Fußball-Oberliga

Sportfreunde Siegen gastieren in Rheine

Jacob Pistor (l.), hier im bisher letzten Sportfreunde-Heimspiel im November gegen Schermbeck (2:2) will durch Tordrang in Rheine überzeugen.

Jacob Pistor (l.), hier im bisher letzten Sportfreunde-Heimspiel im November gegen Schermbeck (2:2) will durch Tordrang in Rheine überzeugen.

Foto: Rene Traut

Siegen.  Zum FC Eintracht Rheine geht die Reise für die Sportfreunde Siegen am Sonntag. Die Fußball-Oberliga startet verzögert ins neue Jahr.

Nachdem auch an diesem Wochenende zwei Partien vorzeitig vom Plan gestrichen wurden - Rhynern gegen Ahlen und Holzwickede gegen Herne fallen aus - geht natürlich der Blick nach Rheine. Dort, im nördlichen Münsterland, erwartet die Sportfreunde Siegen beim verzögerten Oberliga-Aufgalopp eine zwei Gründen bekannt schwere Aufgabe. Zum einen gleicht das Rasengeläuf am Bentlager Weg bei dieser Witterung eher einem Acker, zum anderen ist die Eintracht dank ihrer - nennen wir es mal soliden - Spielweise bei der Konkurrenz gefürchtet.

„Da wird der einfache Fußball bevorzugt - und das machen die richtig gut“, will sich Sportfreunde-Trainer Tobias Cramer gar nicht lange aufhalten mit Einschätzungen oder ähnlichem. Vielmehr hält er die Spielweise für „angemessen und ligakonform“. „Ein Spiel dort erfordert taktische Disziplin. Über den Begriff ,Fußball spielen’ sollten wir daher gar nicht erst nachdenken“, fordert Cramer von seinen Mannen ein sichtbares Zeichen eines Lernprozesses und das Einbringen von Körperlichkeit. „Da müssen wir über den Kampf kommen“, wurde der Coach in dieser Trainingswoche nicht müde, seinem Kader eine Herangehensweise an die Aufgabe in Rheine näher zu bringen.

Robust, lang und weit

Die Eintracht gilt als enorm robust, schlägt die Kugel in Anbetracht des unwirtlichen Geläufs gern lang und weit. „Darauf müssen wir uns einstellen, gerade, was das Kopfballspiel und das Trachten nach dem zweiten Ball angeht“, so noch einmal der Siegener Übungsleiter.

Im August, im Hinspiel, sahen die Münsterländer bereits wie der Sieger aus, führten bis eine Viertelstunde vor Schluss (Endstand 2:2). Da indes ließen die Rheiner erahnen, dass man auf gepflegten Plätzen einen ebensolchen Ball zu spielen vermag. „Das ist eine Frage der Anpassung“, spricht Tobias Cramer den Lernprozess an, den seine Mannschaft nicht immer realisiert. „In Finnentrop“, blickt er zurück auf die Vorbereitung, „haben wir einen ähnlichen Gegner beherrscht, gegen Ederbergland hat er uns aufs Glatteis geführt. Da müssen wir den Schalter umlegen.“

Für dieses Unterfang stehen ihm Tobias Flilipzik, Leandro Fünfsinn und Lennart Dreisbach am Sonntag noch nicht zur Verfügung. Das zuletzt angeschlagene Trio ist in dieser Woche erst wieder ins Lauftraining eingestiegen.

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