Niederrheinpokal

Was für RWO nach dem Sieg beim KFC noch alles möglich ist

So sieht eine geschlossene Einheit aus: Oberhausen feiert den Sieg. Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

So sieht eine geschlossene Einheit aus: Oberhausen feiert den Sieg. Foto: Micha Korb Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Das Pokalspiel beim KFC Uerdingen hat gezeigt: RWO will es in der Rückrunde richtig wissen. Was geht noch, wenn alles gut läuft?

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Nach dem Abpfiff in Uerdingen war allen Beteiligten aus Oberhausen klar, das gerade etwas Besonderes passiert war.Trainer Mike Terranova sagte nach dem Pokalspiel in Uerdingen: „Bei einigen Spielern hat es richtig klick gemacht.“ Kapitän Patrick Bauder meinte nach dem Kraftakt in der Grotenburg: „Seit Beginn der Vorbereitung ist ein ganz neuer Zug zu spüren.“ Bis auf den erneut verletzten Robert Fleßers, dem Terranova bescheinigt, im Training auch alles gegeben zu haben, zeigte sich im Spiel gegen den KFC, dass eine RWO-Mannschaft mit allen Leistunsträgern und in guter körperlicher Verfassung auch Liga-Schwergewichte schlagen kann.

Was eben für das Rest-Fußballjahr in Sachen Pokal und Meisterschaft optimistisch stimmen kann. In zwei Wochen geht es zu Viktoria Köln, im März steht ein Pokal-Halbfinale gegen einen noch offenen Gegner an.

Ein Ruck ist durchs Team gegangen

Es scheint also wirklich ein Ruck durchs Team gegangen zu sein. Optisch wurde das besonders deutlich, als Philipp Gödde in der Schlussphase KFC-Verteidiger Alexander Bittroff enteilte und überlegt zur 2:0-Entscheidung einschob. Die gesamte Mannschaft stürmte nach vorn zum Schützen, auch die gesamte Bank einschließlich Masseur Andy Münker enterte das Spielfeld, um Gödde zu gratulieren.

Mal sportlich gesehen

Die letzten Minuten brachten die Rot-Weißen souverän über die Runden, Uerdingen hatte sich an der kompakten Darbietung der Oberhausener erschöpft und war nicht mehr in der Lage, Gefahr zu produzieren. So sehr Torwart René Vollath dies auch mit langen Bällen in die Spitze versuchte. Die Hausherren gaben sich geschlagen, der ohnehin traditionell heikle KFC-Anhang verließ schon weit vor dem Abpfiff scharenweise das Stadion. Was der schwerreiche Klubsponsor Mikhail Ponomarev dazu zu sagen hatte, ist nicht überliefert.

Wer allerdings seine Spieler nach einem 0:0 in einem Testspiel gegen einen Oberligisten öffentlich zur Schnecke macht, dürfte nach einer Heimniederlage in einem ungleich bedeutenderen Spiel mindestens ähnlich reagieren. Schon bei seiner Unterstützung für den DEL-Verein Düsseldorfer EG produzierte er letzten Endes vergiftete Klima. Das war und ist bei RWO ganz anders.

Geschlossene Vorstellung

Sportlich gesehen: Die Mannschaft präsentierte sich so geschlossen wie vielleicht in der Rückrunde des vergangenen Jahres. Sie trat von Spieler eins bis Akteur 19 mit gesamten Trainer- und Betreuerstab als Einheit auf. Selbst altgediente Fahrensleute wie etwa Jannik Löhden ließen sich von der Magie einfangen und hüpften wie ein Teenager über den Rasen. Auch wenn manche wissen, dass sie den Verein verlassen müssen, dass ihre Verträge nicht verlängert werden. Der Augenblick dieses Nachmittags hat ihnen gezeigt, was Teamgefühl bewegen kann. RWO kann Rückrunde, das hat sich wieder einmal gezeigt.

Dass Uerdingen angeschlagen wirkt, kann letzten Endes Viktoria Köln freuen, die es damit in der Meisterschaft leichter haben könnten. RWO hat bei einem Spiel mehr zehn Punkte Rückstand auf Krefeld und Viktoria. Mike Terranova wäre nicht er selbst, wenn er nicht insgeheim doch mal auf die Tabelle schauen würde. Was geht?

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