Eishockey

Roosters: So ungewöhnlich sucht ein Ex-Spieler neuen Klub

So jubelten die Iserlohn Roosters des Öfteren nach Treffern ihres damaligen Topscorers Jack Combs.

So jubelten die Iserlohn Roosters des Öfteren nach Treffern ihres damaligen Topscorers Jack Combs.

Foto: dpa

Iserlohn.  Er kam und ging als Topscorer – doch jetzt stoppt die Karriere dieses Ex-Spielers der Iserlohn Roosters. Seine ungewöhnliche Vereinssuche.

Die Nachricht eines ehemaligen Spielers der Iserlohn Roosters liest sich wie ein Hilferuf. „Ich bin bereit. Wer benötigt einen Torjäger?“, fragte der einstige Top-Scorer des Klubs aus dem Sauerland die Verantwortlichen der Eishockey-Welt. Ungewöhnlich und sehnsüchtig ist der 31-Jährige auf Vereinssuche.

Combs kam als DEL-Topscorer nach Iserlohn

Mit einer Nachricht auf Twitter ließ Jack Combs seine Follower wissen, dass er einen Klub sucht. Dass es sich bei dem Ex-Spieler der Roosters um Combs handelt, ist wenigstens ein bisschen erstaunlich. Im Sommer 2017 kam er vom Liga-Konkurrenten Bremerhaven an den Seilersee. Im Gepäck hatte er 27 erzielte Treffer, die ihn zum Torschützenkönig der Hauptrunde in der DEL gemacht hatten. Angebote etlicher Klubs lagen dem US-Amerikaner vor – er entschied sich für Iserlohn.

Und auch bei den Roosters traf Combs. 22 Tore, 12 Assists, in allen 52 Spielen der Hauptrunde stand er auf dem Eis – mit dieser Bilanz ging er mit den Iserlohnern in die Play-offs. Nach dem enttäuschenden Aus in den Pre-Play-offs gegen seinen Ex-Klub Bremerhaven endete allerdings auch für Combs nach nur einer Saison die Zeit am Seilersee.

Beim EHC Kloten in der Schweiz heuerte Combs in der vergangenen Serie an – und ist nun auf Vereinssuche. Unter anderem Via Twitter.

Das sagt der Eishockey-Experte

„Die Nordamerikaner sind ja oft auf „anderen“ Wegen unterwegs und mögen ja Twitter“, sagt dazu Eishockey-Experte Michael Krähling vom Eishockey-Magazin. Und er ergänzt: „Das scheint zumindest vereinzelt für einige auch bei der Vereinssuche eine Möglichkeit zu sein.“ Über Combs sagt Krähling: „In Kloten hat er nicht schlecht gepunktet, aber ich behaupte mal, dass auch dort schnell offensichtlich wurde, wo seine Defizite liegen.“

Etwas behäbig sei sein Spielstil kreidete man ihm damals bei den Roosters an. Außerdem fehlte Combs der Wille, seine Mannschaft auch bei der Defensivarbeit zu unterstützen. „Warum er keinen neuen Verein findet, weiß ich aber nicht“, sagt Roosters-Manager Christian Hommel auf Nachfrage nur.

Einige Fans – auch aus der DEL – haben in den Antworten auf den Combs-Tweet ihren Klub verlinkt. Doch die ungewöhnliche Suche dauert stand jetzt noch an.

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