Infrastruktur

Vorgezogene Bescherung für Sportfreunde Hüingsen

Manfred Mösta (links) und der 1. Vorsitzende Dirk Gottschalk freuen sich auf die Baumaßnahmen. .

Manfred Mösta (links) und der 1. Vorsitzende Dirk Gottschalk freuen sich auf die Baumaßnahmen. .

Foto: Thomas HagemanN

Menden.  Die Sehnsucht der Sportfreunde Hüingsen und des gesamten Dorfes nach einem Gemeinschaftshaus sind groß. Jetzt steht das Projekt vor dem Start.

Die Sportfreunde Hüingsen haben seit mehr als zweieinhalb Jahren einen Traum. Und zwar soll im Ohl aus dem aktuellen Vereinsheim ein Dorfgemeinschaftshaus werden, das dem Fußballverein, seinen Mitgliedern und allen Hüingsern die Möglichkeit gibt, sich problemlos zu treffen und miteinander zu kommunizieren. Jetzt beginnen sich die Sehnsüchte der Sportfreunde endlich zu erfüllen.

Für die Hüingser Fußballer wird der barrierefreie Dorfgemeinschaftsraum besonders wichtig. „Dadurch ermöglichen wir auch unseren zahlreichen behinderten Mitgliedern die Teilnahme am Vereinsleben“, erklärt Manfred Mösta, der Geschäftsführer der Sportfreunde Hüingsen. Jetzt biegt dieses Projekt auf die Zielgerade ein. Denn in desen Tagen werden die entsprechenden Verträge zwischen der Stadt und dem Verein unterzeichnet. Als nächstes werden dann die Bauanträge gestellt. „Es wäre wunderbar, wenn wir noch in diesem Jahr anfangen könnten“, sagt Mösta.

Dann wären rund dreißig Monate voller Gespräche und Verhandlungen, unzähliger Sitzungen in den verschiedenen Gremien vergessen. „Ein wenig ist das schon wie eine vorgezogene Bescherung“, lacht der Hüingser Offizielle.

Eigenleistung von 100.000 Euro

Mehr als 230.000 Euro wird es für diese Fördermaßnahme von der öffentlichen Hand geben. Ein großer Anteil wird von den Sportfreunden in Eigenleistung erbracht. Außerdem dürfte die Zahl der finanziellen Eigenleistung des Klubs bei rund 100.000 Euro liegen. Für die Sportfreunde ist das Gemeindehaus absolut existenznotwendig. Gemeinschaftsbildende Maßnahmen im Trockenen, das Warten im Warmen - eigentlich Selbstverständlichkeiten im normalen Vereinsleben.

Dass sich die Sportfreunde da gegenüber den anderen heimischen Vereinen in Menden im Nachteil sehen, mag Mösta erst gar nicht besonders herausstellen. „Unser Verein wünscht sich das seit Jahrzehnten“, betont der Hüingser über die aktuellen Standortnachteile seines Klubs.

Der lange Weg zum Gemeindehaus zeigt aber auch, dass der Verein für weitaus mehr steht, als den Ergebnissen nach Sportveranstaltungen. „Man kann es auch so sagen. Der Sportverein ist wie ein kleiner mittelständischer Betrieb, der ehrenamtlich geführt wird“, sagt Manfred Mösta. Allerdings weiß der Hüingser Funktionär auch, dass er sich auf die Vereinsmitglieder verlassen kann.

Helfer stehen bereit

„Da haben sich schon einige gemeldet, die beim Bau mit anfassen wollen“, berichtet Manfred Mösta. Ob es um das Fliesenlegen oder die Pflasterarbeiten geht - die Mitglieder der Sportfreunde wollen sich einbringen und mit anpacken. „Das hat man uns schon signalisiert“ erzählt der Geschäftsführer der Sportfreunde.

Für den Hüingser Verantwortlichen und seine Mitstreiter ist die Entscheidung für das Dorfgemeinschaftshaus alternativlos. „Es mag sicherlich Vereine geben, die schauen mehr auf die sportlichen Erfolge. Aber für uns ist es einfach wichtig, die Struktur unseres Vereines weiter zu verbessern“, steht man in der Republik ganz deutlich für die Ansage „Steine statt Beine“.

Schalke kommt zur Sportwoche

Mit einer Bauzeit von gut einem Jahr rechnet man bei den Sportfreunden. Das würde bedeuten, dass die traditionelle Hüingser Sportwoche - die im kommenden Jahr zum 50. Mal stattfindet - neben einer Baustelle stattfindet.

Auf der Veranstaltung würde man auch den Ehrengast der Jubiläumsausgabe der Sportwoche, die Traditions-Elf des FC Schalke 04, dann empfangen. „Das dürfte wohl das kleinste Problem sein,“ sagt Mösta. In der Tat, wenn man auf die lange Wartezeit auf die Erfüllung des großen Traumes blickt.

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