JUDO

Saisonstart für Sport-Union im Rheinland

Flexibler Neuzugang am Kälberweg: Maxime Junghänel (li.) wechselt von Judo in Holle zur SU Annen.

Flexibler Neuzugang am Kälberweg: Maxime Junghänel (li.) wechselt von Judo in Holle zur SU Annen.

Foto: Oliver Mengedoht

Witten.   Die Bundesliga-Asse der Sport-Union Annen starten am 30. März in Leverkusen in die neue Saison. Drei Neuzugänge stehen bereits fest.

Der Trainingsbetrieb bei den Judoka von Bundesligist Sport-Union Annen läuft längst schon wieder auf Hochtouren - immerhin steht ja mit den Deutschen Einzelmeisterschaften am 26./27. Januar in Stuttgart der erste sportliche Höhepunkt schon bald wieder ins Haus. Auch die Bundesliga selbst lässt nicht mehr ganz so lange auf sich warten, auch wenn die SUA zwei Wochen später einsteigen darf als das Gros der Konkurrenten.

Der erste Kampftag am 16. März wird nämlich noch ohne die Wittener Mattenkünstler über die Bühne gehen. Während die beiden Top-Teams des Liga-Nordens, Titelverteidiger Hamburger JT und der UJKC Potsdam, schon zum Auftakt die Klingen kreuzen, beginnt der Kampf um einen der beiden Finalrundenplätze für die Mannschaft um das Trainerduo Stefan Oldenburg und Marcel Haupt erst am 30. März mit dem Auswärts-Auftritt beim TSV Bayer 04 Leverkusen.

Junghänel und zwei Internationale

Dreimal auf eigener Matte, viermal in der Fremde müssen die Unioner in der regulären Erstliga-Saison 2019 ‘ran - und werden ihre Ziele im Großen und Ganzen mit dem gleichen Kader in Angriff nehmen wie in der Vorsaison. „Wir haben keinen einzigen Abgang zu verzeichnen“, verkündete nicht ohne Stolz SUA-Geschäftsführer Matthias Kiehm. Am Kälberweg wird Kontinuität gerade auf personeller Ebene groß geschrieben. Hier und da allerdings ist es den Wittenern gelungen, das Aufgebot bislang schon respektabel zu verstärken. So haben die Annener Verantwortlichen zuletzt auch die Zusage von Maxime Junghänel bekommen, der für die Gewichtsklassen bis 66 bzw. 73 Kilogramm vorgesehen ist. Sein Erststartrecht hat der 23-Jährige für den 1. JC Mönchengladbach, zuletzt kämpfte er für das Team Judo in Holle, das unlängst immerhin als Vizemeister im Norden aus finanziellen Gründen den Rückzug aus der Bundesliga antreten musste. Für die im Vorjahr viertplatzierte SU Annen heißt das: Einer der bislang schärfsten Rivalen ist weg, nun wird man sich wohl in erster Linie mit dem UJKC Potsdam aus Brandenburg um den zweiten Rang hinter Überflieger Hamburg balgen.

Dass die Wittener nach wie vor auf das Trainergespann Haupt/Oldenburg setzen, stand für Matthias Kiehm völlig außer Frage. „Die beiden machen das hervorragend, ergänzen sich sehr gut. Vor allem haben sie auch aufgrund ihres Alters einen sehr engen Draht zu den Kämpfern“, so Kiehm. Der angehende Lehrer Stefan Oldenburg hat im Vorjahr seine letzten Bundesliga-Kämpfe bestritten, kann sich künftig voll auf seinen Posten als SUA-Coach konzentrieren. „Er hat als Aktiver in 2018 einen hervorragenden Abschluss gefunden, die Doppelbelastung neben seinem Beruf war schon enorm“, wie der Clubmanager weiß.

Noch sind die Annener zwar auf der Suche nach weiteren sportlichen Verstärkungen, neben Junghänel aber hat man sich schon zwei international erfahrene Judoka ins Boot geholt. Der Weißrusse Mikita Svyrid (-100 kg) hat auf der großen Bühne in Welt- und Europacups ebenso wie der Niederländer Jesper Smink (-90 kg) schon exzellente Resultate erzielt. Von beiden erhoffen sich die Annener in den bislang ein wenig unterbesetzten Gewichtsklassen einen Sprung nach vorne.

Wohin die Reise in der Liga geht, werden die SUA-Judoka vermutlich schon nach ihrem zweiten Einsatz wissen, denn am 6. April geht’s daheim am Kälberweg gegen den UJKC Potsdam, der mit seiner jungen, bärenstarken Garde zum Geheimfavoriten avancieren könnte.


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