„Mit Träumereien werden wir nicht viel reißen“

1994 gewann Markus Wasmeier in Lillehammer Olympiagold im Super-G und im Riesenslalom. Seitdem konnte kein Deutscher bei Winterspielen in den alpinen Rennen eine Medaille holen. Ein Gespräch mit Herren-Cheftrainer Mathias Berthold über die Ziele in Pyeongchang und die Strecke beim ersten Wettkampf in der Nacht zum Sonntag.

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1994 gewann Markus Wasmeier in Lillehammer Olympiagold im Super-G und im Riesenslalom. Seitdem konnte kein Deutscher bei Winterspielen in den alpinen Rennen eine Medaille holen. Ein Gespräch mit Herren-Cheftrainer Mathias Berthold über die Ziele in Pyeongchang und die Strecke beim ersten Wettkampf in der Nacht zum Sonntag.

1 Die deutschen Abfahrer mit Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen gehören zum ersten Mal seit der Ära Markus Wasmeier zu den olympischen Medaillenkandidaten. Was ist Ihr Ziel für Olympia?

Natürlich würden wir gerne eine Medaille mit nach Hause nehmen. Wir sind ja nicht hier, um nur dabei zu sein. Die Herangehensweise ist sicher eine andere als die Vision. Die Vision ist, hier zu gewinnen, aber dieses übergeordnete Ziel können wir nur erreichen, wenn wir bei uns bleiben und unsere Sachen so durchziehen, wie wir das geplant haben. Wenn wir das hinbekommen, dann haben wir coole Spiele. Aber wenn wir uns in Wunschgedanken und Träumereien wiederfinden, dann werden wir nicht viel reißen.

2 Die alpinen Wettkämpfe beginnen mit der Männer-Abfahrt am Sonntag. Welchen Eindruck haben Sie von der Strecke?

Die Piste ist in einem Super-Zustand, sogar besser als erwartet. Favoriten gibt es viele, denn die Strecke ist nicht schwer, aber es ist schwer, schnell zu sein. Du musst riskieren, voll attackieren und trotzdem gefühlvoll fahren.

3 Ihre Mannschaft besteht mit Ausnahme von Fritz Dopfer nur aus Debütanten. Bereitet man Neulinge anders vor?

Wir haben natürlich schon öfters darüber geredet. Am Anfang der Saison ging es noch darum, wie man mit dem Thema Olympia-Qualifikation umgeht. Die Athleten haben vor der Abreise ganz genau gewusst, was auf sie zukommt, wie und wo wir wohnen. Aber eigentlich ist die Vorbereitung auf die Rennen bei Olympia keine andere als im Weltcup.

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