Kaan-Marienborn - Erntebrück

Fragezeichen hinter der Torhüterfrage

Christian Bölker (l.) oder Neuzugang Julian Bibleka: Die Antwort auf die Torwartfrage ließ Kaan-Trainer Tobias Wurm bis zuletzt offen.

Christian Bölker (l.) oder Neuzugang Julian Bibleka: Die Antwort auf die Torwartfrage ließ Kaan-Trainer Tobias Wurm bis zuletzt offen.

Foto: sone

Kaan-Marienborn/Erndtebrück.  Erste Oberliga-Derby im neuen Jahr: Der TuS Erndtebrück gastiert am Sonntag (15 Uhr) beim 1. FC Kaan-Marienborn.

Wenn vor dem ersten Oberliga-Derby am Sonntag im Käner Breitenbachtal eine Frage die beiden Seiten gleichermaßen bewegt, dann ist es die nach dem „letzten Mann“, dem Torhüter. Sowohl der 1. FC Kaan-Marienborn als auch der TuS Erndtebrück verfügt über zwei Keeper auf einem gleichen Level, was die Auswahl für die Trainer Tobias Wurm und Michael Müller nicht einfacher macht. Beide geben sich vor dem Anstoß am Sonntag- Nachmittag (15 Uhr) verschlossen. „Das wird kurzfristig entschieden“, lassen sich die Übungsleiter bei dieser offenbar so eminent wichtigen Personalie nicht in die Karten schauen.

Christian Bölker und Julian Bibleka heißen die Kandidaten beim Gastgeber, Niklas Knopf und Alex Taach bei den Wittgensteinern. Zumindest Wurm dürfte es bei seiner Entscheidungsfindung etwas leichter fallen, da Bölker in dieser Woche über Erkältungssymptome klagte und alles auf das Debüt von Neuzugang Bibleka hinauszulaufen scheint.

Aber: Zu sicher kann kam sich in solchen Personalfragen bekanntlich nie sein.

Fest steht allerdings, dass beide Seiten mit dem Bekunden größten Respekts an diese Aufgabe am verspäteten Winterpausen-Ende herangehen. „Kaan gehört für mich unter die ersten Drei“, stellt Michael Müller das Team der Rot-Schwarzen auf eine Stufe mit Wiedenbrück, Meinerzhagen oder Ahlen. „Da ist noch richtig viel Regionalliga-Erfahrung auf dem Platz.“

Auf der anderen Seite sieht Tobias Wurm eine „sehr ordentliche Mannschaft mit gestandenen Spielern“. Und außerdem sei ja der Begriff Derby schon von vornherein gleichbedeutend mit einem enormen Motivationsschub.

Allzweckwaffe

Gerade das aber sei im Hinspiel überhaupt nicht so gewesen. Zwar war Michael Müller zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch nicht in Amt und Würden. Als Beobachter am Pulverwald aber habe er seinerzeit, am 25. August, „eine blutleere und viel zu passive Erndtebrücker Mannschaft“ gesehen.

Inzwischen hat sich bekanntlich sein Vorgänger Alfonso Rubio Doblas auf den Posten des sportlichen Leiters zurückgezogen, Müller hat - mal wieder - im fliegenden Wechsel und in schwierigen Zeiten das Ruder übernommen. Und hat auch schon einiges bewirkt. Ein 4:4 in Ennepetal, wo man bei 4:2-Führung allerdings schon den Sieg vor Augen hatte, ein 1:1 gegen Münster - Resultate, die sich sehen lassen können, um bei den positiven zu bleiben. Natürlich gab es da auch ein 0:6 in Rheine. „Haken wir das mal ab“, lächelt die Erndtebrücker Allzweckwaffe gegen drohende Abstiege. Wiederholungen sind zwar nicht ausgeschlossen, weiß sie Müller mit seinem Team seitdem aber zu vermeiden.

Für das „Prinzip Hoffnung“ in Kaan am Sonntag steht ihm der erkrankte Haluk Arslan nicht zur Verfügung, fehlen werden zudem Eren Bilgicli und Burak Yildiz (Handbruch). Murat Kaan-Yazar dagegen steht wieder zur Verfügung.

Auf seiten der Käner fiebert Kapitän Toni Gänge seinem Comeback entgegen. Für einen Platz im Kader und einen Kurzeinsatz sollte es auf jeden Fall reichen. Überhaupt: Der FCK-Trainer kann personell aus dem Vollen schöpfen. Das macht das „Aussieben“ für die erste Elfi natürlich immer etwas beschwerlich.

Vor allem dann, wenn sich zwei - wie die Torhüter - auf Augenhöhe begegnen. Aber dieses „Problem“ haben am Sonntag ja beide Seiten.

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