Handball, 3. Liga

Mendener Wölfe wollen gegen Wikinger nachlegen

Dorian Gollor (links) und Christian Klein schreien ihre Freude über den ersten Saisonsieg in eigener Halle gegen Gummersbach heraus. Am Samstagabend soll in Neuss Sieg Nummer drei folgen.

Dorian Gollor (links) und Christian Klein schreien ihre Freude über den ersten Saisonsieg in eigener Halle gegen Gummersbach heraus. Am Samstagabend soll in Neuss Sieg Nummer drei folgen.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  In der vergangenen Woche gelang den Handballern der SG Menden Sauerland der ersehnte Sieg in eigener Halle – jetzt wollen die Wölfe nachlegen.

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Der November gilt ja als der Monat der Besinnung und des Gedenkens. Dafür haben die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland aber keine Zeit, denn das Meisterschaftsrennen lässt den Wölfen keine Zeit zum Luft holen. An Allerheiligen geht es weiter, wenn die SG beim HC Rhein Vikings in Neuss zu Gast ist.

Das Team der Handballspielgemeinschaft aus den Städten Neuss und Düsseldorf ist in der Vorsaison aus der zweiten Liga abgestiegen. Nicht nur deshalb zeigt SG-Trainer Micky Reiners vor den „Wikinger“ den allergrößten Respekt. „Das ist eine Mannschaft mit sehr viel Erfahrung. Die sind auf jeder Position praktisch doppelt besetzt“, sagt der Mendener Coach. Vor allem die Torausbeute auf den einzelnen Positionen spricht für sich. Egal in welcher Besetzung sind so beispielsweise die Mittelleute für 50 Tore pro Saison gut. Eine ähnliche Effektivität gilt auch auf den anderen Positionen.

Nur einer spielt immer

„Die Vikings können ohne Qualitätsverlust durchwechseln“, sagt Micky Reiners. Hervorzuheben ist sicherlich Dennis Aust, der in dieser Saison bereits 46 Tore erzielt hat. „Das ist der einzige Spieler, der sechzig Minuten durchspielt“, so Reiners über den Rechtsaußen. Auffällig ist dann auch noch Zweimetermann Christoph Schlichting am Kreis.

Beeindruckt ist Reiners dann auch noch von der Flexibilität in den Spielsystemen. Egal ob es eine 6:0-Deckung ist, ein 3:3-System oder ein offensives 5:1 – die Rhein Vikings sind sehr variabel. „Sie beherrschen das sehr gut und wechseln dann schon mal spontan die Ausrichtung“, so Reiners. Da überrascht es dann doch, dass die Vikings recht durchwachsen in die Saison gestartet sind. Nach 4:6 Punkten aus den ersten fünf Spielen folgte eine 7:3-Serie. Mit Jörg Bohrmann verfügt der HC über einen Trainer mit Bundesliga-Erfahrung bei Bayer Dormagen.

Zimny fällt aus

„Wir müssen über die kompletten 60 Minuten hellwach sein“, sagt Micky Reiners mit Blick auf das flexible Spiel des Gegners. Der Trainer hofft natürlich, dass der Sieg gegen den VfL Gummersbach II in der Vorwoche seiner Mannschaft weitere Zuversicht eingeimpft hat. „Ich hoffe, dass war der Brustlöser für uns“, so Reiners. Allerdings weiß der Mendener Trainer auch, dass die Leistung seiner Elf gegen Gummersbach nicht fehlerfrei war. „Darum geht es jetzt aber auch nicht. Wir brauchen weitere Punkte und wir sind auch bei einem ehemaligen Zweitligisten nicht chancenlos“, so der Trainer.

Denn die Wölfe sollten punktemäßig schnell nachlegen, wenn man langfristig noch Chancen auf den Klassenerhalt haben will. „Eines ist ja klar, die Spiele werden immer weniger“, so Reiners vor dem Besuch bei den Rhein Vikings. Diesen wird Matthias Zimny wegen einer Mandelentzündung nicht mitmachen. Ansonsten sind alle Spieler des Kaders mit dabei wenn es heißt, Wölfe gegen Wikinger.

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