Fußball-Kreisliga A

Die Entwicklung in Gahlen stellt Grefen „absolut zufrieden“

Anton Kötter kann Thomas Grefen wieder voll einplanen.

Anton Kötter kann Thomas Grefen wieder voll einplanen.

Foto: Foto: Gerd Hermann / FFS FUNKE Foto Services

Schermbeck.  Der Aufstieg ist in dieser Saison noch kein Muss für den TuS Gahlen. Die Mannschaft von Thomas Grefen liegt aber nur vier Punkte hinter Ramsdorf.

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Eine Menge Ungewissheit schwang mit, als die A-Kreisliga-Kicker des TuS Gahlen im vergangenen Sommer in die neue Saison starteten. Die Zeichen standen beim Bezirksliga-Absteiger auf Neuanfang, weil einige Spieler sich verabschiedeten, einige andere, darunter auch Nachwuchsleute aus der vereinseigenen A-Jugend, frisch zum Kader stießen. Insofern waren Erwartungshaltung und Zielsetzung von Zurückhaltung geprägt, auch weil Trainer Thomas Grefen, der die Mannschaft erst im Verlaufe der Abstiegssaison übernahm, selbst noch in der Findungsphase war. Rund ein halbes Jahr später ist der Coach mit der aktuellen Entwicklung aber „absolut zufrieden”. Zwar trauere er dem einen oder anderen verlorenen Punkt noch hinterher. „Aber dafür, dass sich die Spieler erst einmal finden mussten, hat das Team von Beginn an sehr gut funktioniert.”

Der in Mannschaft und Umfeld runderneuerte TuS hat es mit 39 Punkten bislang auf Tabellenplatz zwei geschafft. Zwar ist im Schermbecker Vorort die Rückkehr in die Bezirksliga das erklärte Ziel, aber angesichts der Umstände haben die Gahlener Verantwortlichen von Beginn an ein Zwei-Jahres-Projekt daraus gemacht. Man denkt eben perspektivisch. „Der Aufstieg ist demnach in diesem Jahr kein Muss”, sagt Grefen. „Gelingt es uns aber dennoch, nehmen wir das natürlich gern mit.”

Vier Punkte hinter Ramsdorf

Vier Punkte Rückstand auf den großen Favoriten VfL Ramsdorf hat seine Mannschaft aktuell. Es könnte deutlich weniger sein, hätte der TuS nicht in einigen Spielen leichtfertig Punkte liegenlassen, wie beispielsweise in den beiden Heimspielen gegen die Zweitvertretung des SC Reken (2:2) gleich am dritten Spieltag und gegen Rot-Weiß Dorsten (2:2). „Das war schon ärgerlich, dass wir da die Dreier nicht machen”, sagt Grefen. „Aber wichtig ist, dass wir mit der Spitze auf Tuchfühlung sind und weiterhin die Möglichkeit haben, unser großes Ziel zu verwirklichen.”

Das lag zum einen daran, dass die Abgänge mit Tim Bruß, der offensiv höchst variabel einsetzbar ist, und dessen 2,04 Meter großem Bruder Bastian Bruß kompensiert werden konnten. Zum anderen aber auch, dass sich die Nachwuchsleute so gut entwickelten, dass Marek Svetcovic und David Jansen längst Stammspieler sind und einige andere Eigengewächse mehr und mehr Einsatzzeiten bekommen. „Das ist sehr erfreulich”, sagt der Coach. „Damit war zu Beginn der Spielzeit nicht unbedingt zu rechnen.”

Zwei weitere Neuverpflichtungen indes kamen bislang wenig oder gar nicht zum Zuge. Kaan-Barkin Kara fiel zumeist der Leistungsdichte auf seiner Position im zentralen Mittelfeld zum Opfer. „Wenn er spielen will, muss er an seiner Konkurrenz vorbei”, sagt der Trainer und macht ihm damit eine klare Ansage. Der andere heißt Leon Schliebach, spielte bereits A-Jugend-Bundesliga, verletzte sich aber bereits in der Vorbereitung so schwer (Bänderriss und Knochenstauchung), dass er bis heute noch keinen Einsatz für den TuS absolvieren konnte. „Er steigt aber aktuell voll in die Vorbereitung ein”, sagt Grefen.

Neben seinen Qualitäten setzt der Coach auch auf die Rückkehr eines weiteren Hoffnungsträgers. Anton Kötter, der nach seiner Knie-Operation lediglich auf zwei Kurzeinsätze kam, dabei aber prompt zwei Treffer erzielte, ist wieder so weit hergestellt, dass Grefen mit ihm planen darf.

Zudem verpflichtete der TuS Gahlen in der Winterpause Michael Abelmann vom nur wenige Kilometer entfernt beheimateten SV Dorsten-Hardt. Die Hoffnung schwingt demnach mit, den ersehnten Aufstieg doch noch zu schaffen, wenn es am 16. Februar mit dem Auswärtsspiel bei der Reserve des SC Reken endlich wieder um Punkte geht. „Wir hoffen noch immer, den Sprung zu schaffen”, sagt Grefen. „Auch deshalb, weil der VfL Ramsdorf in der Rückrunde noch zu uns kommen wird.”

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