KICKBOXEN

Mülheimer Kickboxer greift in Russland nach dem WM-Titel

Erhält in Russland die Chance auf seinen zweiten WM-Titel: Der Mülheimer Andreas Bastron.

Erhält in Russland die Chance auf seinen zweiten WM-Titel: Der Mülheimer Andreas Bastron.

Foto: Kerstin Bögeholz / Funke Foto Services

Mülheim.  Der Mülheimer Andreas Bastron kämpft am Freitagabend in Tver um den Weltmeisterschaftstitel im K-1. Sein Gegner ist die Nummer drei der Welt.

„Ich habe noch nie so hart trainiert“, sagt Andreas Bastron. Kein Wunder, denn der Mülheimer Kickboxer kämpft am Freitagabend in Russland um einen WM-Titel im sogenannten K-1. Dazu musste der seit Kurzem 27-Jährige einige Kilogramm abnehmen.

Der Mülheimer kämpft im Yubileiny Ice Palace von Tver (180 km von Moskau entfernt) in der Klasse bis 84 Kilogramm. Zuletzt war er deutlich weiter oben in der Klasse bis 96 kg unterwegs. „Ich habe keine besondere Diät gemacht, sondern einfach hart trainiert“, berichtet Bastron. Er fühle sich nun besser als vor seinem letzten Kampf in China im Frühsommer, auch weil die Pause zwischen den beiden Kämpfen nun nicht so lang war wie vor dem Duell in Fernost.

Gegner wird auf Rang drei der Weltrangliste geführt

Sein Gegner Alexander Malofeev ist nicht nur der stärkste Kämpfer Russlands in seiner Gewichtsklasse, sondern wird in der Weltrangliste der World Kickboxing Federation auf Rang drei in der Klasse bis 84 kg geführt. Bastron hat sich jede Menge Videos seines Kontrahenten im Internet angeschaut und versucht, dessen Schwächen herauszufinden. Ein schwerer Kampf wird es allemal. „Der Gegner ist aber auch immer nur so stark, wie man es zulässt“, betont Bastron. Darüber hinaus kann er sich auf die Tipps seines langjährigen Trainers Roman Logisch verlassen. „Durch ihn bin ich schon in ganz viele Länder gekommen“, sagt der Mülheimer.

Die Veranstaltung wird in Russland ziemlich groß aufgezogen. Der Kampfsport ist dort wesentlich populärer als hierzulande. „Es hängen überall große Werbebanner auf den Straßen“, weiß Andreas Bastron. Sein Duell ist das Hauptevent des Abends und wird zur russischen Prime-Time auf dem Sportsender Match TV live übertragen. „Ich werde alles dafür tun, um den Gürtel nach Hause zu holen“, verspricht der 27-Jährige, der im Mai 2018 in Wien zum ersten Mal Weltmeister geworden war. „In Russland zu kämpfen, macht nicht jeder, aber ich freue mich auf die Herausforderung“, sagt er.

Am Samstag bereits zurück nach Deutschland

Am Mittwoch ging es mit dem Flieger gen Russland, am Donnerstag stand die Waage auf dem Programm. Am Samstag geht es bereits zurück nach Deutschland. Hoffentlich mit einem Gürtel im Gepäck. „Ich habe auf jeden Fall wieder Blut geleckt“, verrät Bastron.

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