Handball, 3. Liga

Felix Thiers Verletzung überschattet Mendener Pleite

Felix Thier setzt sich mit seinem für ihn typischen Maß an Einsatz durch. Er wird der SG wahrscheinlich erst einmal lange fehlen.

Felix Thier setzt sich mit seinem für ihn typischen Maß an Einsatz durch. Er wird der SG wahrscheinlich erst einmal lange fehlen.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Minden/Menden.  Pleite im Kellerduell, Sturz auf den letzten Platz: All das tritt aufgrund der Verletzung von Felix Thier bei der SG Menden in den Hintergrund.

Oh, wie bitter! Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland erlebten am Samstag ein sehr schmerzvolles Ende der ersten Serie in der Staffel Nord-West. Nicht nur, dass man bei der Zweitvertretung des TSV GWD Minden eine völlig unverdiente 27:28 (12:14)-Niederlage kassierte. Zu allem Überfluss verletzte sich der Linkshänder Felix Thier sehr früh in der Partie schwer.

Der Rückraumspieler verdrehte sich in der ersten Spielminute ohne Kontakt mit dem Gegner das Knie. Eine genaue Diagnose steht noch aus, aber der Unglücksrabe vermutete unter Tränen selbst einen Kreuzbandriss. Das wäre dann die vierte schwere Verletzung dieser Art für ihn. „Das ist furchtbar“, bringt SG-Trainer Micky Reiners die erneute Verletzung auf den Punkt.

SG verdaut frühen Schock gut

Nach dem frühen Schock aber lieferte seine Mannschaft über weite Phasen eine richtig gute Partie ab und hätte das Spiel eigentlich gewinnen müssen. „Ich kann meiner Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen. Sie hätte den Sieg verdient gehabt. Minden weiß gar nicht, warum sie das Spiel gewonnen. Wir sind hier benachteiligt worden“, sagte Reiners mit Blick auf das Schiedsrichtergespann Johnen und Müller aus Mönchengladbach.

Und in der Tat hatten die heimischen Ballwerfer unter den zahlreichen Fehlentscheidungen der Unparteiischen zu leiden. Ein besonders eklatantes Beispiel gab es zwanzig Sekunden vor Schluss, als Rafael Dudczak völlig frei vor dem Kreis vor dem Tor der Gastgeber stand und die beiden Schiris auf Kreis ab entschieden. „Eine andere Szene war die, als Mindens Starr vier Metern vor unserem Tor stand und einen Treffer erzielte. Alle in der Halle haben es gesehen, nur die beiden Schiedsrichter nicht“, war nicht nur Micky Reiners fassungslos. Ärgerlich auch, dass ein Mindener Akteur für einen Schlag ins Gesicht von Luca Giacuzzo nur eine Zeitstrafe erhielt, Max Klein aber nach einer vergleichbaren Attacke Rot sah (23.).

Wölfe können Führung nicht behaupten

„Es waren sicherlich viele Entscheidungen, die gegen uns fielen. Aber wir haben auch Fehler gemacht“, lenkte die SG-Vorsitzende Birgit Völker-Albrecht den Blick auf das Spiel. Allerdings stimmte in der kleinen Sporthalle Dankersen die Einstellung der heimischen Ballwerfer. Die Wölfe kämpften und überließen den Hausherren keinen Zentimeter Platz auf der Platte kampflos. So entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie, die lange ausgeglichen war. Erst zum Ende der ersten Halbzeit konnte sich Minden einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten. Mit 14:12 wurden die Seiten gewechselt.

Doch dieser Rückstand sollte nur eine kurzfristige Geschichte für die Hönnestädter sein. So konnten sich die Wölfe bis zur 42. Minute sogar einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiten, als Sebastian Loos zum 21:18 traf. Die Gastgeber kamen aber wieder heran und in der 49. Minuten herrschte nach Huckaufs Treffer wieder Gleichstand 23:23. In den letzten Minuten der Partie suchte jedes Team die Entscheidung, den Ausschlag gaben dann in der Summe die fehlerhaften Entscheidungen der beiden Herren von Niederrhein. Leider gegen die Wölfe.

Der Glaube an das Team ist ungebrochen

Als erste lenkte Birgit Völker-Albrecht dann den Blick nach vorne. „Wir können den Klassenerhalt immer noch schaffen, die Jungs haben schon oft genug gezeigt, dass sie das Zeug für die dritte Liga haben“, gibt sich die SG-Vorsitzende kämpferisch. Jetzt heißt es erstmal Daumen drücken für Felix Thier. Hoffentlich fällt die Diagnose nicht so hart aus.

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