SG Wattenscheid

Neururer kann Wattenscheider Spielern endlich Zahlen nennen

Peter Neururer.

Peter Neururer.

Foto: Andreas Gebert / k_V

Bochum.  Wattenscheids Sportdirektor Peter Neururer weiß jetzt, wieviel Geld er ausgeben darf. Priorität hat die Vertragsverlängerung von Trainer Toku.

Nach einem kurzen Überblick weiß Peter Neururer: Er könnte theoretisch drei Mannschaften ins Rennen schicken. So groß ist die Zahl der Spieler, die dem Sportdirektor der SG Wattenscheid 09 bereits angeboten wurde. Einige Spieler seien sogar dabei, die sich gemeinsam mit ihren Beratern in Tagträumereien verloren haben und den finanziell klammen Regionalligisten plötzlich als Liga-Krösus wähnen.

Kandidaten haben Tagträumereien

Die Realität aber ist eine andere. Zwar hat die Mannschaft von Trainer Farat Toku mit einem 3:0-Sieg über den SV Straelen am vergangenen Samstag den Klassenerhalt perfekt gemacht. Doch erst am folgenden Mittwoch erhielt Ex-Profi-Trainer Neururer grünes Licht von Vorstand und Aufsichtsrat. Der 64-Jährige weiß nun, über welchen Etat er in der kommenden Saison verfügen kann. Am Donnerstag, 23. Mai, will er mit den Vertragsgesprächen beginnen.

Sein erster Termin wird der mit dem Coach sein. Farat Toku (39) hält sich mit Blick auf seine fußballerische Zukunft vornehm zurück, lobt aber die Zusammenarbeit mit seinem Vorgesetzten: „Ich habe ein riesen Vertrauensverhältnis mit Peter. Er weiß, dass ich ihm grundehrlich begegne, und umgekehrt ist das auch so.“

Noch kein Spieler hat zugesagt

Neururers Vorteil: Er kann Trainer und Spielern konkrete Zahlen nennen. Manche werden sich verändern, manche bleiben wie bisher. Manche erhalten vermutlich kein Angebot mehr. Das könnte vor allem Mohammed El-Bouazzati und Sebastian van Santen betreffen. Während der frühere U23-Nationalspielers Marokkos nur eine Partie für die Schwarz-Weißen absolvierte, blieb der baumlange Angreifer hinter den Erwartungen zurück. Der Stürmer erzielte in 25 Partien drei Tore – zu wenig.

Nach Informationen dieser Zeitung, die Sportdirektor Neururer nicht kommentieren mag, stehen diese beiden Spieler auf der Wattenscheider Streichliste. Mehr Planungssicherheit scheinen Julijan Popovic und Frederik Lach zu haben. Popovic steht beim Liga-Konkurrenten Rot-Weiß Oberhausen auf der Wunschliste, Lach hingegen liebäugelt mit einem Wechsel zu Drittligist FC Hansa Rostock. Längst bekannt ist, dass Steffen Scharbaum (Drensteinfurt), Adrian Schneider (Schonnebeck) und Tyger Lobinger (Düsseldorf) den Klub verlassen werden.

Zum Zustand der SGW, deren Spieler und Funktionäre lange auf die Etat-Zahlen für die kommende Saison warten mussten, gehört jedoch auch der Umstand, dass bisher noch kein Spieler für die anstehende Spielzeit zugesagt hat. „Ich bin mir sicher, dass wir die ersten Gespräche zügig zum Abschluss bringen werden“, erklärt Sportdirektor Neururer optimistisch.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben