RWO-Interview

RWO-Aufstiegsheld Landers: „Man sieht, dass die Mannschaft an sich glaubt“

Abpfiff - Marcel Landers, David Müller und Jens Robben (mit Champagner) feiern in Berlin den Aufstieg in die Zweite Liga.

Abpfiff - Marcel Landers, David Müller und Jens Robben (mit Champagner) feiern in Berlin den Aufstieg in die Zweite Liga.

Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Marcel Landers feierte als Rot-Weißer 2008 den Aufstieg in die 2. Liga. Jetzt sieht er bei der aktuellen Truppe einige Parallelen. Ein Interview.

Ein Tag, der sich ins Gedächtnis eines jeden RWO-Fans gebrannt haben dürfte: Am 31. Mai 2008 machten die Kleeblätter mit dem 3:0 gegen Union Berlin in der Alten Försterei das „Wunder von Bruns“ perfekt und stiegen in die Zweite Bundesliga auf. Mittendrin, auch ein waschechter Oberhausener Jung’: Marcel Landers.

Aktuell befindet sich RWO wieder mit im Aufstiegskampf. Gibt es also dieses Mal das „Wunder von Terra“? Die Sportredaktion hat mit Aufstiegsheld Landers über die Chancen von RWO im Zweikampf gegen Viktoria Köln gesprochen und worauf es ankommt, um den großen Traum zu verwirklichen.

RWO hat eine tolle Entwicklung genommen

Marcel, die Regionalliga geht in ihre heiße Endphase. RWO liegt nur drei Punkte hinter Viktoria Köln. Wie nimmst du die aktuelle Stimmung im Verein und in der Stadt wahr?

RWO hat über die gesamte Saison eine tolle Entwicklung genommen und sich dieses spannende Duell um den Aufstieg absolut verdient. Ich war zuletzt beim Heimspiel gegen Wuppertal im Stadion und die Stimmung war phänomenal, besonders beim Blick auf die neue Tribüne. Alle Jungs von 2008 fiebern natürlich noch ein bisschen intensiver mit, gerade weil „Terra“ an der Seitenlinie steht.

Siehst du bei der aktuellen Mannschaft Parallelen zu 2008?

Ja, definitiv. Wir waren damals beim Zweitligaaufstieg Underdogs mit denen keiner gerechnet hatte. Ähnlich ist es auch heute. Teams wie Viktoria Köln, RWE oder BVB II haben natürlich ganz andere finanzielle Möglichkeiten, weshalb der Erfolg von RWO gar nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Die Unterstützung der Fans ist da

Daneben ist es einfach auch die Unterstützung der Fans, die sehr an 2008 erinnert. So ein Rückhalt, besonders in den Spielen, wo es bis zum Schluss eng zugeht, kann dich immer weiter nach vorne treiben, um das Unmögliche zu erreichen.

Du sprichst die engen Spiele wie gegen Wuppertal an. Ist das ein entscheidendes Qualitätsmerkmal von RWO, dass sie auch noch in der Schlussphase nachlegen können?

Man sieht einfach, die Mannschaft glaubt in jeder Sekunde des Spiels an sich. Das ist gerade in Richtung Viktoria Köln ein wichtiges Zeichen: Wir geben nie auf und jeder steht für den anderen ein.

Jeder jubelt mit, auch die Ersatzbank

Da jubelt jeder mit, auch die, die auf der Bank sitzen. Allerdings darf man sich auch nicht zu sehr darauf verlassen. Irgendwann ist das Glück auch mal aufgebraucht.

Es sind jetzt noch fünf Spieltage zu absolvieren. Wie schätzt du die Chanchen von RWO ein?

Natürlich braucht RWO auch ein wenig Glück, schließlich hat man es derzeit mit drei Punkten Rückstand und dem schlechteren Torverhältnis nicht in der eigenen Hand und muss auf Patzer von Köln hoffen. Wenn ich mir das Restprogramm anschaue, denke ich aber schon, dass Viktoria noch an der einen oder anderen Stelle straucheln könnte. So souverän haben sie zuletzt nicht mehr agiert. RWO muss dann da sein.

Du bist also optimistisch, was den Aufstieg der Kleeblätter angeht?

Es wird sicher nicht einfach. Aber einfach kann schließlich jeder. Ich glaube fest daran, dass RWO das noch schafft. „Terra“ hat genügend Erfahrung in Sachen Aufstiegsrennen und wird seinen Jungs die richtigen Worte mit auf den Weg geben. Er ist schließlich jemand, der genauso wie die Fans, das Letzte aus den Spielern herausholen kann.

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