Regionalliga-Derby

RWO will dem Spiel gegen RWE den Stempel aufdrücken

Die schwarzen Auswärtstrikots klappen. Jerome Propheter (4) verzieht hier zwar in der Partie gegen Fortuna Köln, doch am Ende stand ein 3:0. Schwarz hat vor ganz vielen Jahren in Essen auch schon geklappt, beim 4:1 in der Aufstiegssaison 2007/08. Sonntag heißt`s: Zurück in Schwarz!

Die schwarzen Auswärtstrikots klappen. Jerome Propheter (4) verzieht hier zwar in der Partie gegen Fortuna Köln, doch am Ende stand ein 3:0. Schwarz hat vor ganz vielen Jahren in Essen auch schon geklappt, beim 4:1 in der Aufstiegssaison 2007/08. Sonntag heißt`s: Zurück in Schwarz!

Foto: Foto: Micha Korb / s

Oberhausen.  Schwarze Auswärtstrikots? Da war doch was: Beim 4:1 in der Aufstiegssaison 2007/08 siegte RWO im schwarzen Dress.

Mike Terranova ist sich sicher: „Wir werden eine andere RWO-Mannschaft sehen.“ Eine andere, als beim 0:3 in der Hinrunde gegen RW Essen sowie eine andere, als sie sich gegen Bergisch Gladbach präsentierte. Beim Derby gegen Rot-Weiss Essen am Sonntag um 14 Uhr im Stadion Essen erwartet der Fußballlehrer eine voll konzentrierte Kleeblatt-Elf, die seiner Marschroute folgt: „Ich will zocken.“

Will heißen: Rot-Weiß wird von Beginn an mitspielen und seine Chancen selbst suchen. Dies nicht nur im abwartenden Umschaltspiel, sondern darin, selbst die Initiative zu ergreifen.

Alle Spieler sind an Bord

Dazu steht ihm bis auf Kofi Twumasi (Erkältung) der gesamte Kader zur Verfügung. Denn auch Bastian Müller ist wieder dabei. Er hat nach vier Wochen seine Nackenprellung auskuriert und ist seit zwei Wochen wieder im Training. „Er ist ein Kandidat für den Kader, er kann ein Spiel beruhigen“ sieht Terranova ihn auf der Bank, aber noch nicht in der Startelf.

Dort könnte Philipp Gödde stehen, der seine leichte Muskelverletzung auskuriert hat. Der Trainer schätzt seine Wucht, die in der Zentrale zwei gegnerische Abwehrspieler binden und so Platz für den lauernden Cihan Özkara oder Raphael Steinmetz schaffen kann. Steinmetz bekommt die Rolle der Schaltstelle, die das Spiel in überraschende Bahnen lenken soll.

Denn er soll mit Auge den Pass etwa auf die Außen spielen, die dann mit dem Ball den Weg in den Strafraum finden. Favorisiert dafür sind derzeit Shaibou Oubeyapwa auf rechts und Vincent Stenzel auf links. Denn die haben zum Beispiel gegen Gladbach bewiesen, dass sie nicht nur schnell nach vorn unterwegs sind, sondern mittlerweile auch gut nach hinten abdichten können. Diese Schwäche führte in der Hinrundenpartie gegen die Essener zur 0:3-Niederlage. „Wir sind jetzt eine andere Mannschaft und können vieles spielerisch lösen“, sagt Terranova.

Deswegen könnte er sich auch vorstellen, eine Dreierkette etwa mit Jannik Löhden, Nico Klaß und Felix Herzenbruch zu besetzen. Denn das würde davor Jerome Propheter und Christian März freistellen, um auf die Essener Spezialität zu reagieren. „Ich habe Respekt vor den langen Bällen von Daniel Heber. Die müssen wir entweder vermeiden oder entschärfen.“

Bank bestens besetzt

Je nach Spielverlauf kommen dann die Wahlmöglichkeiten ins Spiel: Tim Hermes als schneller und kreativer Linksfuß, der zudem Situationen fix erkennt – wie er gegen Bergisch Gladbach bei seiner Rückkehr nach acht Monaten Pause gedankenschnell (mit rechts!) zeigte. Giuseppe Pisano zentral oder Maik Odenthal eher links orientiert wären möglich, wenn sich Steinmetz müde gelaufen und gespielt hätte. Gleiches gilt für Tarik Kurt, der als Knipser die Spitzen Gödde oder Özkara beerben könnte. „Wir haben gezeigt, dass wir ein Spiel nicht mit elf, sondern mit 15 Spielern gewinnen können. Wir können uns auf viele Situationen einstellen“, freut sich Terranova über seinen Kader, der Varianten zulässt.

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