Handball

SG Menden Sauerland gibt Sieg in Volmetal aus der Hand

Lange Gesichter auf der Auswechselbank der SG Menden Sauerland. In der Schlussphase des Derbys beim TuS Volmetal gelingt den Mendenern sieben Minuten lang kein Treffer mehr – und so fährt die SG erneut mit leeren Händen heim.

Lange Gesichter auf der Auswechselbank der SG Menden Sauerland. In der Schlussphase des Derbys beim TuS Volmetal gelingt den Mendenern sieben Minuten lang kein Treffer mehr – und so fährt die SG erneut mit leeren Händen heim.

Foto: Dietmar Reker

Volmetal.  Dramatische Schlussphase: Die Handballer der SG Menden Sauerland unterliegen nach Führung in Volmetal. Dabei sah es lange gut aus.

Marc Rode kam nach dem Spiel gar nicht mehr aus den Gratulationen heraus, viele Anhänger des Handball-Drittligisten TuS Volmetal beglückwünschten den Übungsleiter nach dem 22:19 (12:13)-Sieg seines Teams im Derby gegen die SG Menden Sauerland Wölfe. Rode wirkte geschafft, was angesichts der zuvor gespielten 60 Minuten auch keine Überraschung war.

Schön war es dabei nicht immer, was beide Teams in einem nervenaufreibenden Spiel zeigten. Der Beginn der Partie ließ allerdings anders an, sowohl die Volmetaler wie auch die Mendener zeigten schnelle Angriffe und schöne Spielzüge. Während sich auf Volmetaler Seite die Torschützen abwechselten, war es bei der SG vor allem der starke Moritz Eigenbrodt, der oft den Abschluss erfolgreich suchte und seine Farben damit gut in der Partie hielt.

Dudczak sorgt für erste Gästeführung

Doch so recht absetzen konnte sich kein Team, was vor allen Dingen an den beiden sehr gut aufgelegten Torhütern lag. Immer wieder vereitelten Sydney Quick auf Volmetaler und Kevin Peichert auf Mendener Seite gute Gelegenheiten. Erst beim Stand von 8:9 durch SG-Kreisläufer Rafael Dudczak konnten die Gäste erstmals die Führung übernehmen, die sie in der Folge bis zur Halbzeit auch verteidigen konnten. Julius Blümel sorgte mit seinem Treffer zum 12:13 aus Volmetaler Sicht für den Schlusspunkt der ersten Halbzeit.

Ausgeglichen gestaltete sich dann auch der zweite Spielabschnitt – und das lag vor allem an den vielen falschen Entscheidungen und falschen Abschlüssen, die sich das Mendener Team zu Beginn von Hälfte zwei leistete. Christian Klein sorgte erst nach elf Minuten per Strafwurf für den ersten Treffer der SG, die sich auch fortan immer wieder die Zähne an der Defensive der Rode-Sieben ausbissen. „Mit welcher Leidenschaft wir heute verteidigt haben, war herausragend“, sagt Volmetals Trainer Rode nach der Partie.

Die Torhüter dominieren

Absetzen konnte sich der TuS wiederum nicht – der Grund dafür stand zwischen den Pfosten des Mendener Tors. Der zur Pause gekommene Christoph Weber sorgte mit seinen Paraden dafür, dass die SG trotz vollkommen harmloser Offensive in der Partie blieb und sich sogar beim 17:19 sieben Minuten vor dem Spielende große Hoffnungen auf den zweiten Saisonsieg machen durfte.

„Das was dann kam, war katastrophal. Wir haben es in dieser Saison schon mehrfach verpasst, ein Spiel zu zumachen, heute war wieder so ein Spiel“, sagte ein sichtlich enttäuschter Mendener Trainer Micky Reiners nach der Spiel. Die Enttäuschung entstand durch die Schwächephase seines Teams in der entscheidenden Phase des Spiels, denn die SG blieb nach dem Treffer von Eigenbrodt zum 17:19 bis zum Spielende ohne eigenen Treffer.

SG kassiert am Ende einen 0:5-Lauf

Schuld daran war Volmetals Schlussmann Sidney Quick, der in der gesamten zweiten Halbzeit zwölf Mal parierte. Die Initialzündung in der Schlussphase gab aber seine Kollege Jannis Michel, der Christian Klein bei einem Strafwurf den Zahn zog und damit die ausverkaufte Volmetaler Halle zum kochen brachte.

Am Ende machte die SG die Deckung auf, was die Gastgeber clever zu nutzen wussten und mit erfolgreichen Abschlüssen spielentscheidend bestraften. Während sich die SG-Akteure enttäuscht vor ihrem zahlreichen Anhang aufbauten, tanzten auf der anderen Seite die Volmetaler, die damit vorerst den vorletzten Tabellenplatz verlassen – die SG aus Menden hingegen bleibt auch nach diesem Spieltag Tabellenschlusslicht.

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