Fußball

SV Schermbeck freut sich auf Spitzenreiter FC Schalke 04 II

Kevin Rudolph (l.) und der SV Schermbeck möchten der Knappen-Reserve am Donnerstag nicht bei der Aufstiegsfeier zuschauen.

Kevin Rudolph (l.) und der SV Schermbeck möchten der Knappen-Reserve am Donnerstag nicht bei der Aufstiegsfeier zuschauen.

Foto: Lars Fröhlich

Schermbeck.   In der Oberliga freut sich der SV Schermbeck auf Spitzenreiter FC Schalke 04 II. Der wäre bei einem Punktgewinn sicher in der Regionalliga.

Große Namen, große Spiele: Am heutigen Donnerstagabend (18.30 Uhr) können die Oberliga-Fußballer des SV Schermbeck einen Fußball-Festtag feiern. Zu Ligaspiel kommt kein Geringerer als der FC Schalke 04 mit dessen U 23 angereist. Die Gelsenkirchener führen die Tabelle mit großem Vorsprung an. Doch auch wenn die sportliche Herausforderung gewaltig ist, herrscht große Vorfreude bei Trainer Thomas Falkowski und seinem Team.

„Die Reserve der Blau-Weißen ist derzeit das Non-plus-Ultra in unserer Liga und steht absolut verdient da oben”, so der SVS-Coach. „Aber wir freuen uns tierisch auf dieses Spiel, weil es vermutlich auf lange Sicht die letzte Begegnung gegen diesen Gegner sein wird.”

In allen Bereichen das beste Team

Der Grund ist einfach: Die Knappen, die sich mit Haji Wright, Cedric Teuchert und anderen immer mal wieder Verstärkung aus dem Profikader der Bundesligamannschaft holten, können heute Abend den Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen. Bei einem Vorsprung von 13 Zählern auf den TuS Haltern – dem nächsten Gegner der Schermbecker – und 24 Punkten auf den Drittplatzierten ASC Dortmund reicht den Schalkern ein Unentschieden, um sicher einen der beiden Aufstiegsplätze zu ergattern.

Nicht nur deshalb geht Falkowski mit großem Respekt an die Aufgabe. „Die Gelsenkirchener sind das beste Team der Liga – und das in allem Mannschaftsteilen”, sagt er. „Auch wenn sie mit Abstand den größten Etat aller Klubs haben, so muss man es dennoch erst einmal hinbekommen, so durchzumarschieren.”

„Wir waren in vielen spielentscheidenden Situationen zu schludrig“

Die Formkurve der Schermbecker hingegen nimmt derzeit einen gänzlich anderen Verlauf. Nach einem Sensationsstart nach der Winterpause mit fünf Siegen in Serie setzte es zuletzt gleich vier zum Teil selbstverschuldete Niederlagen. Vor allem die Pleiten in Siegen und bei der Zweitvertretung des SC Paderborn hatten Spuren hinterlassen, weil gute Auftritte wegen individueller Fehlleistungen und zweifelhafter Schiedsrichterentscheidungen nicht in Punkte umgesetzt werden konnten. „Wir waren in vielen spielentscheidenden Situationen zu schludrig”, so Falkowski. „Da benötigen wir ein deutlich höheres Maß an Konzentration.”

Nicht leichter wird die Situation mit Blick auf das ärztliche Bulletin, weil neben den beiden Langzeitausfällen Benedikt Helling (Entzündung im Sprunggelenk) und Marc Schröter (Aufbautraining) ganz sicher auch Sandro Poch (Innenbanddehnung) und Gökhan Turan (Schulterverletzung) nicht dabei sein werden. Raphael Niehoff ist zudem wegen Sprunggelenksproblemen fraglich. Immerhin kann Falkowski wieder auf Patrick Rudolph zurückgreifen, der nach abgesessener Gelb-Sperre wieder ins Team zurückkehrt.

„Wenn wir gegen Schalke etwas reißen wollen, brauchen wir einen Sahnetag”, so der SVS-Trainer, der aufgrund der komfortablen eigenen Tabellensituation ohne Druck in dieses Spiel gehen kann. „Wir werden ganz sicher unsere Torchancen bekommen. Wichtig ist nur, dass wir sie dann auch nutzen.”

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