Eishockey

Iserlohn Roosters: Strafzeiten bleiben ein heikles Thema

Strafzeiten minimieren: Das ist die Vorgabe an die Spieler der Iserlohn Roosters (hier Alexandre Grenier, li., während eines Duells mit Wolfsburgs Spencer Machacek).

Strafzeiten minimieren: Das ist die Vorgabe an die Spieler der Iserlohn Roosters (hier Alexandre Grenier, li., während eines Duells mit Wolfsburgs Spencer Machacek).

Foto: Imago

Iserlohn.  Vor dem DEL-Spiel am Dienstag in Mannheim sind Strafzeiten ein großes Thema bei den Iserlohn Roosters. Manager Hommel verteidigt seine Drohung.

Fünf Niederlagen in Folge lassen den Ton bei den Iserlohn Roosters rauer werden. „Wir können nicht wie in der Vergangenheit die Leute weiter spielen lassen, wenn sie uns Spiele kosten“, erklärte Christian Hommel, Manager des Klubs aus der Deutschen Eishockey Liga, vor dem Auswärtsspiel am Dienstag (19.30 Uhr) beim Tabellenvierten Adler Mannheim. Was Hommel damit meinte?

Vor der Partie bei der Düsseldorfer EG am vergangenen Sonntag hatte Hommel bei „MagentaSport“ seinen Unmut über zu viele unnötige Zeitstrafen seiner Spieler ausgedrückt – und mit Eiszeitkürzungen gedroht. Gegenüber dieser Zeitung präzisierte er: „Ich habe gesagt, wenn es weiter diese dummen Strafen gibt, muss auch mal einer mit weniger Eiszeit bedient werden.“

Roosters nicht das unfairste Team

Der Manager vertritt bei diesem Thema übrigens eine Meinung, die auch Trainer Jason O’Leary teilt.

Auch er kritisierte in der Vergangenheit des Öfteren die Häufung der Zeitstrafen, wenngleich die Roosters an Strafminuten gemessen längst nicht die unfairste Mannschaft der Liga sind. 190 Minuten weist die Statistik der DEL für die Sauerländer auf, München kommt auf den Höchstwert von 236 Minuten. Die wenigste Zeit auf der Strafbank verbrachten bislang die Spieler aus Bremerhaven mit 130 Minuten.

Hommel und O’Leary ärgern sich besonders über Strafen, welche sich ihre Spieler in der Offensive, also im Drittel des Gegners einhandeln. Wie es in Düsseldorf zum Beispiel Julian Lautenschlager früh passierte – oder dem erfahrenen Jens Baxmann in der am Ende spielentscheidenden Phase.

Hommel kritisiert Baxmann-Strafe

Obwohl: Die Strafe gegen Baxmann brachte Hommel aus einem anderen Grund auf die Palme. „Es gibt keinen Grund, unsere undisziplinierte Art aus den letzten Spielen zu entschuldigen. Aber heute war es sehr unglücklich, wie wir in einer entscheidenden Situation fragwürdig auf die Strafbank mussten“, sagte Hommel, „die Strafe gegen Baxmann war ein Undingen.“

So erklärt O'Leary den Party-Trip der Iserlohn Roosters
So erklärt O Leary den Party-Trip der Iserlohn Roosters

Nach einem Zweikampf war der Roosters-Verteidiger gefallen und hatte dabei den Stock nicht mehr kontrollieren können. Die Folge: Zwei Minuten wegen zu hohen Stocks.

Insgesamt war Hommel mit dem Auftritt des Teams in Düsseldorf trotz der 2:4-Niederlage zufrieden. „Eine solide Leistung, phasenweise wurde das System besser umgesetzt“, sagte er. Wenngleich: „Die Abschlussschwäche ist immer noch da. Chancen hatten wir genug...“, ergänzte er. Die Roosters agierten auf Augenhöhe mit der DEG, versäumten es aber, sich für ihre starke Vorstellung zu belohnen.

Trio fehlt auch in Mannheim

Die Abschlussschwäche gilt es deshalb schnellstmöglich abzustellen, wenn der Rückstand auf Platz zehn in der Tabelle nicht zu groß werden soll. Aktuell beträgt er nur drei Punkte bei einem absolvierten Spiel weniger.

Doch an diesem Dienstag wartet in Mannheim der nächste Härtetest gegen ein Top-Team der Liga. „Es wird schwer“, sagte O’Leary im Vorfeld, „die sind technisch sehr stark.“ Zudem fehlen weiterhin Daine Todd, Daniel Weiß und Jake Weidner. Dumme Zeitstrafen – sollten die Roosters umso mehr unbedingt vermeiden.

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