Crowdfunding-Aktion

58.384 Euro für den TuS Ferndorf

Der sportliche Leiter Mirza Sijaric (links) mit Sponsor Oliver Homrich, der zur Halbzeit der Crowdfunding-Aktion mit einem 7500-Euro-Paket neuen Schwung in die etwas mühsam gewordene Unterstützungs-Initiative gebracht hatte.

Der sportliche Leiter Mirza Sijaric (links) mit Sponsor Oliver Homrich, der zur Halbzeit der Crowdfunding-Aktion mit einem 7500-Euro-Paket neuen Schwung in die etwas mühsam gewordene Unterstützungs-Initiative gebracht hatte.

Foto: verein

Ferndorf.  Handball-Zweitligist TuS Ferndorf hat seine Crowdfunding-Aktion abgeschlossen und mehr als 58.000 Euro eingenommen.

Der TuS Ferndorf hat sein Crowdfunding Projekt überaus erfolgreich abgeschlossen. Mit 58.384,70 Euro lag die Endsumme sogar 17 Prozent über dem angepeilten Ziel von 50.000 Euro. Mehr als 500 Personen und Unternehmen haben den Handballern ihre Unterstützung zukommen lassen und dokumentieren so ihre enge Verbundenheit mit dem TuS Ferndorf, dem durch den Abbruch des Bundesliga-Spielbetriebs wegen der Corona Krise, Einnahmen aus fünf Heimspielen fehlen.

„Ein deutliches Statement für den Spitzenhandball in unserer Region, aber auch für unseren Verein. Wir sind überwältigt und danken allen,die uns in dieser schweren Zeit, so fantastisch unterstützt haben. Das ist ganz großes Kino.“ sagte Dirk Stenger, Geschäftsführer derTuS Ferndorf Handball GmbH, „Das ist halt Familie Ferndorf.“

Saisonstart nicht vor Oktober

Stenger, der am vergangenen Mittwoch, dem Tag, an dem die Crowdfunding-Aktion endete, seinen 52. Geburtstag feierte, hat da also doppelten Grund, sein Glas zu erheben. Am 22. April war die Aktion gestartet worden.

Es habe, so Stenger, Tage der Ungewissheit gegeben, ob die erwünschte Summer „eingespielt“ werden könne. Denn 14 Zage vor dem Stichtag 20. Mai brauchte es den „gewissen Schub“ von Sponsor Oliver Homrich, der ein 7500-Euro-Paket erwarb. Ein Zeichen, das sich viele Anhänger zu Herzen nahmen und die Aktion letztlich zum Erfolg führten.

Zumindest ein Teil der aus fünf ausgefallenen Zweitliga-Heimspielen dieser abgebrochenen „Corona-Saison“ entgangenen Einnahmen konnte der TuS auf diese Weise generieren.

Klar ist inzwischen, dass es mit einem avisierten Saisonstart im September nicht klappen wird. Neuer im Raum stehender Starttermin für die Spielzeit 2020/21 ist das Wochenende 3./4. Oktober - für eine Saison, die mit 19 Teams den Spielbetrieb aufnehmen soll.

Natürlich ist auch dieser Termin abhängig von der Virus-Lage, der weiteren Entwicklung der Corona-Krise. Sollte sich in absehbarer Zeit dieser Auftakt-Spieltag bestätigen, so wird der TuS Ferndorf Anfang August in sein Vorbereitungs-Programm unter dem neuen Trainer und Lerscht-Nachfolger Robert Andersson starten. Die Mannschaften können sich durch den späten Start und die erhöhte Team-Anzahl auf einen „gepfefferten Spielplan“ einstellen.

Den sechs derzeit feststehenden Abgängen Julius Lindskoog Andersson, Marijan Basic, Moritz Barwitzki, Magnus Neitzsch, Jan Wicklein und Jonas Müller können die Ferndorfer noch keinen Neuzugang entgegen setzen.

Gespräche laufen

„Natürlich haben wir Gespräche mit einigen Spielern geführt und sind auch noch dabei. Definitive Zusagen aber kann ich noch nicht verkünden“, so der sportliche Leiter Mirza Sijaric. Abhängig sind die Erfolge in diesen Gesprächen natürlich vom Etat. „Hier benötigen wir noch Gespräche“, bittet Sijaric um Geduld. Einige der Konkurrenten in der Liga hätten es laut dem sportlichen Leiter „etwas zu eilig“, was diese Planungen angeht. „Wir möchten ja nicht, dass uns im Frühjahr das Geld ausgeht.“

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