Laufsport

Rothaarsteig-Marathon: Zwei Pokale gehen nach Wittgenstein

Bei der 16. Auflage des Falke-Rothaarsteig-Marathons sind in Schmallenberg-Fleckenberg erreichen 1046 Läufer das Ziel. Im Vordergrund rechts: Franziska Espeter, Frauen-Siegerin des Halbmarathons.

Bei der 16. Auflage des Falke-Rothaarsteig-Marathons sind in Schmallenberg-Fleckenberg erreichen 1046 Läufer das Ziel. Im Vordergrund rechts: Franziska Espeter, Frauen-Siegerin des Halbmarathons.

Foto: Georg Giannakis

Fleckenberg.  Medhanie Teweldebrhan und Franziska Espeter siegen am Rothaarsteig. „Wiederholungstäter“ Görnig, Haas, Wegener und Schneider laufen volle Distanz

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Es ist nicht so, dass die Schützenhalle in der beschaulichen Schmallenberger Ortschaft Fleckenberg in 365 Tagen im Jahr keine größeren Menschenansammlungen erlebt. Nicht zuletzt das traditionelle örtliche Schützenfest belegt das. Doch am Samstag drohte die Festhalle aus allen Nähten zu platzen. 1046 Laufsportler aus Nah und Fern liefen bei der 16. Ausgabe des Falke-Rothaarsteig-Marathons mit.

Die Euphorie und die Vorfreude auf das, was die Marathonis, Halbmarathonis sowie Walker und Nordic-Walker erwartete, war bereits in der Schützenhalle zu vernehmen. Mit erhöhtem Herzschlag wirbelten auch die Organisatoren vom VfL Fleckenberg, dem Ski- und Tennisclub Fleckenberg und dem Ski-Club Jagdhaus umher, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.

Auf die nasse Strecke begaben sich dann jedoch erstmal die vielen Läufer. Begleitet wurden sie von lauten, dumpf klingenden Trommelgeräuschen, die ihnen eine Sambagruppe spendete. Das Team heizte die Stimmung unter den Zuschauern mächtig ein.

Bergauf und bergab ging es dabei für die läuferischen Protagonisten. Einsetzender Regen machte diese nach einigen Kilometern noch nasser, als sie ohnehin schon waren. Das auf dem Asphalt und auf den Schotterwegen aufspritzende Wasser führte dazu, dass Matsch und Dreck nahezu vollständig in das Schuhwerk der Sportler zogen und sichtbare Spuren hinterließen. „Das ist ein Naturlauf. Die meisten Sportler wissen, was auf sie zukommt, gerade bei derartigem Wetter“, sagt Reimund Gawehn aus dem Orga-Team. Nebelschwaden und Schauer sorgten in den Höhenlagen diesmal für eine außergewöhnliche Kulisse und, trotz schlechter Witterung, für gute Leistungen.

Spannung bis zum letzten Meter

Diese wurden auch von Läufern aus Wittgenstein erbracht, vor allem im Halbmarathon (584 Starter) – hier gingen beide Siegerpokale nach Wittgenstein. Bei den Männern lieferte sich Medhanie Teweldebrhan von der LG Wittgenstein ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Yarkhan Kharoot aus Meschede. Teweldebrhan, der als U23-Läufer noch lange nicht im besten Langstrecken-Alter ist, setzte sich in einem langen Endspurt mit zwei Sekunden Vorsprung in 1:25:04 Stunden durch, weitere zwölf Sekunden dahinter folgte Micha Thomas von der LG Eder.

Weil mit Jan Philipp Weller, der in 1:37:05 Stunden Zwölfter wurde, und Dominik Weise (1:50:46 Stunden; Platz 76) zwei weitere Wittgensteiner sehr weit vorne dabei waren, gewann die LGW die Teamwertung – Teweldebrhan/Weller/Weise lagen mit 4:52:55 Stunden komfortable 25 Minuten vor dem Marathon-Club Menden und dem LAC Veltins Hochsauerland. Der Bad Berleburger Timo Böhl (TVE Netphen), der auf die Titelverteidigung im Marathon verzichtete und mit „Halbgas“ die Halbdistanz lief, wurde in 1:38:02 Stunden Dreizehnter.

Bei den Frauen gewann Franziska Espeter, die sich der Niederländerin Pauline van Dankelaar erst auf den letzten Metern entledigte und in 1:38:41 Stunden den Frauen-Streckenrekord nur um 20 Sekunden verfehlte. „Damit steht schon jetzt mein Ziel fürs neue Jahr fest“, sagt Espeter, die einer „fiesen Erkältung“ trotzte und bergauf Mühe hatte, mit Dankelaar Schritt zu halten.

Und im Marathon? Da waren etliche „Wiederholungstäter“ aus dem Altkreis dabei. Die Bad Berleburgerin Anja Wegener nahm im siebten Jahr in Folge die Schleife über Jagdhaus, Kühhude, Schanze und Latrop auf sich und erreichte in 4:24:14 Stunden das Ziel. Ina Haas (Bad Berleburg) verfehlte – trotz deutlich schwierigerer Bedingungen – ihre Vorjahreszeit in 3:44:33 Stunden nur um zwei Minuten und gewann die Altersklasse W30. Der Erndtebrücker M60-Läufer Peter Schneider (5:10:42 Stunden) meisterte den Marathon im dritten Jahr in Folge und Steffen Görnig (FC Weidenhausen) wurde in 3:39:09 Stunden Vierter in der M40.

Die weiteren Wittgensteiner Läufer im Halbmarathon im Überblick:

… 70. Thorsten Hess (Girkhausen; 5. Platz/M40) 1:50:03 Stunden; … 84. Heiko Jung (Team Erdinger; 12./M50); … 146. Dirk Homrighausen (VfL Bad Berleb., 20./M50) 1:58:37; … 159. Andreas Wahl (VfL Bad Berleburg; 5./M55); … 303. Johlanda Espeter (TV Laasphe; 3./WU23) 2:15:25; … 305. Heiko Mützelburg (SC Girkhausen; 30./M40) 2:15:47; … 359. Ines Eckhardt (SC Girkhausen; 11./W35) 2:21:26; … 452. Thomas Haberzettl (TuS Elsoff; 47./M40) 2:31:23..

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