Kreisliga A Arnsberg

SG Balve/Garbeck erlebt irren Schlagabtausch mit Grevenstein

Lukas Menz (rechts) und die SG Balve/Garbeck erleben ein verrücktes Spiel gegen die SG Grevenstein/Hellefeld/Altenhellefeld.

Lukas Menz (rechts) und die SG Balve/Garbeck erleben ein verrücktes Spiel gegen die SG Grevenstein/Hellefeld/Altenhellefeld.

Foto: Dietmar Reker

Garbeck.  So ein Fußballspiel erlebt man nicht alle Tage. Was die SG Balve/Garbeck und SG Grevenstein/Hellefeld/Altenhellefeld zeigen, ist völlig verrückt.

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Dieses Spiel war nichts für Herzkranke: Acht Tore, zwei Führungen jeweils für beide Mannschaften und am Ende werden die Punkte geteilt: Die SG Balve/Garbeck und die SG Grevenstein/Hellefeld/Altenhellefeld lieferten sich in der Kreisliga A Arnsberg ein echtes Spektakel. Nach 90 Minuten endete die Partie 4:4 (2:1).

Emotional ließ sich das Spiel für Balves Trainer Jan Gajewski äußerst schwer einordnen. „Wir hätten das Spiel natürlich gerne gewonnen, das wäre auch verdient gewesen, weil wir die bessere Mannschaft waren.“

Erstes Tor nach sechs Minuten

Lange gefackelt wurde am Holloh nicht. Nach sechs Minuten wurde Ewagelos Kyranas im Zentrum freigespielt und geht alleine auf den Gästekeeper zu. Der Balver behielt die Nerven und traf zum 1:0. Neun Minuten später glich Peter Liedhegener für die Spielgemeinschaft aus dem Mescheder Umland aus.

Die Gastgeber präsentierten sich jedoch in einer sehr guten Verfassung, kämpften, ackerten und ließen den Ball gut laufen. Folgerichtig dann die erneute Führung für die Hönnetaler. Aksu marschierte über die linke Seite und setzte Frederik Levermann in Szene, der das 2:1 erzielte.

Widerspan dreht auf

In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste direkt wieder zum Ausgleich Sergej Widerspan wird am Strafraum nur halbherzig angegangen, zieht ab- 2:2. Sechs Minuten später zappelte der Ball wieder in den Maschen. Wieder war es Widerspan, dieses Mal per Elfmeter, der erstmals die Dreifach-SG in Front brachte (55.).

Aber noch war genügend Zeit, um das Spiel wieder zu drehen. 15 Minuten vor dem Abpfiff segelte ein Eckball von rechts in den Grevensteiner Strafraum, der erste Schussversuch wurde abgewehrt, Jan Schneider kam an den Ball und knallte die Kugel an die Latte, der zweite Abpraller kam zu Sabio Tammaro, der den entscheidenden Impuls gab und zum 3:3 traf.

Die Freude über den Ausgleich hatte jedoch wieder eine kurze Haltbarkeit. Nur 180 Sekunden später rissen die Spieler der Gäste wieder die Arme in die Höhe. „Wir wollten nach dem 3:3 einfach zu viel und sind dann in einen Konter gelaufen. Sowas darf uns natürlich nicht passieren, da müssen wir geduldiger werden“, analysierte Jan Gajewski die Szene. Die Hausherren drängten auf das 4:3, rückten weit auf, was die Gäste zu einem Konter nutzten an dessen Ende wieder Sergej Widerspan seinen dritten Treffer des Tages erzielte.

Camminady per Volley zum 4:4

Der Schlusspunkt kam mit einem Knall: Ein Freistoß von der rechten Seite segelte in den Strafraum der SG Grevenstein/Hellefeld/Altenhellefeld, Torhüter Jannik Ackerschott wehrte den Ball in der Luft ab, Mirco Camminady bedankte sich, nahm den Ball volley und versenkte zum Schlusspunkt dieses verrückten Spiels.

Für die Moral seiner Mannschaft fand Gajewski die passenden Worte: „Das war eine richtig gute Leistung. Meine Mannschaft hat begriffen, worauf es in unserer Situation ankommt.“

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