BADMINTON

Mülheimerinnen führen Deutschland ins EM-Halbfinale

Fabienne Deprez schaltete rechtzeitig einen Gang hoch.

Fabienne Deprez schaltete rechtzeitig einen Gang hoch.

Foto: Dana Pusch / FUNKE Foto Services

Mülheim/Liévin.  Deutschlands Badminton-Damen stehen im Halbfinale der Team-EM. Mehrere Mülheimerinnen hatten daran einmal mehr ihren Anteil.

Mit einem glatten 3:0 über Ungarn haben die deutschen Badminton-Frauen das Halbfinale bei der Team-EM erreicht und sich damit gleichzeitig für die WM qualifiziert. Mehrere Spielerinnen aus Mülheim hatten ihren Anteil daran.

Im Viertelfinale kamen nur Yvonne Li, Fabienne Deprez und Miranda Wilson in den Einzeln zum Einsatz. Alle drei leben und trainieren in Mülheim. Nach dem 3:0 mussten die Doppel gar nicht mehr ausgespielt werden, so dass mit Lara Käpplein die einzige Spielerin des 1. BV Mülheim nicht zum Einsatz kam.

Yvonne Li: „Es war besser, als an den letzten beiden Tagen“

„Es war besser als an den letzten beiden Tagen. Ich habe mich gut gefühlt auf den Beinen. Die Bälle sind immer noch sehr langsam, dadurch haben wir viele lange Ballwechsel gespielt. Obwohl es am Ende deutlich war, waren viele Ballwechsel hart umkämpft“, gab Yvonne Li nach ihrem Zwei-Satz-Erfolg über Laura Sarosi zu Protokoll.

Fabienne Deprez hatte ihre Mitspielerinnen nach den drei glatten 5:0-Erfolgen in der Vorrunde noch vor der Herausforderung im Viertelfinale gewarnt: „Wir hatten jetzt drei easy Teammatches, in denen wir auch mit 50 oder 60 Prozent unseres Könnens gewonnen hätten. Wir müssen aufpassen, dass wir aus diesem Trott rauskommen, mit ‚Halbgas‘ zu spielen.“ Genauso habe sie sich anschließend im Match gefühlt. „In den ersten anderthalb Sätzen kam ich nicht aus dem Trott raus. Dann aber habe ich die Beine in die Hand genommen und durchgezogen. Das war echt schwierig, aber ging glücklicherweise noch einmal gut“, so 28-Jährige.

Miranda Wilson verwandelt den Matchball

Den Matchball verwandelte schließlich Miranda Wilson. „Ich war schon nervös“, gestand die 19-Jährige hinterher. „Ich wusste aber auch, dass ich ein großes Team hinter mir habe und die Doppel sehr, sehr stark sind, die noch nach mir gespielt hätten. Die Atmosphäre im Team ist sehr gut“, sagte Wilson.

Im Halbfinale trifft das deutsche Team am Samstagmorgen auf die ungesetzten Schottinnen, die im Viertelfinale die an Position zwei gesetzten Russinnen mit 3:0 aus dem Wettbewerb beförderte. Das zweite Halbfinale bestreiten Gastgeber Frankreich und Top-Favorit Dänemark.

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