Mit der  Reserve in der Königsklasse

Essen.   Man stelle sich folgende Situation im Fußball vor: Der FC Bayern München schickt sein Reserveteam zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League, weil am gleichen Tag das Topspiel der Bundesliga steigt. Absurd? Im Handball geschieht genau das: Der Deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen fühlt sich durch die Terminierung des europäischen Verbands IHF düpiert – und zieht mit dem Einsatz seiner Drittliga-Reserve und dem damit wohl verbundenen Ausscheiden in Europas Königsklasse harte Konsequenzen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Man stelle sich folgende Situation im Fußball vor: Der FC Bayern München schickt sein Reserveteam zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League, weil am gleichen Tag das Topspiel der Bundesliga steigt. Absurd? Im Handball geschieht genau das: Der Deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen fühlt sich durch die Terminierung des europäischen Verbands IHF düpiert – und zieht mit dem Einsatz seiner Drittliga-Reserve und dem damit wohl verbundenen Ausscheiden in Europas Königsklasse harte Konsequenzen.

Es ist der Höhepunkt eines Machtkampfes zwischen der Bundesliga und dem Europa-Verband, der durch Terminkollisionen oft verstärkt wird. Diesmal wurde das Achtelfinal-Hinspiel der Löwen bei Polens Meister Vive Kielce auf den 24. März gelegt – jenen Tag, an dem die von Nicolaj Jacobsen trainierten Löwen auf den THW Kiel treffen sollen. Es ist das Bundesliga-Spitzenspiel, live in der ARD. Die IHF bot an, auf den 21. März auszuweichen und dabei das Heimrecht zu tauschen. Das lehnen die Löwen ab: Sie wollen zuerst auswärts spielen.

Ein Protest mit Signalwirkung: „Die Löwen werden sich nicht erneut zum Spielball in diesem Streit machen lassen“, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik