Eishockey

Iserlohn Roosters: Das hält Boss Brück von DEB-Forderung

Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters, kritisiert den DEB.

Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters, kritisiert den DEB.

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Iserlohn.  Wolfgang Brück ist ein Freund deutlicher Worte. In unserem Podcast findet der Boss der Iserlohn Roosters solche. Und dem DEB rät er etwas.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wenn er gefragt wird, antwortet Wolfgang Brück. Klar und deutlich, ohne Umschweife. Bevor die Iserlohn Roosters am Freitagabend mit ihrem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt (19.30 Uhr) die so genannte Deutschland-Cup-Pause in der Deutschen Eishockey Liga beenden, haben wir den Roosters-Boss gefragt – zu zwei emotionalen Themen.

In der aktuellen Folge unseres Eishockey-Podcasts „Overtime – der Eishockey-Podcast rund um die Iserlohn Roosters“ (oben) spricht Brück zum einen über die bisherigen 17 Spiele des Tabellenzehnten aus dem Sauerland. „Meine Zufriedenheit ist differenziert“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Roosters. „Wir waren und sind eine Wundertüte.“

Manchmal schützt sich Hommel vor Brück

Besonders die Niederlage in Schwenningen, „das Spiel war grottenschlecht“, ärgert Brück immer noch. Im Podcast verrät er auch, wie er bei solchen Pleiten reagiert – und wie sich seine Sportliche Leitung um Christian Hommel am besten vor ihm schützt. „Ich finde, Platz zehn ist okay, und ich finde, dass es Dinge gibt, die sich sehr positiv entwickelt haben“, sagt Brück, das Aber schwingt in seinen Worten jedoch mit.

Brück ist aber nicht nur Roosters-Boss, sondern zudem Aufsichtsratsmitglied der DEL – und als solches verfolgte er die Diskussion um eine weitere, schnellere Reduzierung der Ausländerplätze in der Liga mit einem besonderen Augenmerk.

Während des Deutschland-Cups in Krefeld stellte Stefan Schaidnagel, Sportdirektor des Deutschen Eishockeybundes (DEB) die Vereinbarungen zwischen Liga und Verband bekanntlich in Frage. Derzeit dürfen elf so genannte Kontingentspieler verpflichtet und neun in einem Spiel eingesetzt werden. Bis 2026 will der Verband die Ausländerstellen pro Klub auf maximal sechs beschränken. „Es ist an der Zeit, wieder einen Schritt zu tun“, hatte DEB-Präsident Franz Reindl in Krefeld gesagt, Schaidnagel hatte zur Eile gemahnt: „Es darf keine Zeit verloren werden.“

Brück staunt über Ligarivalen

Brück kritisiert den Vorstoß im Podcast deutlich und weist auf feste Regularien hin, die zum Beispiel die Roosters vorbildlich einhalten. Außerdem staunt er über Ligarivalen: „Niemand zwingt die Klubs, die jetzt bei dieser Diskussion aufspringen, mit neun Ausländern zu spielen.“

In Richtung Verband sagt der Roosters-Boss noch: „Wir werden populistische Maßnahmen nicht unterstützen, nur weil gerade Länderspielpause ist. Außerdem: Es mag ja sein, dass Dinge auch mal neu angedacht werden müssen, aber das mache ich nicht über die Medien. Was ist das für ein Umgang? Der DEB sollte lernen, dass ohne die DEL gar nichts geht.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben