Eishockey

So kämpft Tom-Eric Bappert in Krefeld um seine DEL-Rückkehr

Er will in Krefeld wieder DEL spielen: Der Mendener Tom-Eric Bappert empfiehlt sich mit starken Leistungen in der Oberliga.

Er will in Krefeld wieder DEL spielen: Der Mendener Tom-Eric Bappert empfiehlt sich mit starken Leistungen in der Oberliga.

Foto: www.kev81.de

Menden.  Nach einem enttäuschenden Jahr bei den Iserlohn Roosters kämpft der Mendener Tom-Eric Bappert um seine DEL-Rückkehr. So geht es ihm in Krefeld.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Vereinswechsel in der Deutschen Eishockey Liga vollziehen sich in der Regel im Stillen und schlagen auch anschließend keine Wellen. Auf diesen – traf das damals nicht zu. Denn der Mendener Tom-Eric Bappert stichelte verbal gegen die Iserlohn Roosters, als ihn die Krefeld Pinguine als neuen Spieler präsentierten. Doch wie geht es dem 20-jährigen Sauerländer nach dem ersten Drittel der neuen Saison?

Bappert vorerst in der Oberliga

„Mir geht es gut“, antwortet Bappert auf Nachfrage dieser Zeitung. Dass er für die Pinguine erst ein Mal in der DEL auf dem Eis stand, ändert daran nichts. „Das war für den Start der Saison so geplant, nachdem ich in der vergangenen kaum gespielt habe“, erklärt er.

Ein Rückblick: „Für mich waren die Roosters die erste und die beste Option“, sagte Tom-Eric Bappert im Juli 2018 in der Eishalle am Seilersee. Der Junge aus Menden, der in der Nachbarstadt seine ersten Schritte auf dem Eis machte und seine Karriere im Eishockey startete, war wieder zurück. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, erklärte Bappert, der das Sauerland mit 15 Jahren verlassen hatte, um an die RB-Akademie nach Salzburg zu wechseln. Nach zwei Jahren zog es ihn aus Österreich für ein Jahr zum Kölner EC in die DNL – und dann nach Nordamerika in die Ontario Hockey League zum Junioren-Eishockeyteam Saginaw Spirit. Allerdings begann dort eine Leidenszeit, die Bappert mit der Rückkehr in die Heimat nach Iserlohn beenden wollte.

Zwist mit den Roosters abgehakt

Doch der junge Spieler und die damalige sportliche Leitung der Roosters fanden nicht zusammen.

Nach der Unterschrift in Krefeld wurde der Mendener schließlich in einer Pressemitteilung seines neuen Klubs wie folgt zitiert: „Vor einem Jahr habe ich mich für Iserlohn entschieden, um näher bei meiner Familie zu sein. Leider ist das im Nachhinein keine gute Entscheidung gewesen. Zwar habe ich 20 DEL-Spiele in meiner Vita stehen, aber Eiszeit hatte ich keine.“

Das wiederum wollte Roosters-Boss Wolfgang Brück nicht auf seinem Verein sitzen lassen. Öffentlich antwortete er verärgert: „Was zählt, ist eine hundertprozentige Leistung, immer und überall. Diese Einstellung hat er nie an den Tag gelegt. Anstatt sich so zu äußern, hätte er sich mal an die eigene Nase fassen und sich ein Beispiel etwa an Lean Bergmann nehmen sollen.“

Mittlerweile ist dieses Theater allerdings abgehakt.

In Krefeld will sich Bappert über starke Leistungen im U23-Team in der Oberliga für höhere Aufgaben empfehlen. „Grundsätzlich sind wir mit Tom-Eric bislang sehr zufrieden“, sagt Matthias Roos, Geschäftsführer der Pinguine, „im U23-Team, wo er in dieser Spielzeit größtenteils zum Einsatz kommen soll, übernimmt er die ihm angedachte Führungsrolle und erhält die notwendige Spielpraxis.“

Fünf Tore und sieben Assists weist die Statistik bislang für den Verteidiger auf. „Ich bekomme jedes Spiel rund 30 Minuten Eiszeit und das tut mir sehr gut, um wieder reinzukommen, nachdem ich in der vergangenen Saison kaum gespielt habe“, sagt der Sauerländer. Mit Blick auf Einsätze in der DEL, in welcher die Pinguine zuletzt mit Siegen in Mannheim (6:3) und gegen Düsseldorf (4:3) überraschten, erklärt Bappert nur: „Der Zeitpunkt, an dem ich DEL spiele, wird schon kommen.“

Finanzielle Sorgen der Pinguine

Dem stimmt Roos zu. „Er entwickelt sich kontinuierlich weiter und zeigt in jeder Trainingseinheit mit den Profis, dass er auf diesem Level spielen kann“, sagt der Manager.

Das nächste Duell der Pinguine mit den Iserlohn Roosters ist für den 12. Januar terminiert. Tom-Eric Bappert würde den Sprung in die DEL bis zu diesem Datum gerne geschafft haben. Noch ist die Gefahr eines frühzeitigen Krefelder Saison-Aus’ auf Grund finanzieller Probleme aber nicht gebannt. „Für uns ist das eigentlich nebensächlich“, sagt Bappert kurz und knapp, „wir konzentrieren uns nur aufs Eishockey.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben