Siegerland-Turngau

Turnbezirk Süd: Konzept für moderne Zukunft gesucht

Renate Feldmann, die stellvertretende Vorsitzende des Turnbezirks Süd, und Guido Müller, der Vorsitzende (re.), nahmen beim Bezirksturntag in der Jahn-Gaststätte die Sportlerehrungen vor.

Renate Feldmann, die stellvertretende Vorsitzende des Turnbezirks Süd, und Guido Müller, der Vorsitzende (re.), nahmen beim Bezirksturntag in der Jahn-Gaststätte die Sportlerehrungen vor.

Foto: sone

Siegen.  Der Turntag des Bezirks Süd sprach sich dafür aus, dass bis Ende Januar ein Konzept für eine Strukturrreform erarbeitet wird

Das Thema macht seit dem vergangenen Monat die Runde. Jetzt hat der Bezirk Süd im Siegerland-Turngau eine Marke gesetzt. Bis Ende Januar will er ein Konzept für eine Struktur-Reform in der Organisation der Turnvereine erarbeiten – und dem Siegerland-Turngau vorstellen. Ziel: Beratung über eine moderne Zukunft beim Gauturntag am 21. März in Fellinghausen.

Die Teilnehmer des Bezirksturntags sprachen sich in den Räumen des TV Jahn Siegen einstimmig für diesen Weg aus. Den hatte der Bezirks- und Jahn-Vorsitzende Guido Müller vorgeschlagen. Müller hatte bei einer Klausurtagung des Turngaus unlängst seine Überlegungen ins Spiel gebracht. Das Konzept stelle eine „Zwischenlösung“ dar, erklärte der Bezirks-Geschäftsführer Lars Pieck (Alcher TG): „Dann kann eine Arbeitsgruppe in zwei Jahren etwas vorlegen.“

Flache Hierarchien

Müller hält eine Reform für dringend angesagt. Schließlich gebe es unterhalb des Siegerland- Turngaus alle Strukturen noch einmal, in den fünf Bezirken Süd, Nord, Wittgenstein und Olpe sowie in der Turnjugend. „Es wird eine Menge Ehrenamt gebunden“, heißt es in einem Antrag des Bezirks an den Gauturntag. „Wir haben unseren Vorstand voll“, umriss Müller mit Blick auf die Wahlen beim Bezirkstag. Im Gau-Vorstand seien dagegen manche Posten unbesetzt.

Für flache Hierachien sprach sich Horst C. Uzar (TG Friesen) aus: „Alles andere ist nicht mehr zeitgemäß.“ Müller stellte fest, dass derzeit „immer die gleichen Leute“ die Ämter übernehmen müssten. Sein Vorschlag: Unterhalb des Gau-Vorstands Arbeitsgemeinschaften für verschiedene Aufgaben. Selbst, wenn sich dadurch die Bezirke überflüssig machen würden.

Arbeitsgruppen gebildet

In Arbeitsgruppen könnten sich interessierte Helfer zusammen tun, erklärte Müller: „Warum sollen nicht Leute aus dem Bezirk Süd beim Giller mitarbeiten, oder Leute aus dem Norden bei unserer Turnschau (wieder 2021, Anm.d.Red.).“ Auch für die Sorge der Trampolin-Fachwartin Tanja Kretzer (TG Friesen), ohne Bezirke „gehen die kleinen Wettkämpfe verloren“, könne sich eine Lösung finden.

Neben einem kompletten Vorstand ist der Bezirk Süd übrigens auch finanziell gut aufgestellt. Die Kasse wies zum 31. Dezember 2018 einen Stand von 15.223,48 Euro auf. Das waren 1230,61 Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Kölbis-Preis für Anne Ruby

Der „Kölbis-Preis“, der Ehrenpreis des Bezirks Süd, ging in diesem Jahr an Anne Ruby vom Eiserfelder TV, erstmals an eine Frau. Mit der Auszeichung in Erinnerung an Ruth und Sepp Kölbis sollen engagierte Ehrenamtler „für jahrelange Arbeit im Hintergrund“ geehrt werden. Der Preis geht an Anne Ruby, lobte Friedhelm Kunz, der Vorsitzende des Eiserfelder Vereins, in seiner Laudatio, Anne Ruby habe „Dynamik und Ausstrahlung, Leute mitzuziehen“. Er habe, erklärte Kunz, „viele Seiten aufgeschrieben“ über den Einsatz von Anne Ruby. Die meisten davon müsse er aber weglassen. Wegen ihrer vielen Verdienste.

Bei den Sportlerehrungen wurden die Turner hier gibt es mehr sportnachrichten aus siegen-wittgensteinAndreas Jurzo und Daniel Uhlig von der TG Friesen sowie die Sportkegler Adrian Vogt, Florian Ehling, Nick Renner und Niklas Wörster, ebenfalls von der TG Friesen, ausgezeichnet. Uhlig nahm bei der Versammlung nicht nur diese Ehrung entgegen, sondern auch seine Wahl in den Turnrat des Bezirks (Fachwart Geräteturnen) an.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben