2. Volleyball-Bundesliga

Dingdener Damen fahren ganz entspannt nach Leverkusen

Die Punkte von Maike Schmitz benötigen die Blau-Weißen auch in Leverkusen, um beim Spitzenteam vielleicht eine Überraschung zu schaffen.   

Die Punkte von Maike Schmitz benötigen die Blau-Weißen auch in Leverkusen, um beim Spitzenteam vielleicht eine Überraschung zu schaffen.   

Hamminkeln.   Zweitligist Blau-Weiß Dingden muss beim Top-Team Bayer nicht unbedingt punkten. Überraschungszähler wären für die Gäste aber Gold wert.

Die Volleyball-Damen von BW Dingden haben einen Fehlstart in die Rückrunde der Zweitliga-Saison in der letzten Woche gerade noch abgewendet. In der Auftakt-Partie des neuen Jahres hatten die Blau-Weißen gegen den SV Bad Laer nach zwei katastrophalen Sätzen mit 0:2 zurückgelegen, jubelten nach einer spektakulären Aufholjagd am Ende aber über einen 3:2-Erfolg. Der Heimsieg war in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung. Nicht zuletzt, weil die Aussicht auf Punkte im kommenden Auswärtsspiel beim Tabellendritten TSV Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 20 Uhr) nicht gerade riesig ist. „Wir fahren entspannt nach Leverkusen, weil wir nichts zu verlieren haben“, sagt BWD-Trainer Olaf Betting.

„Wichtig für die Köpfe“

Der Dingdener Übungsleiter wäre wohl nicht ganz so gelassen, wenn sein Team in der Vorwoche auch den dritten Satz verloren hätte. Es wäre jahresübergreifend die vierte 0:3-Schlappe in Folge gewesen. „Der Erfolg war schon enorm wichtig für die Köpfe“, sagt Betting. Die Verunsicherung nach den Pleiten zum Ende des Vorjahres waren für den Coach ein Grund für den erschreckend schwachen Auftritt in den ersten beiden Durchgängen, in denen bei den Dingdenerinnen so gut wie nichts zusammenlief. Der Rucksack, den das Team nach den jüngsten Pleiten mit ins neue Jahr genommen hatten, war für Olaf Betting allerdings nicht die einzige Ursache für die schwache Anfangsphase. „Wir hatten nicht diese drei, vier Überraschungsmomente, die wir am Anfang einer Partie brauchen. Wenn wir die haben, sind wir meistens voll da“, sagt der Trainer.

„Gummiwand“ sorgt für Respekt

Genau diese Aktionen wollen sich die Blau-Weißen in Leverkusen wieder erarbeiten. Die schnellen Punktgewinne, die die Dingdenerinnen stark machen, sorgen beim Kontrahenten nämlich in der Regel für Respekt. „Wir sind für unsere Gummiwand bekannt“, erklärt Betting, der seine Mannschaft gegen eines der Top-Teams der Liga keineswegs chancenlos sieht. Vorausgesetzt, sie knüpft an die Leistung der letzten Sätze gegen den SV Bad Laer an. „Genau das ist die Devise“, so Betting. Auf die Schwächephase zu Beginn der letzten Partie ist er im Training gar nicht mehr eingegangen: „Wir nehmen das Positive mit“, sagt der Übungsleiter, der wahrscheinlich die gleiche Startaufstellung wie vor einer Woche aufbieten wird: „Wir wollen die Spielerinnen ja stärken.“

Dass die Blau-Weißen mit einer gehörigen Portion Optimismus nach Leverkusen reisen, liegt auch an dem guten Auftritt, den sie gegen den Gegner im Hinspiel hingelegt haben. Zwar kassierten sie da eine 0:3-Pleite, jedoch agierten die Dingdenerinnen in den ersten beiden Durchgängen mindestens auf Augenhöhe. „Da haben wir jeweils den Sack nicht zugemacht und uns nicht belohnt“, erinnert sich Betting.

Die Leverkusenerinnen wahrten durch den Erfolg ihre weiße Weste gegen die Blau-Weißen. In allen Zweitliga-Spielen gegen die Dingdenerinnen punktete Bayer 04 bisher dreifach. „Diese Bilanz wollen wir natürlich verbessern“, so Betting, der vor allem aufgrund der Tabellensituation gerne punkten würde. Bei einer Niederlage droht sein Team, das momentan auf Rang acht steht, abzurutschen. „Der Druck ist da. Auch wenn Leverkusen nicht der Gegner ist, gegen den wir unsere Zähler holen müssen“, sagt der BWD-Trainer.

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