Judo

SU Annen: Judo-Asse schrammen nur knapp an Bronze vorbei

Der Niederländer in Reihen der SU Annen, Simeon Catharina (li.), überrascht beim Masters in Katar, verpasst nur um Haaresbreite eine Medaille.

Der Niederländer in Reihen der SU Annen, Simeon Catharina (li.), überrascht beim Masters in Katar, verpasst nur um Haaresbreite eine Medaille.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Witten.  Beim Masters in Doha sind einige internationale Judoka von Erstligist SU Annen im Einsatz. Zwei von ihnen greifen nach einer Medaille.

Für die besten Judoka der Welt startet das neue Jahr gleich mit einem wichtigen Wettbewerb. Sonst markiert das World Masters in Doha (Katar) in der Regel das Ende der Saison, diesmal muss das bedeutende Turnier wegen der Corona-Situation auf die zweite Januar-Woche gelegt werden. Auch einige der internationalen Kämpfer des Bundesligisten Sport-Union Annen sind dort aktiv, verpassten zweimal knapp eine Medaille.

Überraschend früh beendet war der Wettkampf für 60-kg-Ass Jorre Verstraeten. Der junge Belgier gewann zwar den Auftakt gegen den Australier Joshua Katz, scheiterte dann aber schon in Runde zwei mit einer Waza-ari-Wertung am Usbeken Sharafuddin Lutfillaev.

Enttäuschung beim Belgier Matthias Cassé

Ziemlich niedergeschlagen war nach seinem vorzeitigen Ausscheiden Verstraetens belgischer Landsmann Matthias Cassé (23). In der Klasse bis 81 Kilogramm gehörte er eigentlich zu den Topfavoriten, doch nach einem Freilos zu Beginn unterlag er überraschend dem erfahrenen Schweden Robin Pacek nach 7:07 Minuten im „Golden Score“.

Der ebenfalls gemeldete Niederländer Jesper Smink hatte es in Runde eins mit dem Deutschen 90-kg-Meister Eduard Trippel zu tun. Nach lediglich 66 Sekunden entschied der Deutsche das Duell für sich, griff sich später kampflos Bronze, weil sein russischer Kontrahent Igolnikov wegen einer Verletzung nicht antrat.

Slowene Mihael Zgank greift knapp an Bronze vorbei

Ebenso in der 90-kg-Kategorie im Einsatz war der für die Türkei startende Slowene Mihael Zgank. Er lieferte in Doha starke Kämpfe ab, unterlag lediglich im Halbfinale dem Georgier Beka Gviniashvili und belegte dann nach einer knappen Niederlage gegen dessen Landsmann Lasha Bekauri im Kampf um Bronze Rang fünf.

Auch einen starken Eindruck hinterließ der Niederländer Simeon Catharina (-100 kg). Er gewann seine Vorrundengruppe, zog ungeschlagen ins Semifinale ein. Dort allerdings musste er sich dem Aserbaidschaner Zelym Kotsoiev im „Golden Score“ beugen. Gegen den Russen Armen Adamian verlor Catharina unglücklich, Rang fünf war aber allemal ein Erfolg.

Deutsche Judoka kehren mit drei dritten Plätzen heim

Aus deutscher Sicht erfreulich, dass in der 73-kg-Klasse auch Igor Wandtke die Bronzemedaille gewann. Der 30-jährige Lübecker verlor lediglich gegen den Japaner Soichi Hashimoto. Im „kleinen Finale“ bezwang er den Kasachen Zhansay Smagulov. Bei den Frauen holte Giovanna Scoccimarro (-70 kg) das dritte Edelmetall für den Deutschen Judobund, setzte sich im entscheidenden Bronze-Duell gegen die Australierin Aoife Coughlan nach Verlängerung durch. Mit insgesamt drei Medaillen konnte sich in Doha durchaus sehen lassen zum Auftakt des Judojahres.

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