Fußball

Raphael Steinmetz: „Wir wollen das Maximum erreichen“

Gibt nicht nur auf dem Rasen im RWO-Trikot die Richtung vor: Raphael Steinmetz feierte als SWA-Trainer zuletzt den Sieg im Spitzenspiel gegen den SC Buschhausen 1912.

Gibt nicht nur auf dem Rasen im RWO-Trikot die Richtung vor: Raphael Steinmetz feierte als SWA-Trainer zuletzt den Sieg im Spitzenspiel gegen den SC Buschhausen 1912.

Foto: Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  RWO-Spieler Raphael Steinmetz steht als Trainer mit SW Alstaden auf Platz zwei in der Kreisliga A. Als Erfolgsgarant sieht er den Teamgeist.

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Es dürfte ein Fußball-Wochenende ganz nach dem Geschmack von Raphael Steinmetz gewesen sein. Erst erzielte der 25-Jährige im Freitagabendspiel seiner Kleeblätter beim Sieg gegen den Bonner SC per Elfmeter das entscheidende 1:0, während er nur 48 Stunden später den nächsten Dreier bejubeln durfte. Dieses Mal nicht im RWO-Trikot, sondern an der Seitenlinie als Chefcoach des A-Kreisligisten SW Alstaden, der im Spitzenspiel daheim gegen den SC Buschhausen 1912 mit 4:3 die Oberhand behielt.

Es war bereits der zwölfte Sieg in dieser Spielzeit für die Alstadener, die damit nach dem 15. Spieltag schon zwei Dreier mehr auf dem Konto haben als in der kompletten vergangenen Saison. Dabei hat Steinmetz, der im Sommer offiziell das Ruder übernahm und über die B-Lizenz verfügt, eine simple Erklärung, warum es bei seiner Mannschaft derzeit so gut läuft. „Das ganz entscheidende Wort lautet Teamgeist. Wir treten als Einheit auf und jeder hängt sich voll rein, egal ob er von Beginn an ran darf oder eingewechselt wird.“

„So was darf uns nicht passieren“

Mit stolzen 61 Treffern (bei 26 Gegentoren) stellt der Klub von der Kuhle die zweitbeste Offensive der Liga, die auch gegen die Zwölfer ihre Treffsicherheit wieder unter Beweis stellte. Wobei Steinmetz durchaus noch Verbesserungspotenzial in Sachen Chancenverwertung sieht: „Eigentlich hätten wir bereits 5:1 oder 6:1 führen müssen und bringen uns dann selbst nochmal in Bedrängnis. So was darf uns nicht passieren.“

In der Tat kam das Team von Dennis Zimmert durch die Tore von Timo Hendel und Stefan Schwulst in der Schlussphase nochmal auf 3:4 heran, ehe Sven Buil in der Nachspielzeit den Ball nur ans Aluminium setzte. Nach einer Serie von zehn Siegen in Folge musste die Zimmert-Elf den Rasen mal wieder als Verlierer verlassen. Dennoch waren die Pleite und der Verlust des zweiten Tabellenplatzes für den Linienchef kein Grund allzu enttäuscht zu sein: „Jede Serie geht mal zu Ende. Unser Ziel ist es weiterhin, unter den ersten Drei zu bleiben.“

„Wir wollen das Maximum erreichen und das heißt unterm Strich sechs Punkte“

Während Buschhausen in den letzten zwei Partien des Jahres noch gegen Sarajevo Oberhausen und Spitzenreiter Rhenania Bottrop antreten muss, erwartet die Steinmetz-Truppe mit der SG Osterfeld und Dostlukspor Bottrop zwei machbare Aufgaben. Auch der junge Erfolgstrainer blickt zuversichtlich auf den Jahresendspurt. „Wir wollen das Maximum erreichen und das heißt unterm Strich sechs Punkte.“

Auch was seine eigene Entwicklung an der Seitenlinie angeht, zieht Steinmetz ein erstes positives Fazit. Wobei der RWO-Angreifer genau weiß, dass noch längst nichts gewonnen ist: „Es freut einen natürlich, wenn man merkt, dass die Spieler der eigenen Handschrift folgen. Aber ausruhen dürfen wir uns auf dem bisher Erreichten nicht, sondern müssen Woche für Woche unsere Leistungen bestätigen.“

Anregungen beim RWO-Training

Was seinen Cheftrainer Mike Terranova bei den Rot-Weißen angeht, holt sich „Steini“ zwar nicht ständig Tipps für das eigene Spiel ab, schaut aber beim Trainingsbetrieb ganz besonders genau hin. „Sicherlich, wenn du nicht nur Spieler, sondern auch Trainer bist, nimmst du bestimmte Ideen ganz anders wahr. Du überlegst dann, was kann ich davon für uns gebrauchen und was würdest du vielleicht anders machen.“

Im Idealfall könnte es für Raphael Steinmetz am Ende dieser Saison doppelten Grund zum Jubeln geben, sollte sowohl RWO als auch SW Alstaden der Aufstieg gelingen. Schließlich wird träumen doch noch erlaubt sein, oder? „Keine Frage, dass wäre eine feine Sache. Doch bis solche Gedankenspiele Realität werden ist es noch ein hartes Stück Arbeit.“

>>>> INFO: Rhenania Bottrop fünf Punkte vorn

Die für vergangenen Freitag wegen diverser Ausfälle aufseiten von Adler Oberhausen ausgefallene Kreisliga-A-Partie bei Rhenania Bottrop wurde zu Gunsten den Spitzenreiters mit 2:0 gewertet. Damit hat Rhenania (43 Punkte) nun fünf Zähler Vorsprung auf SW Alstaden (38) und sieben auf den SC Buschhausen (36). Adler steht mit 20 Punkten auf Rang neun.

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