Volleyball

Dingden steigert sich nach Fehlstart gegen Berlin deutlich

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Der Block, hier mit Maike Schmitz und Andrea Harbring (r.), stand im ersten Satz noch nicht.

Der Block, hier mit Maike Schmitz und Andrea Harbring (r.), stand im ersten Satz noch nicht.

Hamminkeln  Die Zweitliga-Volleyballerinnen von BW Dingden besiegen den BBSC Berlin nach verlorenem ersten Satz noch mit 3:1. Sonntag gegen Oythe.

Als der letzte Aufschlag des Kontrahenten aus der Hauptstadt nach knapp zwei Stunden harten Kampfes knapp ins Aus segelte, da fiel auch Marinus Wouterse ein Stein vom Herzen. Es war wahrlich keine einfache Partie, die seine Schützlinge gerade mit 3:1 (15:25, 25:17, 25:21, 25:21) für sich entschieden hatten. Doch die Zweitliga-Volleyballerinnen von BW Dingden ließen sich weder von einem ziemlich misslungenen ersten Durchgang, noch von einigen kleineren Schwächephasen in den folgenden Sätzen aus der Bahn bringen und besiegten die Gäste vom BBSC Berlin letztlich verdient. Die ersten drei Punkte des Wochenendes haben die Blau-Weißen damit eingefahren, am Sonntag (16 Uhr) sollen - erneut in der heimischen Halle am Mumbecker Bach - gegen den VfL Oythe weitere Zähler folgen.

Wouterse vermisst in Satz eins den kühlen Kopf

Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen den Tabellenzweiten aus Köln vor 14 Tagen, hatten sich die Dingdenerinnen gegen Berlin sehr viel vorgenommen, was auch die Körpersprache in den ersten Ballwechseln verriet. Doch trotz oder gerade wegen der hohen Eigenmotivation lief die Begegnung für BWD gar nicht gut an. "Manchmal will man es einfach zu sehr", vermisste Wouterse bei seinen Spielerinnen keineswegs den Einsatz, dafür aber den kühlen Kopf. Dingden gelang es kaum einmal, die Berlinerinnen unter Druck zu setzen. Der Gast baute seine Angriffe nach Belieben auf und fand auch immer wieder die Lücken. Den Blau-Weißen gelang kaum ein Block, die Abwehr konnte da nur selten noch etwas retten.

Dingden ärgert Berlin im zweiten Satz mit vielen Blocks

Das sah dann im zweiten Abschnitt sofort ganz anders aus. Bis zur 8:3-Führung erzielte Dingden, das sich praktisch in allen Bereichen steigern konnte, schon drei direkte Blockpunkte. Den Vorsprung baute BWD somit stetig aus. Der Satzausgleich gelang souverän.

Wesentlich enger wurde es dafür im dritten Durchgang. BWD startete zwar wie die Feuerwehr und lag schnell wieder mit 8:1 in Front, doch mit der hohen Führung im Rücken schwand die Konzentration wieder. Auf einmal führte der BBSC wieder (13:14) und es entwickelte sich eine extrem hart umkämpfte Schlussphase, in der Berlin auch mit zwei Schiedsrichterentscheidungen hadern durfte. Andrea Harbring war es schließlich, die mit zwei schönen Punkten - einmal wuchtig, einmal mit Gefühl - die 2:1-Satzführung besorgte.

Eva Schmitz setzt Ausrufezeichen

Ganz eng ging es lange auch im vierten Abschnitt zu. Mit 11:15 lag Blau-Weiß noch hinten, doch nun setzte Eva Schmitz ein ums andere Mal Ausrufezeichen. Beim 17:16 war Dingden wieder vorne, und nachdem Lena Priebs den Ball mit Köpfchen und Übersicht zum 21:19 ins Berliner Feld gelegt hatte, halfen auch die Gäste mit leichten Fehlern mit. "Wir haben uns im zweiten Satz das Selbstvertrauen zurückgeholt. Am Ende war der Sieg aus meiner Sicht auch verdient. Es tut gut, auch mal gegen Berlin zu gewinnen", freute sich Wouterse.

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