Kreisliga C

Tritte und Beleidigungen bei SpVg Iseringhausen gegen Azadî

Auf dem Sportplatz zur Vogelstange in Iseringhausen kommt es am vergangenen Sonntag zu hitzigen Auseinandersetzungen.

Auf dem Sportplatz zur Vogelstange in Iseringhausen kommt es am vergangenen Sonntag zu hitzigen Auseinandersetzungen.

Foto: SpVg Iseringhausen

Iseringhausen.  Tumultartige Szenen spielen sich beim Spiel SpVg Iseringhausen gegen Azadi Attendorn ab,

Sportlich war die Partie zwischen der SpVg Iseringhausen und den Sportfreunden Azadi Attendorn in der Kreisliga C2 ein reizvolles Duell. Doch der 3:2-Sieg der Hausherren wurde überdeckt von den Geschehnissen in der Schlussphase.

Es sind schwere Vorwürfe, die die Sportfreunde Azadi auf der vereinseigenen Facebookseite gegen die Gastgeber erheben. Von „lautem Geschrei“, „Beleidigungen“ und einem „Verhalten unterster Schublade“ ist die Rede. Bezogen sind diese Vorwürfe auf die Iseringhausener Zuschauer die sich, laut Azadi, äußerst feindselig gegenüber der Mannschaft aus der Hansestadt benommen haben sollen. „In diesem Moment wurde uns bewusst, dass wir hier nicht willkommen sind“, heißt es weiter in dem sozialen Netzwerk.

Vorwürfe, die Mario Penzkofer, Vorsitzender und Mannschaftsbetreuer der SpVg so auf keinen Fall stehen lassen möchte: „Es war eigentlich ein völlig normales Spiel, bis nach ungefähr 70 Minuten ein Azadi-Spieler nach einem groben Foulspiel die Rote Karte sah“, erinnert sich der Iseringhausener.

Daraufhin sei es zu einer Rudelbildung gekommen, in dessen Folge ein Spieler der Gäste auf den am Boden liegenden Iseringhauser Akteur eingetreten haben soll. Zudem sollen einige Azadi-Spieler, so die Aussage des Vorsitzenden, Ohrfeigen verteilt haben.

Schiedsrichter hat Tritt nicht gesehen

„Diesen Tritt habe ich nicht gesehen, es standen drei Azadi-Spieler vor mir und haben mit mir über die Rote Karte diskutiert“, schildert Mesut Firit, Schiedsrichter der Begegnung und mittendrin im Geschehen, die Szene. Nach diesem Vorfall soll es zu verbalen Entgleisungen der Iseringhausener Zuschauer gekommen sein.

„Die Atmosphäre war aufgeheizt. Aber um es klar zu sagen: Die Zuschauer hätten auch so reagiert, wenn die Szene in einem Spiel gegen Drolshagen oder Bleche passiert sei. Das hatte nichts mit Azadi zu tun“, betont Penzkofer, der jedoch die getätigten Äußerungen mancher Zuschauer alles andere als gut heißt.

„Wir hatten am Montag eine Vorstandssitzung und da haben wir auch über das Thema gesprochen. Wir müssen noch anders auf die Zuschauer einwirken, damit es nicht zu solchen Äußerungen kommt“, gibt der Vorsitzende zu.

Zunehmende Härte

Dass es überhaupt soweit gekommen sei, daran waren wohl auch die Gäste nicht ganz unschuldig. „Mit zunehmender Dauer wurde Azadi immer unruhiger und spielte immer aggressiver“, stellt Firit, der seit 17 Jahren als Schiedsrichter auf dem Platz steht, fest. „Wenn sie im Internet von Fair Play schreiben, sollten sie vielleicht bei sich selbst anfangen“, empfiehlt Penzkofer.

Auch nach dem Spiel blieb es angespannt. „In der Gästekabine wurde der Abfluss der Dusche mit einem Handtuch verstopft und das Wasser laufen gelassen, so dass es zu einer kleinen Überschwemmung kam“, schildert Penzkofer, für den die Geschehnisse ärgerlich, aber nun auch abgehakt sind.

Die Azadi-Verantwortlichen waren am Dienstag trotz mehrerer Versuche für keine persönliche Stellungnahme zu erreichen.

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