FC Finnentrop

Her mit den gebrauchten Schuhen!

Oliver Scheermann (rechts) Carmen Rickert, Bernd Berkenkopf (2. von links) und Frank Nennstiel (3. von rechts, alle hintere Reihe).

Oliver Scheermann (rechts) Carmen Rickert, Bernd Berkenkopf (2. von links) und Frank Nennstiel (3. von rechts, alle hintere Reihe).

Foto: FC Finnentrop

Finnentrop.  An Geld kommen: Das ist die große Herausforderung für die kleinen Sportvereine wie den FC Finnentrop.

Der FC Finnentrop hat da jetzt eine neue Quelle aufgetan. Besser gesagt: Dessen Jugendförderverein.

Das Projekt heißt „Shuuz - Gutes tun mit gebrauchten Schuhen.“ Dahinter steckt die Idee, benutzte Schuhe beim Verein abzugeben. Der verschickt sie dann an die Organisation „Shuuz“, die mit dem Kolpingwerk kooperiert. Shuuz wiederum sorgt für eine „faire und transparente Verteilung der Schuhe an Händler in aller Welt,“ wie es auf der Homepage (www.shuuz.de) heißt.

Erster Karton ist schon voll

Der FC Finnentrop hat auf seinem Sportgelände Kartons aufgestellt und freut sich bereits über einige Schuhspenden. Frank Nennstiel, Vorsitzender des seit 1997 existierenden Fördervereins: „Eine Kiste ist schon voll. Ohne dass wir dafür Werbung gemacht haben.“

Und was hat der Verein selbst davon? Einen Obulus. Dabei wird interessanterweise nicht die Zahl der Schuhe zugrunde gelegt, sondern das Gewicht. „So um die 50 Cent gibt es für den Kilo,“ schätzt Bernd Berkenkopf, Kassierer des Jugendfördervereins des FC Finnentrop. Er fügt hinzu: „Wir sind ein kleiner Verein, da tut jeder Euro gut.“

Er hofft, dass man über die Mitgliedsbeiträge noch etwas herein kommt, um die Jugendarbeit beim FC Finnentrop weiter unterstützen zu können. „Und um zu zeigen, wir sind nicht nur ein toter Verein, sondern wir machen auch was,“ sagt Frank Nennstiel.

Der Anstoß sei auf der Jahreshauptversammlung gekommen. „Da hatte eine Mutter davon gehört und hat den Hinweis gegeben: Da kann man doch was tun.“ Der Förderverein packte es an, prüfte, ob es ohne übermäßigen Aufwand machbar ist. „Dann waren wir so weit, wie wir jetzt sind,“ bemerkte Frank Nensiel zufrieden.

Große Jugendabteilung

Da sollte eigentlich einiges zusammenkommen bei einem Klub wie den FC Finnentrop, der eine große Jugendabteilung unterhält. Elf Fußball- und eine Basketballmannschaft spielen unter seinem Dach. Und jeder weiß: „Die Kinder tragen die Schuhe doch nur ein halbes Jahr, dann sind sie zwar nicht durch, aber die Kinder ‘rausgewachsen,“ sagt Frank Nennstiel, „und dann ist die Frage: Wohin damit? Verkaufen ist auch fast unmöglich.“

Versand kostenlos

Zum Wegwerfen sind die Treter zumeist noch zu schade. Shuuz nennt eine gigantische Zahl: „Jedes Jahr werden in Deutschland 600 Millionen Paar Schuhe aussortiert. Dabei sind die meisten nicht kaputt.“ heißt es auf der Homepage.

Der FC Finnentrop gedenkt aber auch, die Aktion noch auszuweiten. Nennstiel: „Wir gucken jetzt noch, dass wir vielleicht bei den beiden Kindergärten in Finnentrop auch eine Kiste aufstellen dürfen.“

Für die Sammlung geeignet sind alle tragfähigen und zum Laufen geeignete Schuhe, also keine Schlittschuhe oder Motorradstiefel. Ideal sei es, wenn Schnürschuhe als Paar zusammengeknotet werden. Der Versand kostet den Verein nichts. Nennstiel: „Versandaufkleber drauf, zur Post, fertig.“

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