleppel (links) und Co. wollen nach dem 2:2 gegen Gerlingen im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten SV Hohenlimburg wieder ein anderes Gesicht zeigen.

Tobias Kleppel (links) und Co. wollen nach dem 2:2 gegen Gerlingen im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten SV Hohenlimburg wieder ein anderes Gesicht zeigen.

Foto: martin droste / Martin Droste

Finnentrop/Bamenohl.  Neun Tage nach dem 2:2 gegen Gerlingen muss der Westfalenliga-Spitzenreiter beim Tabellenzweiten SV Hohenlimburg antrete.

Unter der Woche bei den Trainingseinheiten und auch im Vorschaugespräch war Mike Schrage noch der „Chef im Ring“ beim Westfalenliga-Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl.

Eine Rolle, die ihm gar nicht so behagt, gibt der 30-Jährige zu. Spätestens am Samstag, einen Tag vor dem Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten SV Hohenlimburg, ist der spielende Co-Trainer der SG Finnentrop/Bamenohl erlöst. Dann kehrt Ralf Behle von seinem Bildungsurlaub in der Fußball-Akademie des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München zurück.

Ausgerechnet in diese Zeit, als der Cheftrainer nicht vor Ort war, fiel das 2:2 gegen Aufsteiger FSV Gerlingen: die ersten beiden Flecken auf der zuvor so blütenweißen Weste des Westfalenliga- Tabellenführers.

Bewegung nach 20 Minuten weg

„Ralf hätte gegen Gerlingen neue Impulse reinbekommen können“, ist Mike Schrage überzeugt. „Wir haben das 20 Minuten sehr gut gemacht. Danach war bei uns aber keine Bewegung mehr drin. Die Bälle waren schnell wieder weg, wir sind unnötig in die Zweikämpfe gegangen.“ Bei dieser Kritik schließt sich der Co-Trainer nicht aus.

Die „Strafe“ folgte am Dienstagabend nach dem Gerlingen-Heimspiel. „Da haben wir uns die komplette zweite Hälfte angeguckt“, lud Mike Schrage zur nicht ganz freiwilligen Videoshow ein. „Das durfte nicht passieren, ist aber kein Rückschlag“, ist Mike Schrage vor dem Kräftemessen mit dem Aufsteiger und Herausforderer aus Hohenlimburg überzeugt.

Von den „Zehnern“ genannten Gastgebern sind in diesem Jahr andere Töne zu hören als noch in der jüngeren Vergangenheit. Die Zeiten, als bei der Verpflichtung von neuen Spielern auch schon mal tiefer ins Portemonnaie gegriffen worden sein soll, sind vorbei. Sagt jedenfalls der seit drei Jahren amtierende Sportliche Leiter Achim Heinrichsmeier.

„Wir fahren ziemlich auf Sparflamme“, betont der Hohenlimburger. In Absprache mit Erfolgstrainer Michael Erzen habe man vor allem „junge Spieler aus dem Hagener und Dortmunder Raum“ verpflichtet. „Damit sind wir ganz gut gefahren“, freut sich Heinrichsmeier.

Vom bisherigen Erfolg in der Westfalenliga sind die Verantwortlichen selbst überrascht worden. „Damit hatten wir nicht gerechnet. Ich ziehe vor der Mannschaft den Hut“, freut sich Achim Heinrichsmeier über den aktuellen Erfolg.

Mit Finnentrop/Bamenohl, das Team hatte er „von Anfang an auf der Liste“, will sich der Hohenlimburger aber (noch nicht?) messen, schiebt für Sonntag aber eine kleine Kampfansage nach. „Wir können befreit aufspielen und machen uns nicht in die Hose. Wir wollen dem Tabellenführer ein Bein stellen“.

Zumindest wollen die „Zehner“ nicht noch einmal Lehrgeld wie beim 0:3 in Lennestadt zahlen. Während die Gastgeber wieder mit Kai Gottesbüren planen können, fehlen im Spitzenspiel Danilo Labarile und Samet Davulcu.

Pokal-Pflichtaufgabe gelöst

Die Pflichtaufgabe im Kreispokal beim Bezirksligisten BW Hörde hat der Westfalenliga-Aufsteiger unter der Woche locker mit 5:1 gelöst. Eine kurze Hohenlimburger Vergangenheit hat bei den Gästen Tim Schrage. Auf der anderen Seite steht mit Torhüter Alexander Klur ein ehemaliger SG-Spieler im Kader der Platzherren. Bis auf Robin Entrup ist der Tabellenführer komplett.

„Wir müssen in Hohenlimburg ein anderes Gesicht als gegen Gerlingen zeigen“, weiß Mike Schrage. Der 30-jährige ist froh, spätestens ab Samstag wieder „ins zweite Glied“ rücken zu können. „Das war nicht einfach und ganz schön heftig“, blickt er auf seine kurze Zeit als Cheftrainer von Finnentrop/Bamenohl zurück.


SV Hohenlimburg - SG Finnentrop/Bamenohl

Wann und wo? Sonntag, 15.30 Uhr, Kirchenberg-Stadion, Berliner Allee 54, 58119 Hagen.

Tabellenposition: SV Hohenlimburg: 2. (10 Spiele/ 21 Punkte/ 15:8 Tore). - SG Finnentrop/Bamenohl: 1. (9 Spiele/ 25 Punkte/ 28:11 Tore).

Serie: Hohenlimburg: 2 Siege, 8 Spiele unbesiegt. - Finnentrop/Bamenohl: 9 Spiele unbesiegt.

Letzte 3 Spiele: Hohenlimburg: 1:0 Lünen (A), 4:2 Wickede (H), 0:0 Hordel (A). - Finn./Bamenohl: 2:2 Gerlingen (H), 4:2 Lünen (A), 6:3 Wickede (H).

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