Handball, 3. Liga

Menden geht mit guten Aktien ins Kellerduell

Felix Thier jubelt nach einem Treffer – der Linkshänder ist für das Spiel in Minden noch fraglich.

Felix Thier jubelt nach einem Treffer – der Linkshänder ist für das Spiel in Minden noch fraglich.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Der Trend spricht für die der SG Menden Sauerland – doch das Formhoch bringt keine Punkte. Diese müssen am Samstag in Minden eingefahren werden.

Eine der wichtigsten Börsenweisheiten ist der Satz „The trend ist your friend“ – zu deutsch „der Trend ist dein Freund.“ Wenn es nach dieser simplen Weisheit geht, braucht man sich um die Drittliga-Handballer der SG Menden keine Sorgen machen. Denn die zeigen seit Wochen eine aufsteigende Tendenz und am Samstag ist man zu Gast bei der Reserve des Bundesligisten TSV GWD Minden. Anwurf der Partie in der gerade einmal 300 Zuschauer fassenden Sporthalle Dankersen ist um 19 Uhr.

Doch die sehr guten Leistungen in den vergangenen Wochen sind für SG-Trainer Micky Reiners kein Grund vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen. „In den nächsten Spielen geht es für uns ans Eingemachte. Da sollten wir schon punkten. Aber so denken die anderen auch. Minden wird auch sagen, da kommt Menden, die müssen wir schlagen“, so der SG-Trainer.

Bloß nicht abheben

Der dann auch einen Vergleich zieht. „Sicherlich haben wir gegen Wilhelmshaven über weite Strecken gut gespielt. Doch am Ende stand eine Niederlage. GWD hat gegen den Tabellenführer auch nur 30:31 verloren“, warnt er davor, die eigene Leistung gegen Wilhelmshaven verkehrt einzuschätzen.

Zumal man beim westfälischen Traditionsklub immer damit rechnen muss, dass Spieler aus dem Bundesliga-Kader zum Einsatz kommen. Das wäre zum Beispiel am Samstag möglich, denn der ostwestfälische Bundesligist ist erst am Sonntagnachmittag beim Rekordmeister THW Kiel im Einsatz. „Und von Minden nach Kiel ist es ja auch nicht so weit“, sagt Micki Reiners. Ein Kandidat für einen Doppeleinsatz wäre zum Beispiel Max Starr.

Die aktuelle Tabelle trügt

Micky Reiners lässt sich auch nicht vom Blick auf eine besondere Tabelle hinbringen. Denn in der dritten Liga entscheidet über den Abstieg bei Punktgleichheit am Saisonende der direkte Vergleich. Und da die Wölfe mit den beiden vor ihnen platzierten Teams von der Ahlener SG und dem Leichlinger TV punktgleich sind, die SG aber gegen diese beiden Teams eine positive Bilanz aufweist, stünden die Mendener wenn die Saison heute zu Ende wäre genau über dem Strich. „Dieser 13. Platz würde uns zum Klassenerhalt reichen. Aber wir wissen, dass bis dahin noch ein sehr weiter Weg ist“, lässt sich Reiners nicht von irgendwelchen Zahlenwerk blenden.

Deshalb zählt im Moment einfach nur das Spiel am Samstag. „Und da müssen wir wieder alles raushauen, war wir haben. Wir wollen die Leistungen der vergangenen Wochen bestätigen“, sagt Reiners. Und wie das geht, haben ja zuletzt die Spiele gegen die Zweitliga-Absteiger VfL Eintracht Hagen und den Wilhelmshavener HV gezeigt. Schaffen es die Mendener an diese Leistungen anzuknüpfen, steigen die Aktien der Reiners-Sieben auf einen Erfolg – es wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Zimny bis Ende des Jahres raus

Personell ist die Situation bei den Wölfen sehr übersichtlich. In dieser Woche konnte Linkshänder Felix Thier aufgrund eines Infekts nicht trainieren. Doch Reiners rechnet fest mit einem Einsatz seines Rückraumakteurs. Nicht mit dabei wird auch diesmal Matthias Zimny sein. Der Youngster, der in der vergangenen Spielzeit eine grandiose Saison erlebte, hat seit vielen Wochen Probleme mit dem Wurfarmen. „Er wird in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen“, plant Reiners erst im neuen Jahr wieder mit dem Handballer.

Doch auch ohne Zimny und gegebenenfalls ohne Thier dürfte die SG mit einer schlagkräftige Truppe in Ostwestfalen auflaufen – einer, die über genug Kapital verfügt, um das eigene Punktekonto um zwei Zähler aufzustocken.

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