Siebte Niederlage in Rheine

Käner nach 0:2 um eine Enttäuschung reicher

Kaans Trainergespann Tobias Wurm (vorn) und Mounir Saida ist um eine Enttäuschung reicher.

Kaans Trainergespann Tobias Wurm (vorn) und Mounir Saida ist um eine Enttäuschung reicher.

Foto: Rene Traut

Rheine.  Siebte Niederlage im elften Spiel. Nach dem 0:2 in Rheine hadern die Käner mit Schiedsrichter Tim Zahnhausen aus Herne.

Die nächste Enttäuschung für den 1. FC Kaan-Marienborn in der Fußball-Oberliga. Beim FC Eintracht Rheine setzte es für das Team von Trainer Tobias Wurm mit 0:2 (0:1) die bereits siebte Niederlage im elften Saisonspiel. Die allerdings kam auf sehr unglückliche Art und Weise zustande.

Schon in der 1. Minute deutete der Herner Schiedsrichter Tim Zahnhausen auf den Elfmeterpunkt. Im Zweikamp mit Armin Pjetrovic kam Rheines Luca Ehler zu Fall. „Niemals ein Elfmeter, selbst nach zehnmaligem Hinsehen in der Video-Aufzeichnung“, so ein enttäuschter Coach Tobias Wurm. Zu allem Überfluss sah Pjetrovic auch noch Gelb, was später noch weitere Folgen haben sollte. Nils Hönicke jedenfalls verwandelte unbeeindruckt zur Führung der Münsterländer.

Doch die Käner bewiesen Moral, spielten nach vorne und hatten einige Male den Ausgleich auf dem Fuß. So verpasste Sebastian Schneider (24.) zentral vor dem Tor die Riesenmöglichkeit, kurz darauf rauscht ein Schuss von Artur Tomas knapp vorbei, in der 29. verpasst Daniel Waldrich um eine Schuhspitze die Hereingabe von der rechten Seite.

Dann rächt sich die frühe - unberechtigte - gelbe Karte für Pjetrovic. Schiedsrichter Zahnhausen wollte ein Handspiel des Bosniers gesehen haben (Wurm: „Niemals.“) und schickte den gerade aus der Rot-Sperre zurückgekehrten Abwehrspieler vom Feld.

„So wird die Arbeit einer ganzen Woche über den Haufen geworfen“, ärgerte sich Wurm über die Fehl-Entscheidungen des Unparteiischen.

Nach dem Wechsel stecken die Siegerländer die Unterzahl zunächst gut weg, bleiben sie bei ihren Vorstößen gefährlich. Zwei Distanzschüsse von Waldrich verfehlen das Ziel knapp, kurz darauf hat Lukas Duda den Ausgleich auf dem Fuß, als er freistehend vor Torhüter Nicholas Beermann den Ball nicht unterbringt.

Der zweite Elfmeter dann bringt die Entscheidung. Der eingewechselte Tobias Wieschhaus wirft sich in einen Distanzschuss von Adrian Knüver, dere noch abgefälscht wird. Beim Abwehrversuch geht die Hand über den Kopf, der Ball springt davor. Eine Entscheidung, die diesmal vertretbar ist, weil die Regel eben so ist. Omar Guetat lässt Jonas Brammen, der im Tor diesmal den Vorzug erhielt vor Christian Bölker, keine Abwehrchance.

Mit diesem Treffer ist die Partie eine Viertelstunde vor Schluss entschieden, weil die Käner in der Folge ihr Hauptaugenmerk auf Schadensbegrenzung legen. „Vielleicht verlierst du hier sonst 4:0 oder auch 5:0“, wollte Tobias Wurm nicht mehr alles auf die Offensivkarte setzen.

Eins jedenfalls steht nun fest: Wer seit Anfang September und dem 2:0 in Hamm kein Spiel mehr gewinnt, im Kreispokal ausscheidet, der muss sich allmählich etwas einfallen lassen.

Rheine:Beelmann - Röhe, Hönicke, Geutat (78. Bügener), Ehler (86. Osterhaus), Maddente, Braininger, Frank (45. Fraundörfer), Husmann, Knüver, Janning.
Kaan-Marienborn: Brammen - Yigit, Pjetrovic, Gänge (81. Flender) - Jannik Schneider, Scheld (87. Boger) - Waldrich, Tomas - Tsuda (46. Duda) - Krieger, Sebastian Schneider (46. Wieschhaus).
Schiedsrichter: Zahnhausen (Herne).
Tore: 1:0 Hönicke (1., Foulelfmeter), 2:0 Guetat (75., Handelfmeter).
Zuschauer: 324.

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